Hoch die Hände – Wochenende!
Mila genießt es immer sehr, wenn am Wochenende mein Mann und ich mit ihr gemeinsam einen Spaziergang machen. So wie heute…
Auf dem Waldparkplatz steht ein Auto als wir dort ankommen. Zwei Leute steigen gemütlich aus und ich sehe, sie haben Hunde im Auto.
Zuvorkommend bleiben wir im Auto sitzen und warten, bis sich das Ehepaar mit ihren zwei Australien Shepherd Hunden auf den Weg machen.
Denn auch wenn sich viele Hunde miteinander gut vertragen, so ist die Tatsache diese, dass sich viele Hunde eben auch NICHT vertragen.
Stress am Parkplatz muss nicht sein. Also warten wir geduldig.
Mir fällt auf, wie unwirsch der Mann seine Hunde aus dem Auto nimmt und mit seinem „stauchenden“ Bein den helleren Hund antreibt, damit dieser nicht schnüffelt sondern vorangeht.
„Ts, ts, ts“, denke ich. Ist zwar nett, dass er mit seinen Hunden rasch los möchte – und uns womöglich nicht länger im Auto warten lassen möchte, aber das war schon unsanft.
Wir warten lieber noch ein bisschen – und als das Viergespann in einiger Entfernung ist, laufen wir hintendrein. Ich sehe, dass der hellere Hund eine kurze Leine hinter sich herzieht, der dunkle Hund leinenlos mitläuft und denke, diese Hund werden sicherlich gut hören, sonst wären sie ja nicht frei.
Und dann?
Dann hatten uns die zwei Hunde trotz Entfernung wahrgenommen. Der Mann griff die kurze Leine des helleren Hundes. Doch der schwarze Hund rannte zielstrebig auf uns zu. Er wurde mehrfach zurückgerufen, doch er stoppte nicht.
Nun muss man an dieser Stelle wissen, dass meiner Freundin vor Jahren etwas Dramatisches passierte. Drei große fremde Hund kamen im Wald um die Kurve, hörten nicht auf die Rückrufe der Besitzer und einer der Hunde attackierte ihren kleinen Hund aus dem Nichts heraus so schwer, dass er trotz raschem Tierarztbesuch verstarb.
Es mag sein, dieser Hund wäre absolut harmlos gewesen – aber woher kann man es wissen? Ich weiss nur, dass Mila es gar nicht cool findet, wenn ein fremder Hund so auf sie zurennt.
Der Hund kam immer näher. Mein Mann (zum Glück groß und stark in der Statur) stellte sich dem Hund in den Weg. Ich nahm Mila auf den Arm, drehte mich um und entfernte mich langsam und ohne Hektik in die andere Richtung.
Mein Mann machte seine Sache sehr gut!! Er ließ den Hund nicht an sich vorbei.
Die Frau rief etwas in unsere Richtung.
Angebracht wäre es ja gewesen, weiterhin den Hund zurückzurufen und uns eine Entschuldigung zuzurufen.
Entschuldigung? Aber nein! Die Frau geifte: „Nicht den Hund auf den Arm nehmen!!! Seit wann haben Sie den Hund. Seit zwei Tagen??!“
Ts, ts, ts, da kann ich echt nur den Kopf schütteln.
Ja, liebe Hundeleute und Mila-Blog-Leser, nun stellt sich die Frage, ob es schlau ist, seinen Hund in solch einer Situation auf den Arm zu nehmen?
Dazu gibt es sicherlich viele konträre Meinungen.
Meine Meinung ist: Ich bin für meinen Hund verantwortlich und es ist meine Aufgabe ihn zu schützen.
Die Aussage: „Das machen die schon untereinander aus“ ist nicht nur albern und dumm, sondern vor allem hochgefährlich.
Ein KI-Foto aus dem Internet. Was tun, wenn so ein Hund nicht auf den Rückruf hört und immer näher kommt? Will er wirklich nur spielen?!