Wir wünschen allen Mila-Blog-LeserInnen eine leuchtende, fröhliche und besinnliche Adventszeit. Gerade in diesem Jahr heißt es einmal mehr, sich an den „kleinen“ Dingen zu freuen. Das kann gelingen, wenn wir nicht die großen Weihnachtsmärkte und überfüllten Shoppingstrassen vermissen, sondern uns an Plätzchen, Kerzen, Musik und Familie erfreuen 🙂
Bleibt gesund,
eure Iris und Mila
Blog
Milas Geschwister
Am 23. November feierten Mila und ihre Hundegeschwister ihren 5. Geburtstag. Ich bedanke mich ganz herzlich für den netten Austausch zum Hundegeburtstag und das Zusenden von Fotos. Alle haben mitgemacht, super!!
Es ist doch immer wieder spannend, wie sich die Hunde entwickeln und wie sie aktuell aussehen.
Hier ist zunächst eine Collage, die Ilka nach dem Sichtungstag 2017 machte:
Und hier die aktuellen Fotos von 2020:
Kuddel (Rüde)
Emil (Rüde)
Lillit würde optisch auch gut dazu passen. Aber sie gehört nicht zum Wurf. Lillit ist das „Bjarne-Mädel“. Sie kam, als Papa Bjarne ging. Und so gehört sie doch auch irgendwie dazu 😉
Happy Birthday liebe Mila (mit Film)
Wir gratulieren unserer tollen Mila heute ganz herzlich zum 5. Geburtstag. Und natürlich gratulieren wir auch allen 6 Hundegeschwistern herzlichst! Genießt euren Hundegeburtstag und lasst euch verwöhnen.
Bald stelle ich in Milas Blog Fotos von ihren Geschwistern.
Lieben Dank dass ihr mir das erlaubt und dass ihr beim gegenseitigen Austausch mitmacht.

Mila geht es sehr gut. Noch immer ist sie flink wie der Wind und begleitet uns gerne durch Wald und Feld. Sie ist ein zuverlässiger Reitbegleithund. Auch beim normalen Spaziergang oder neben dem Fahrrad und beim Joggen läuft sie brav mit.
Mit vielen Hunden versteht sie sich gut. Mit manchen Hunden aber auch nicht. Da heißt es dann wirklich Abstand halten.
Mila ist einerseits unsicher, gleichzeitig aber auch neugierig und offen.
Sie möchte gerne in unserer Nähe sein aber so eine intensive Kuscheltante ist sie nicht. Wenn schon kuscheln, dann bitte am liebsten den Bauch kraulen, meint Mila.
Mila lernt gerne und schnell und möchte es für uns auch immer richtig machen. Tatsächlich hat Mila in unserem Dorf den Ruf, der „besterzogenste Hund“ in Michelbach zu sein 😉
Ja – Mila ist großartig und wir sind überglücklich mit ihr. Ich bin froh, dass sie sich so toll entwickelt hat und wir einen Hund haben, den wir unkompliziert überall mit hinnehmen können.
Hier ein kleines Filmchen zum Geburtstag. Ihr werdet hören, sie bellt im Film (damit gratuliert sie ihren Geschwistern) 😉
Das gezielte Bellen habe ich ihr beigebracht. Sie bellt, wenn ich ihr zuzwinkere. Deshalb hört man auch kein Kommando. Mila schaut mich an und bei jedem Zwinkern bellt sie einmal.
Im Filmchen sieht man ausserdem einen Tanz, den ich vor 10 Jahren mit unserer damaligen reinrassigen Kromfohrländerhündin Alma vorgeführt hatte. Viel Spaß mit dem Filmchen.
Monatsfoto November
Auf dem heutigen Monatsfoto sieht man Mila schon mal das Singen üben. Schliesslich hat Mila in 3 Tagen Geburtstag und sie möchte ihren Hundegeschwistern ein Ständchen singen 😉
Es freut mich, dass in der aktuellen Hundezeitschrift DOGS ein interessanter Artikel zum Thema Kromfohrländer erschienen ist. Es wird von der Zuchtstrategie des VRK (Verein rauhaariger Kromfohrländer) berichtet. Der VRK kreuzt beim Kromfohrländer bewusst frisches Blut mit ein, um den Genpool zu vergrößern und die Gesundheitsbilanz zu verbessern, denn der reinrassige Kromfohrländer ist häufig von Erbkrankheiten betroffen.
„Wir haben auch kranke Hunde, aber deutlich weniger“, wird Lisette Feldmeier, die zweite Vorsitzende des VRK in DOGS zitiert.
Auch eine Vertreterin des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) kommt zu Wort. Sie schildert, warum es der VDH kritisch sieht, Fremdrassen bzw geeignete Mischlinge beim Kromfohrländer einzukreuzen. Gleichwohl sieht aber auch der VDH die Inzuchtprobleme.
Im Artikel wird deutlich, dass es den Vorsitzenden des VRK nicht um Konkurrenz geht, sondern darum, so weit möglich gesunde und wesensfeste Kromi-Mixe zu züchten.
Und eines Tages, so hoffen sie, werden vielleicht auch ihre Hunde in die Zucht der reinrassigen Kromfohrländer aufgenommen und für frisches Blut sorgen. Noch ist die Zeit nicht reif dafür. Doch die Hoffnung, sagt Britta Bessey, die geben wir nicht auf. (DOGS)
Letztes Jahr bekam ich von einer lieben Hundefreundin zu Weihnachten ein kleines Adventbackbüchlein geschenkt. Sie schrieb noch: Jetzt kommt das Büchlein etwas zu spät, aber nächstes Jahr gibt es ja wieder einen Advent.
Wo ist die Zeit geblieben? Das Jahr rauschte vorbei und nun habe ich das Backbüchlein tatsächlich schon wieder zur Hand. Demnächst werde ich das ein oder andere Rezept ausprobieren denn leise rieselt das Mehl…
Mila übt schon mal das Geburtstagsständchen: Happy Birthday to YOUUUU

Interessanter Artikel in DOGS in dem über den VRK berichtet wird.
Bald rieselt und duftet es wieder in der Küche…
Pling
Pling – Pling – Pling…
Ja, bei mir plingt es jetzt auch. Pling – ich nehme mein neues Smartphone zur Hand und schaue nach der Nachricht. Ist es eine sms oder eine Sprachnachricht? Und gibt es auch schon wieder neue Bilder auf dem Status anzuschauen?
Lange Zeit wollte ich kein so smartes Gerät. Doch als nun meine drei großen kids ins Studium aufbrachen, wollte ich doch auch über WhatsApp Nachrichten verschicken und bekommen können. Ziemlich schnell habe ich mich an den smarten Fast-Alles-Könner gewöhnt.
Genauso schnell war im übrigen auch das erste große Kind schon wieder vom Studienort zu Hause. Da nur digital studiert werden kann und es in Wien zudem eine Ausgangssperre gibt und sich die Mitstudenten nicht treffen sollen, kann man sich schon fragen, warum man als Neustudentin Tag und Nacht alleine im kleinen Studentenzimmer verbringen soll?
Für alle Studenten ist es keine einfache Zeit. Studieren sieht normalerweise anders aus. Anna studiert nun erst einmal von Michelbach aus weiter.
Nachdem ich nun sehe, wie cool die Leute aktuelle Fotos in den Status stellen, kommt mir ein Hundeblog nun fast schon antik und altmodisch vor. Wer schaut sich denn überhaupt noch einen blog an?
Neue Medien werden von noch neueren Medien überholt.
Nur gut, dass ich meinen blog nicht schreibe weil ich follower und likes brauche, sondern einfach nur deshalb weil es mir Spaß macht.
Und tatsächlich gibt sie immer noch: Die treuen Mila-Blog-Leser. Vielen Dank dafür;-)
Spaß hatten Mila und ich heute auch mit Karin und deren Hunde Neo und Mika im schönen Einkornwald. Gerne hätten wir noch mehr Hundeleute mitgenommen, aber wir wissen alle, dass dies derzeit nicht möglich ist.
Bleibt gesund und fröhlich, gelassen und gechillt – auch wenn in zwei Wochen die Adventszeit beginnt und in 6 Wochen Weihnachten ist 😉
Ich persönlich liebe die Adventszeit und somit bin ich jetzt schon fleissig im Garten und Haus (Blumenzwiebeln stecken, Erde umgraben, Beete abdecken, Fenster putzen, Spinnweben saugen, Vorhänge waschen, Adventskalender basteln…) damit in zwei Wochen die Adventszeit bei uns einziehen kann.
Eure Iris mit Mila
Heute war es endlich mal wieder soweit: Hundespaziergang zu Fünft.

Leinenlos hüpfen die drei Waldhunde mit.
Einfach ein nettes Paar: Neo und Mila
Loslassen
Auch wenn Corona die Welt in Atem hält und wir alle spüren, dass vieles nicht mehr so ist wie es war, gibt es Verlässlichkeit. Die Laubbäume machen uns die Verlässlichkeit vor. Wie jedes Jahr verfärben sich die Blätter bunt und mit dem Herbstwind lassen die Bäume ihre Blätter los.
Loslassen!
In diesen Tagen werde ich häufig gefragt wie es mir geht? Jetzt, nachdem unsere Kinder alle drei zum Studium aufgebrochen sind und nicht mehr zu Hause wohnen?
Nun, diese Tatsache kam ja nicht überraschend. Ich konnte mich innerlich darauf vorbereiten.
So wie es einfach „normal“ und völlig sinnvoll ist, dass ein Laubbaum im Herbst seine Blätter gehen lässt, so ist es wichtig und richtig, dass erwachsene Kinder aufbrechen und selbständige Wege gehen. Um im Bild zu bleiben: Der Baum verliert seine Blätter auch nicht mit einem Schlag, es ist ein Prozess.
Mir geht es also gut – und ich freue mich für unsere Drei, dass sie alle einen guten Ort zum Studieren gefunden haben.
Besonders gerne las ich in diesen Tagen das Buch „Die Ältern“ (Wenn aus Eltern Ältern werden) von Jan Weiler. Ich finde es sehr praktisch, dass der Nachwuchs des Autors in einem ähnlichen Alter ist wie unsere Drillinge. So habe ich vor wenigen Jahren schon sehr gerne die Bücher über das „Pubertier“ gelesen, weil ich unsere häusliche Situation so humorvoll darin wiederfand. Im Vorwort des neuen Buches steht: „Irgendwann ziehen die Pubertiere aus, und es ist an den Eltern, sich zu verwandeln. Eben noch Erziehungsberechtigte mutieren sie zu milde belächelten Ältern“.
Ja, so ist das wohl.
Wer weiss, vielleicht gibt es in ein paar Jahren von Herrn Weiler dann das Buch „Die Groß-Ältern“. Ich würde mir das Buch auf jeden Fall kaufen, in der Hoffnung, dass mich dieses Thema in ein paar Jahren dann auch betrifft 😉
Nun wünsche ich euch eine gute Herbstzeit und fröhliche Spaziergänge mit euren Hunden durch das bunte Laub.
Ein Leben ohne große Wäscheberge und leere Chipstüten? Was kommt jetzt??
In unsicheren Zeiten bin ich dankbar über den gleichbleibenden Kreislauf der Natur.
Hier noch ein paar Herbstimpressionen:

Großartige Filmchen von großartigen Trick-Hunden
Heute, am 20. Oktober, soll es wieder das Monatsfoto von Mila geben. Nein, es sind gleich mehrere Fotos 😉
Morgen gehen Mila und ich für dieses Jahr zum letzten Mal in die Hundeschule zum Trick-Training. Dann ist erst mal Winterpause bzw Coronapause – je nachdem.
Mit großer Freude stelle ich euch hier vier links ein, von der sehr erfahrenen „Hundefrau“ Heike Haase. Zusammen mit ihrer Hunde-Trick-Truppe hat sie wieder einmal unglaublich tolle Filmchen gemacht.
Ich staune jedesmal aufs Neue, was diese Hunde können!!
Viel Spaß beim Anschauen und hier nun noch ein paar Fotos von Mila:
Mila mit fragendem Blick: „Was soll ich tun, Frauchen?“
Kannst du uns bitte einmal deinen gefleckten Zahn zeigen?
„Ja, klar kann ich das!“
Mila, such die Ameise!
„Hab sie schon gefunden.“
Mila, kannst du noch „Schäm dich!“?
„Ja, schau her.“
„Sind wir nun fertig für heute?“
Ja, alles super gemacht, liebe Mila.
Endlich
Heute wurde nochmals Milas Urin untersucht – und JUBEL – er war völlig in Ordnung. Somit hat die lange und kostenintensive Blasenentzündungsgeschichte nun endlich ein positives Ende genommen.
Natürlich werde ich nun noch besser aufpassen. Keine kalte Dusche mehr für Mila! Kein Sitzen auf kaltem Boden.
Auch Milas Ohr geht es wieder gut. Mila wurde vor einer Woche von einem Nachbarhund kurz in die Mangel genommen. Dabei streifte (wahrscheinlich ein Zahn) des beissenden Hundes Milas inneres Ohr. Zum Glück war es nur ein ganz oberflächlicher kleiner Kratzer. Weil mir aber von einer Hundefreundin empfohlen wurde, bei Zahnkontakt immer zum TA zu gehen, liess ich das Ohr vom TA untersuchen. Er meinte, dass Mila Glück hatte und dass es kein Antibiotikum benötigt, weil der andere Hund mit seinem Zahn nur streifte. Hätte der beissende Hund tiefer gebissen, wäre da immer eine große Gefahr, dass Keime „eingeimpft“ werden. Gut war, dass ich zu Hause sofort die kleine Wunde mit Jodsalbe desinfiziert hatte.
Ein denkwürdiger Tag
Dritter Oktober 2000! Heute vor zwanzig Jahren war ein denkwürdiger Tag für uns. Immerhin wurde ich mit sehr fülligem Bauch mit Blaulicht in das Krankenhaus gefahren um mit dem Rettungshubschrauber direkt nach Heidelberg geflogen zu werden. Wenn Drillinge den zu engen Bauch verlassen wollen, ist das mit Aufregung verbunden.
Wobei mir gleich bei der Ankunft in der Heidelberger Klinik gesagt wurde, dass ich in den besten Händen sei. Wurden dort doch ein Jahr zuvor die berühmten Fünflinge der Familie Beutelspacher geboren. Was sind da schon Drillinge?
Die Fernsehsendungen mit den Fünflingen habe ich gerne angeschaut. Denn auch wenn es bei uns 2 Kinder weniger waren, viele Dinge erlebten wir als Mehrlingseltern ganz ähnlich. Wer Lust hat kann sich den 6 minütigen Film von der Anfangszeit von Familie Beutelspacher anschauen. Der Arzt, der OP-Saal, die ganzen Geräte und Schläuche an den kleinen Frühchen, das alles war bei uns ganz genauso. Und so toll „Bogenspucken“ konnten unsere drei auch 😉
Damals musste ich mich am 3. Oktober noch drei Tage gedulden, bis unsere drei wunderbaren Kinder dann wirklich per Kaiserschnitt geboren wurden.
In diesem Jahr feiern unsere drei ihren Geburtstag zum ersten mal nicht gemeinsam. Sie sind mittlerweile ausgeflogen, das Studieren beginnt. Freiburg, Prag und Wien sind die neuen Heimatstädte unserer Drillinge.
Hier in Michelbach geht das Leben weiter und mein Mann und ich nehmen es wie es kommt.
So wie heute morgen, als wir eigentlich fleissig Äpfel aufsammeln wollten. Ein fieser Apfel steuerte genau auf das rechte Auge meines Mannes zu und erwischte es mit voller Wucht. Und so fuhren wir am Feiertag eine Stunde lang in die Fachklinik für Augenheilkunde.
Zum Glück ist mein Mann – im wahrsten Sinne des Wortes – mit einem blauen Auge davon gekommen. Also, liebe LeserIn, bitte immer Schutzbrille und Helm tragen bei der Apfelernte 😉
Unser viertes Kind (mit Fell) macht uns auch noch ein wenig Sorgen. Milas Urin wurde vor kurzem von meinem Tierarzt untersucht. Beim Zentrifugieren des Urins sah er leider noch immer ein paar rote Blutkörperchen. Wir hatten gehofft der Urin sei völlig in Ordnung, denn dann wäre Mila als „geheilt“ entlassen worden. Da der Urin ansonsten aber in Ordnung ist (keine Kristalle, kein Gries, keine Bakterien…) warten wir nun einfach nochmals 2 Wochen und wiederholen den Urin-Test.
Vielleicht war die Blasenentzündung einfach noch nicht ganz ausgeheilt?
Ich habe mich mit erfahrenen Hundebekannten ausgetauscht. So ein Austausch ist wertvoll, gerade wenn es keine klare Diagnose vom Tierarzt gibt.
Ich hoffe ich kann irgendwann hier schreiben, dass mit Mila alles wieder in Ordnung ist. Es geht ihr ansonsten gut. Da bin ich schon froh und dankbar. Doch die Kromi-Leute wissen: Einem Kromi merkt man oft nicht an, dass eine Katastrophe in ihm schlummert.
Aber ich bin zuversichtlich, denn bei den Untersuchungen in der Reutlinger Tierklinik gab es keine schlimmen Befunde.
Ach ja und nicht zu vergessen: Der dritte Oktober ist natürlich für alle Deutschen ein denkwürdiger Tag, zumindest seit 30 Jahren!
Im übrigen bin ich eine „deutsche Einheit“ auf zwei Beinen. Ein „Hybridwesen“ aus Ost und West sozusagen 😉
In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten dritten Oktober!
„Augen auf“ bei der Apfelernte?
Nein, es muss heißen „Augenschutz“ bei der Apfelernte!
Unsere wundervolle Mila. Hoffentlich ist sie bald wieder richtig fit.
Monatsfoto September und Film!!
Heute, am 20. September, gibt es wieder das Monatsfoto.
Und der Film vom Kurzurlaub auf der Schwäbischen Alb ist auch schon fertig. Zu finden unterhalb des Kapitels „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“.
Viel Freude beim Anschauen wünschen Iris mit Mila
(Filmdauer knapp 4 Minuten). Bitte nach unten scrollen zum Kapitel „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“. Nach dem Lesetext kommt der Film.
Das Leben ist (k)ein Ponyhof
Ja was denn nun? Ist das Leben nun ein Ponyhof oder nicht??
So klar lässt sich die Frage wohl nicht beantworten. Mal gibt es wundervolle Tage, dann wieder Sorgenvolle.
In unserem Kurzurlaub auf dem Ponyhof war es nicht anders.
Mit Mila, samt ihrem Antibiotika im Gepäck, fuhren Hartmut und ich auf die Schwäbische Alb. Im Fernsehen hatte Hartmut irgendwann in der Landesschau einen Bericht über den Alb-Cowboy Willi Wolf gesehen. Es wurde berichtet, dass Willi Wolf seinen berühmten Wasserbüffel-Hof in neue Hände übergeben hatte. Der junge Pferdezüchter Bernhard Podlech ist seit 2019 Eigentümer des Hofes. Mit seiner kleinen Familie und rund 80 Islandpferden lebt und arbeitet der Vizeweltmeister nun in dem abgelegenen Gestüt Hohenstein.
Auf dem Hof stehen 6 Blockhäuser, die man für einen Urlaub mieten kann.
Rustikal und gemütlich, so zeigen sich die Blockhäuser. Ich war sofort entzückt: Beim Blick aus den Fenstern (selbst beim WC) und natürlich von der Veranda sieht man Islandpferde. Ihre Offenställe und Weiden liegen nur wenige Meter vom Blockhaus entfernt. Die herrliche Landluft, der Duft von Pferden, Stroh und Heulage ist kostenfrei dabei.
Die Übernachtungskosten sind sehr preiswert. Das liegt wohl auch daran, weil es keinen unnötigen Luxus gibt. In dieser Idylle kann man abends bei Kerzenschein draussen sitzen und die Ruhe genießen. Wlan, Internet, Fernsehen, Radio, das gibt es nicht (Strom aber schon).
Die vielen Pferde hört man interessanterweise kaum. Ich hätte vermutet, dass man ständig Hufgetrappel hören würde. Dem ist nicht so.
In unserem Blockhaus führte eine steile Treppe hoch zum Schlafplatz. Dort stand ein Doppelbett direkt unterm Holzgebälk mit großer Fensterfront davor. Morgens wurden wir vom roten Sonnenlicht geweckt. In den anderen Häusern gibt es keine zwei Etagen. Wenn wir wieder mal auf dem Gestüt Urlaub machen sollten, dann werden wir so ein Haus bevorzugen, denn diese steile Treppe hatte es schon in sich.
Der Hof ist umgeben von Feldern, Wald und Weiden. Allerdings führt eine Landstrasse direkt am Hof vorbei, auf der die Autos enorm schnell fahren. Das bedeutet: Zum Überqueren der Strasse immer den Hund an die Leine nehmen! Doch ist man erst über der Strasse, hat man unzählige Möglichkeiten zum leinenlosen Spazierengehen auf den langgezogenen Feldwegen.
Kurz nach unserer Ankunft liefen wir mit Mila zum Wald, direkt hinter den Blockhäusern. Und auf wen treffen wir? Waldhase Hoppel hatte anscheinend nur auf uns gewartet. Mila im Hasenglück, rannte sichtlautgebend hinterher. Fort war sie, die Mila, irgendwo im fremden Wald. Hören konnte man sie hervorragend, sehen nicht. Sehr glücklich und zufrieden kam sie nach einigen Minuten zurück. Hier gefällt es mir, schien sie uns zuzulachen. Mila kam erst mal an die Leine!
Sorgenvoll beobachteten wir, dass es mit dem blutigen Urin bei Mila einfach nicht besser werden wollte. Nun war ich drei Tage zuvor ja extra noch beim Notfall-Tierarzt mit ihr gewesen. Das Antibiotikum wurde gewechselt und eigentlich hätte es nun rasch besser werden müssen. Doch am nächsten Morgen war alles noch heftiger und nach telefonischer Absprache mit meinem Tierarzt gingen wir nach Reutlingen zur Tierklinik AniCura. Natürlich waren wir nicht die einzigen mit einem tierischen Patienten und so verbrachten wir tatsächlich 6 Stunden (!) bei der Klinik. Die meiste Zeit warteten wir. Zwischendurch wurde Mila untersucht, ihr Blut wurde untersucht, der Urin wurde untersucht, man wartete auf das Ergebnis, um einer weiteren Spur nachzugehen. 381 Euro ärmer verliessen wir die Klinik mit dem Wissen, dass Blase und Niere organisch so weit in Ordnung sind. Dass es sich vermutlich tatsächlich „nur“ um eine Blasenentzündung handelt. Warum das Antibiotika bisher nicht half ist ungewöhnlich und stand weiterhin zur Frage.
Der Rat lautete: Die Blase gut spülen. Das taten wir. Mila bekam sehr viel zum Trinken (dazu mische ich wenig Dosenfutter mit viel Wasser) und dieses „Gesöff“ trinkt sie zum Glück sehr gut.
Mit dieser Massnahme schafften wir es tatsächlich, dass der Urin bald blutfrei war und es Mila immer besser ging.
Und so konnten wir an Tag 3 eine schöne Wanderung rund um das Schloß Lichtenstein machen. An Tag 4 waren wir in Münsingen beim Biosphären-gebiet. Dieses Gebiet ist von der UNESCO anerkannt und reiht sich ein in die Liste der bedeutendsten Landschaften der Welt. Vor allem die unglaubliche Ruhe in dieser abwechslungsreichen Natur hat es uns angetan. An Tag 5 wanderten wir rund um die Bad Uracher Wasserfälle bevor es wieder nach Hause ging.
Es war also ein richtig erholsamer, toller Ponyhof-Urlaub, wenngleich wir auf den Tag in der Tierklinik sehr gerne verzichtet hätten.
Hier der Film von unserem Kurzurlaub:
Antibiotikum
Gestern hatten wir alle Hände voll zu tun. Gartenarbeit im großen Stile. Zwei volle Traktorladungen kamen zum Häckselplatz. Nun ist so mancher Baum und Busch ausgedünnt, bekommt wieder Luft und Licht.
Es tut einem fast ein wenig weh, Äste abzusägen. Und doch tut es dem Gesamten gut.
Genau in diese Gartenaufräumaktion hinein gab es Kommunikation per mail mit Hunde-Menschen. Eigentlich wollte ich ja gerne weiterhin beim Forum von Pro Kromfohrländer dabei sein und gleichzeitig Mitglied im Verein rauhaariger Kromfohrländer sein.
Zunächst sah es auch so aus, als könnte das klappen. Doch war da aktuell eine Situation die mir zeigte, dass ich wohl zu sehr „zwischen die Stühle“ gerate. Eine unbequeme Position, wie ich finde.
Ich möchte meine Zeit nicht unnötig mit Konfliktbewältigung füllen. Und so habe ich beim Äste absägen gedacht, dass ich auch in meinem Leben für gutes Gedeihen sorgen möchte.
Ich trenne mich von einem „Ast“und bin beim Forum von Pro Kromfohr-länder nun nicht mehr dabei.
Es hat mir aber immer viel Freude gemacht dort zu lesen und zu schreiben.
Doch warum heißt dieser Beitrag in der Überschrift Antibiotikum?
Leider entdeckte ich gestern am späten Nachmittag, dass bei Mila Blut im Urin ist. Ich war beim Notfalltierarzt. Der untersuchte die Blase per Ultraschall. Ein Tumor oder ein Harnstein kann zum Glück ausgeschlossen werden. Er konnte aber definitiv eine heftige Blasenentzündung sehen (obwohl bei der angelegten Urinkultur vom Donnerstag keine Bakterien zu sehen waren). Mila braucht die nächsten Tage nun doch Antibiotikum und ich hoffe sehr, dass wir es damit nun in den Griff bekommen.
Es geht ihr ansonsten gut. Aber natürlich müssen wir sie nun etwas schonen.
Mila braucht nun Ruhe und Schonung.
Unsere hübsche Mila war gestern aber sehr anständig beim fremden Tierarzt und hat sich prima mit dem Ultraschallgerät untersuchen lassen. Blase und Niere sind organisch gesund. Nun muss die böse Blasenentzündung heilen.
Da tun einem am Abend alle Muskeln weh. Sägen, ziehen, zerren, aufladen…
Zwei solche Anhänger voll Schnitt wurden weggefahren. Bauer Habel ist geprüfter „Obstbaumschneider“ und weiss was weg darf.
Warmduscher
Die letzten heißen Sommertage liegen hinter uns. In der Hitze neigt man dazu, auch mal etwas kälter zu duschen. Diese Woche wagte ich es, Mila an einem warmen Tag mit dem Gartenschlauch abzuspritzen, denn sie hatte sich mal wieder in etwas Ekligem gewälzt. Auch ihr „Hinterteil“ habe ich abgeduscht. Das war ein Fehler. Mila bekam prompt eine Blasenreizung. Beim TA wurde der Urin untersucht und eine Kultur angelegt. Die gute Nachricht: Im Urin befanden sich (noch) keine Bakterien, Antibiotikum muss somit nicht sein.
Mila bekommt nun für 5 Tage Melosus – das wirkt entzündungshemmend.
Heute geht es Mila auch schon wieder viel besser – der Drang, ständig pinkeln zu müssen, ist weg 😉
Den Urin aufzufangen war bei Mila gar kein Problem. Angstfrei und mutig pinkelte sie in die Kelle.
Und weil sie alles so toll mitgemacht hat gab es zur Belohnung ein tolles Leckerlie und ein neues schokofarbenes Halsband.
Nun gut, über das Halsband freue ich mich wohl mehr als Mila. Ihr ist es wohl ziemlich egal welche Farbe ihr Halsband hat. Hauptsache bequem und ohne störenden Schnick-Schnack.
In dieser Hinsicht ähneln sich übrigens Hund und Besitzerin, denn auch ich liebe bequeme, praktische Klamotten. Und auch ich bin eine Warmduscherin – so wie meine Mila.
Der Tierarzt meinte übrigens, dass Hunde normalerweise nicht gleich mit einer Blasenreizung reagieren, wenn die mal kalt geduscht werden. ABER Mila sei halt kein normaler Hund 😉
Ohne Probleme pinkelt Mila in die Kelle.
Von der Kelle in das Glas. Beides wurde übrigens vorher ausgekocht, um es steril zu haben.
Mila mit ihrem neuen schokofarbenen Halsband. Nicht für jeden Hund ist so ein dünnes leichtes Halsband geeignet, denn wenn Hunde stark an der Leine ziehen schnürt dieses Halsband zu sehr in die Kehle. Mila zieht aber nicht an der Leine 😉
Heute geht es Mila schon wieder viel besser 😉
Summ, summ, summ…
… Bienchen summ herum.
Nein, ein Biene war es nicht. Es war eine Wespe, die heute morgen in Milas Pfote stach. Das ist aber auch gemein!
Mila war sehr verunsichert und setzte die Pfote nicht mehr ab. Sie streckte die Pfote so weit von sich, wie nur möglich. Dabei schaute sie mich hilflos an.
Zuerst wurde die Pfote im Wasser gekühlt, dann habe ich eine Salbe aufgetragen. Damit Mila diese nicht wegschleckt, musste eine Socke angezogen werden.
Unglaublich, wie traurig die arme Mila schauen kann. 🙁
Nach einer Weile konnte die Socke aber wieder weg und Mila ging es auch bald schon wieder gut 😉
Mila mit Socke. Da muss sich die arme Mila ganz feste in die Ecke des Sofas drücken und ganz traurig schauen. Wir haben Mitleid. Zum Glück ist der Schmerz aber bald wieder vorbei.
Und so hat Mila wieder genügend Elan um für ein weiteres Foto zu posieren: Mila und die neu erworbene Hundezeitschrift!
In dem aktuellen Magazin „Der Hund“ ist ein Portrait vom reinrassigen Kromfohrländer bzw vom Einkreuzprojekt von Pro Kromfohrländer veröffentlicht.
An einigen Stellen sah ich beim Lesen meine reinrassige Alma vor Augen. Die rassetypischen Beschreibungen kamen mir sehr bekannt vor.
Bjarne
Heute konnte ich die neue Rubrik LINKS mit der wunderschönen Erinnerungshomepage von „Papa Bjarne“ erweitern.
Milas Papa ist Ende Dezember 2018 in den Hundehimmel gereist.
Acht Jahre lang hatte er ein großartiges Hundeleben, wie man auf seiner Homepage sehen kann.

Papa Bjarne – unvergessen.

Töchterlein Mila – den lieben Blick hat sie von ihrem Papa geerbt.













