{"id":2455,"date":"2020-09-19T15:47:23","date_gmt":"2020-09-19T13:47:23","guid":{"rendered":"http:\/\/mila.lang-michelbach.de\/?p=2455"},"modified":"2020-09-20T15:36:07","modified_gmt":"2020-09-20T13:36:07","slug":"das-leben-ist-kein-ponyhof","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mila.lang-michelbach.de\/?p=2455","title":{"rendered":"Das Leben ist (k)ein Ponyhof"},"content":{"rendered":"<p>Ja was denn nun? Ist das Leben nun ein Ponyhof oder nicht??<br \/>\nSo klar l\u00e4sst sich die Frage wohl nicht beantworten. Mal gibt es wundervolle Tage, dann wieder Sorgenvolle.<br \/>\nIn unserem Kurzurlaub auf dem Ponyhof war es nicht anders.<br \/>\nMit Mila, samt ihrem Antibiotika im Gep\u00e4ck, fuhren Hartmut und ich auf die Schw\u00e4bische Alb. Im Fernsehen hatte Hartmut irgendwann in der Landesschau einen Bericht \u00fcber den Alb-Cowboy Willi Wolf gesehen. Es wurde berichtet, dass Willi Wolf seinen ber\u00fchmten Wasserb\u00fcffel-Hof in neue H\u00e4nde \u00fcbergeben hatte. Der junge Pferdez\u00fcchter Bernhard Podlech ist seit 2019 Eigent\u00fcmer des Hofes. Mit seiner kleinen Familie und rund 80 Islandpferden lebt und arbeitet der Vizeweltmeister nun in dem abgelegenen <a href=\"https:\/\/www.islandpferde-hohenstein.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gest\u00fct Hohenstein<\/a>.<br \/>\nAuf dem Hof stehen 6 Blockh\u00e4user, die man f\u00fcr einen Urlaub mieten kann.<br \/>\nRustikal und gem\u00fctlich, so zeigen sich die Blockh\u00e4user. Ich war sofort entz\u00fcckt: Beim Blick aus den Fenstern (selbst beim WC) und nat\u00fcrlich von der Veranda sieht man Islandpferde. Ihre Offenst\u00e4lle und Weiden liegen nur wenige Meter vom Blockhaus entfernt. Die herrliche Landluft, der Duft von Pferden, Stroh und Heulage ist kostenfrei dabei.<br \/>\nDie \u00dcbernachtungskosten sind sehr preiswert. Das liegt wohl auch daran, weil es keinen unn\u00f6tigen Luxus gibt. In dieser Idylle kann man abends bei Kerzenschein draussen sitzen und die Ruhe genie\u00dfen. Wlan, Internet, Fernsehen, Radio, das gibt es nicht (Strom aber schon).<br \/>\nDie vielen Pferde h\u00f6rt man interessanterweise kaum. Ich h\u00e4tte vermutet, dass man st\u00e4ndig Hufgetrappel h\u00f6ren w\u00fcrde. Dem ist nicht so.<br \/>\nIn unserem Blockhaus f\u00fchrte eine steile Treppe hoch zum Schlafplatz. Dort stand ein Doppelbett direkt unterm Holzgeb\u00e4lk mit gro\u00dfer Fensterfront davor. Morgens wurden wir vom roten Sonnenlicht geweckt. In den anderen H\u00e4usern gibt es keine zwei Etagen. Wenn wir wieder mal auf dem Gest\u00fct Urlaub machen sollten, dann werden wir so ein Haus bevorzugen, denn diese steile Treppe hatte es schon in sich.<br \/>\nDer Hof ist umgeben von Feldern, Wald und Weiden. Allerdings f\u00fchrt eine Landstrasse direkt am Hof vorbei, auf der die Autos enorm schnell fahren. Das bedeutet: Zum \u00dcberqueren der Strasse immer den Hund an die Leine nehmen! Doch ist man erst \u00fcber der Strasse, hat man unz\u00e4hlige M\u00f6glichkeiten zum leinenlosen Spazierengehen auf den langgezogenen Feldwegen.<br \/>\nKurz nach unserer Ankunft liefen wir mit Mila zum Wald, direkt hinter den Blockh\u00e4usern. Und auf wen treffen wir? Waldhase Hoppel hatte anscheinend nur auf uns gewartet. Mila im Hasengl\u00fcck, rannte sichtlautgebend hinterher. Fort war sie, die Mila, irgendwo im fremden Wald. H\u00f6ren konnte man sie hervorragend, sehen nicht. Sehr gl\u00fccklich und zufrieden kam sie nach einigen Minuten zur\u00fcck. Hier gef\u00e4llt es mir, schien sie uns zuzulachen. Mila kam erst mal an die Leine!<br \/>\nSorgenvoll beobachteten wir, dass es mit dem blutigen Urin bei Mila einfach nicht besser werden wollte. Nun war ich drei Tage zuvor ja extra noch beim Notfall-Tierarzt mit ihr gewesen. Das Antibiotikum wurde gewechselt und eigentlich h\u00e4tte es nun rasch besser werden m\u00fcssen. Doch am n\u00e4chsten Morgen war alles noch heftiger und nach telefonischer Absprache mit meinem Tierarzt gingen wir nach Reutlingen zur Tierklinik AniCura. Nat\u00fcrlich waren wir nicht die einzigen mit einem tierischen Patienten und so verbrachten wir tats\u00e4chlich 6 Stunden (!) bei der Klinik. Die meiste Zeit warteten wir. Zwischendurch wurde Mila untersucht, ihr Blut wurde untersucht, der Urin wurde untersucht, man wartete auf das Ergebnis, um einer weiteren Spur nachzugehen. 381 Euro \u00e4rmer verliessen wir die Klinik mit dem Wissen, dass Blase und Niere organisch so weit in Ordnung sind. Dass es sich vermutlich tats\u00e4chlich &#8222;nur&#8220; um eine Blasenentz\u00fcndung handelt. Warum das Antibiotika bisher nicht half ist ungew\u00f6hnlich und stand weiterhin zur Frage.<br \/>\nDer Rat lautete: Die Blase gut sp\u00fclen. Das taten wir. Mila bekam sehr viel zum Trinken (dazu mische ich wenig Dosenfutter mit viel Wasser) und dieses &#8222;Ges\u00f6ff&#8220; trinkt sie zum Gl\u00fcck sehr gut.<br \/>\nMit dieser Massnahme schafften wir es tats\u00e4chlich, dass der Urin bald blutfrei war und es Mila immer besser ging.<br \/>\nUnd so konnten wir an Tag 3 eine sch\u00f6ne Wanderung rund um das Schlo\u00df Lichtenstein machen. An Tag 4 waren wir in M\u00fcnsingen beim Biosph\u00e4ren-gebiet. Dieses Gebiet ist von der UNESCO anerkannt und reiht sich ein in die Liste der bedeutendsten Landschaften der Welt. Vor allem die unglaubliche Ruhe in dieser abwechslungsreichen Natur hat es uns angetan. An Tag 5 wanderten wir rund um die Bad Uracher Wasserf\u00e4lle bevor es wieder nach Hause ging.<br \/>\nEs war also ein richtig erholsamer, toller Ponyhof-Urlaub, wenngleich wir auf den Tag in der Tierklinik sehr gerne verzichtet h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Hier der Film von unserem Kurzurlaub:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"840\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/rfFN4bRtvWU?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja was denn nun? Ist das Leben nun ein Ponyhof oder nicht?? So klar l\u00e4sst sich die Frage wohl nicht beantworten. Mal gibt es wundervolle Tage, dann wieder Sorgenvolle. In unserem Kurzurlaub auf dem Ponyhof war es nicht anders. Mit Mila, samt ihrem Antibiotika im Gep\u00e4ck, fuhren Hartmut und ich auf die Schw\u00e4bische Alb. 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