Ausprobieren

Kennst du das auch? Man ist auf der Suche nach einer neuen Hose. Die Verkäuferin meint, man müsse die Hose anziehen um zu sehen ob sie sitzt. Selber hat man Zweifel, denn auf dem Bügel gefällt einem die Hose schon nicht. Man zieht sie an und stellt überrascht fest, dass sie doch ganz gut aussieht.
Oder man ist auf dem Multi-Kulti-Fest und würde normalerweise keine dieser unbekannten Speisen essen. Sieht irgendwie fremd und merkwürdig aus. Doch beim Probieren stellt man überrascht fest, es schmeckt richtig lecker!
Ich weiss nicht, wie viele Bücher ich gut fände, würde ich sie denn lesen. Doch ich lasse viele Bücher links liegen, denn ihr Einband macht mich nicht an, die Inhaltsangabe gefällt mir nicht.
Neulich traf ich in der Buchhandlung eine Dorfmitbewohnerin. Sie ist eine treue Mila-Blog-Leserin. Sie meinte, dass sie das Buch von Dörte Hansen „Mittagsstunde“ auch so schön fand und sie sich freute, als ich es in Milas Blog vorstellte. Ob ich denn das Buch von Mariana Leky „Was man von hier aus sehen kann“ kennen würde? Das hätte ihr auch so gut gefallen.
Da die Novemberabende nun früh dunkel werden, konnte ich ein neues Buch für die Abendstunden gut gebrauchen. Ich gebe zu: Die Inhaltsangabe dieses Buches fand ich skuril. Die Gestaltung des Einbandes lockte mich nicht. Aber ich vertraute auf den Tipp dieser Bekannten und kaufte mir das Buch. Nach nur zwei Abenden hatte ich das Buch gelesen. Ein schönes Buch! Zum Glück habe ich es „ausprobiert“, „geschmeckt“, gelesen.
Und um was geht es bei diesem Buch? Das lässt sich schwer erzählen, denn Beschreibungen werden dem Buch irgendwie nicht gerecht.
Kennst du das Buch „Die Kinder aus Bullerbü“? Um was geht es dort? Um die Geschichte von Kindern die in Bullerbü leben. Ist das nicht langweilig? Nein, weil man sich beim Lesen anfreundet mit Lasse, Bosse, Inga und Britta…, weil man gerne dabei ist in Bullerbü.
Und vielleicht ist es mit diesem Buch ganz ähnlich. Man lebt mit, mit Selma und Luise, mit dem Optiker und dem Hund Alaska. Man lebt mit ihnen, sie werden einem sehr vertraut. Man lacht mit ihnen und man weint mit ihnen. Nicht mehr und nicht weniger. Es ein komisches Gefühl, wenn die letzte Seite gelesen ist. Wenn man das Buch zur Seite legt und nicht mehr dabei ist, in dem beschaulichen Dorf im Westerwald.
Danke für den guten Tipp, liebe U….

Was man an dunklen Novemberabenden auch machen kann: Stricken. Und so strickte ich mir unlängst einen Schal. Nachdem ich viele Jahre nicht mehr gestrickt habe und sowieso nur ganz einfache Dinge stricken kann, war es richtig entspannend, mal wieder die Nadeln klappern zu hören.

Der Novembermorgen ist aber auch schön. Trotz nasskaltem Wetter draussen zu sein, mit Mila. Mir gefällt das. Heute hatte ich den Foto dabei und kann somit nun den Blog mit ein paar neuen Fotos „füttern“.
Allen Lesern wünsche ich eine gute Novemberzeit. Und falls ihr das Buch von Mariana Leky lest, so grüßt doch bitte den großen alten Alaska von mir.
Ein gutes Buch, eine Tasse heisser Tee und Kerzenschein. So machen Novemberabende Spaß. Hier ist auch mein selbstgestrickter Schal zu sehen 😉

Aber auch der Novembermorgen kann so friedlich sein. Ob hier unsere Schäferin Anna die Zäune gesteckt hat?

So eine Farbenpracht!

Doch so langsam verabschiedet sich der Herbst. Der kahle Winter hält Einzug.

Für Mila kein Problem. Sie mag den Schnee. Mal sehen, wann er uns in diesem Jahr das erste Mal überrascht.

Monatsfoto Oktober

Viel Regen war für heute angesagt. Doch manchmal stimmt sie einfach nicht, die Wettervorhersage. Kein Regen, sondern viel Sonne hatten wir heute, am letzten Tag im Oktober.
„Habe ich da hinten etwa das Eichhörnchen entdeckt?“, fragt sich Mila.
Kurz noch still halten für das Foto – dann wird nachgeschaut.

Monatsfoto im Oktober  

Smile – Smila – Mila

Am 31. Oktober ist es wieder so weit: Gespenster, Zombies und Vampire sind los. Halloween, ein süß-schauriger Brauch.
Ob so ein Brauch sinnvoll ist und wirklich gebraucht wird, das kann sich jeder selber beantworten.
In unserer Hundeschule lernten unsere Hunde beim Trick-Training ihre Schnauze durch eine Öffnung zu stecken. Wie schön, dass uns dabei keine hässliche Fratze anschaute, sondern ein lachendes Gesicht.
Freundlichkeit hilft unserer Schöpfung weit mehr als kalte Fratzen.
Wer kennt die Schnauze dieses Hundes?

Mila, bist du das???

Die IGRK nimmt Abschied

Die Interessengemeinschaft rauhaariger Kromfohrländer (IGRK) wurde 2004 von engagierten Züchtern gegründet, um ein durchdachtes Einkreuzprojekt für die Rasse der Kromfohrländer zu starten. 2019 endet nun die Ära der IGRK, weil für die leitenden Funktionen keine Nachfolger gefunden werden konnten. Am 12. Oktober wird es beim IGRK-Tag im Schwarzwald eine würdige, abwechslungsreiche und trotz Wehmut auch fröhliche Abschiedsfeier geben.
Dort kann man auch den neuen (immerwährenden) Kalender erwerben, der zum Abschluss besonders voll gespickt ist mit herrlichen Bildern der Kromi-Mixe aus all den Jahren der IGRK.
Diesen Kalender kann man auch bei Ines Köllhofer bestellen.

Ich habe in diesem Jahr andere Termine und kann somit nicht beim Abschiedsfest der IGRK mit dabei sein.
Mila und ich wünschen aber allen Teilnehmern mit ihren Hunden einen unvergesslich schönen Tag.
Ein dickes Dankeschön an alle Mitglieder, die sich über viele Jahre in der IGRK engagiert haben.
Unsere Familie ist sehr dankbar über unsere Mila aus der Cookie-Box.

Seit wir Mila haben (Januar 2016) hatte ich von Beginn an Kontakte zu verschiedenen Kromfohrländerbesitzern, egal ob IGRK, Pro Kromfohrländer oder Verein rauhaariger Kromfohrländer. Aus manchen mail-Kontakten haben sich mit den Jahren nette Freundschaften entwickelt. Meine Kontakte zu manchen Leuten aus der IGRK sind in der letzten Zeit verblasst. Aber so ist die Realität. Das Leben ist ein Fluss. Manche Begegnungen sind kurz, manche Beziehungen halten das ganze Leben.

Die IGRK mit der Zuchtleiterin Frau Maria Krahs-Dugger hat in den vergangenen Jahren innerhalb des Einkreuzprojektes viele Erfahrungen gesammelt. Eine wertvolle Sammlung von Daten, Fakten und Wissen rund um die Rasse des Kromfohrländers. Nun geht die Reise weiter ohne die IGRK.
Mögen alle, die sich um die Rasse der Kromfohrländer bemühen, auf ihrem Weg erfolgreich sein.
Eure Iris und Mila

win-win

Eine großartige win-win-Situation hat sich ergeben.
Doch der Reihe nach:
Im Sommer kam uns beim Hundespaziergang unsere 90-jährige Nachbarin mit ihrem 10 Jahre alten Mischlingshund entgegen. Kurz darauf erschien eine weitere Nachbarin mit ihrem Pudel-Welpen. Da sich die Hunde untereinander verstehen, leinten wir alle Hunde ab. Das war ein Fehler!
Der Pudelwelpe motivierte den Mischling zum Spielen. Da dieser normalerweise immer nur an der Leine sehr kurze Strecken mit seiner Seniorin läuft, hüpfte er voller Freude mit – um kurz danach laut aufzujaulen!! Er humpelte nur noch auf drei Beinen! Hoffentlich war da nichts Schlimmes passiert? Doch war es, wie sich Tage später beim Tierarzt herausstellte. Das Kreuzband war gerissen. Und so fuhr die 90 jährige Dame am heißesten Tag in diesem Sommer mit ihrem Benito in eine Tierklinik. Die OP hat gut geklappt. Den Geldbeutel hat es aber ordentlich gebeutelt (eine Summe im vierstelligen Bereich).
Irgendwie hatte ich ein schlechtes Gewissen. Ich konnte nichts dafür, klar. Und es war noch nicht einmal Mila gewesen, die Benito zum Rennen aufgefordert hatte. Aber ich hätte es besser wissen müssen: Ein so unsportlicher Hund darf nicht urplötzlich rennen und toben.
Nun war er also operiert und sollte nun eigentlich Aufbau-Training bekommen: Jeden Tag ein bisschen mehr laufen, damit sich die Muskeln aufbauen können. Dringend sollte er auch abnehmen, denn er war all die Jahre schon übergewichtig, was ihm nun zusätzlich zu schaffen machte. Das große Problem: Die 90-jährige Besitzerin hat Hüftprobleme und kann nur noch eine kurze Pinkelrunde mit Benito laufen. Eine Lösung musste gefunden werden!
Zufall oder nicht? Mich sprach in dieser Zeit eine rüstige 80-jährige Frau an, sie würde meine Mila so toll finden. Und sie hätte so gerne auch einen Hund, das würde ihr Vermieter aber nicht erlauben. Ihr Mann sei verstorben und nun sei sie einsam. Alleine spazieren gehen mache keinen Sinn.
Die Idee lag auf der Hand: Die 90-Jährige und die 80-Jährige zusammen zu bringen. Das habe ich gerne gemacht. Und die Vermittlung gelang 😉
Seit drei Wochen läuft die rüstige Dame täglich mit Benito. Zu Beginn war ich dabei, um ihr Sicherheit zu geben. Doch nun kann sie das prima alleine. Es ist so schön, wie Benito aufblüht. Endlich kann er wieder andere Düfte erschnuppern. Er kommt im Dorf herum, läuft mittlerweile schon eine gute Stunde am Tag. In der kurzen Zeit hat er sogar schon sichtbar abgenommen.
Und wie sich die Hundeausführerin freut!! Wenn ich ihr begegne erzählt sie mir voller Stolz, wie gut Benito auf sie hört. Und sie könne nachts plötzlich wieder schlafen. Die frische Luft und die Bewegung täten ihr auch gut.
Natürlich ist auch die Besitzerin sehr erleichtert: Ihr Benito hat endlich wieder seinen Auslauf.
Eine herrliche win-win-Situation für alle Beteiligten. Das macht mich richtig glücklich.

Mila und Benito im Januar 2017

Monatsfoto September

Es ist wieder so weit: Der 30. September ruft nach dem Monatsfoto.
Im Garten sieht es herbstlich aus. Das Gemüse ist geerntet, die meisten Blumen sind verblüht. Nur die Pfefferminze lässt sich nicht unterkriegen und breitet sich immer weiter aus.
Heute hat Anna Levi zu uns geritten. Er macht nur eine Stunde lang Pause in seinem Paddock, dann geht es schon wieder zurück zum Habelhof.
Ich hoffte, er würde das Unkraut fressen, welches sich zwischen den Pflastersteinen im Paddock dick macht. Über dem Pferdestall steht nämlich ein Walnussbaum. Und der lässt nun Nüsse und Blätter fallen. Ich kehre die Pflastersteine sauber, damit ich die Nüsse besser aufsammeln kann. Beim Kehren stört mich aber das Grünzeug. Und damit ich das nicht von Hand alles rauspflücken muss, dachte ich, Levi würde das mal kurz abgrasen. So richtig lecker findet er es nicht. Da nascht er lieber die Haselnussblätter vom Strauch.
Lina, unsere Schildkröte genießt die Sonnenstrahlen. Noch ca. zwei Wochen, dann geht es für sie wieder in ihre Kiste, um Winterschlaf zu halten.

Monatsfoto im September

Levi ist mal kurz da. Er soll das Gras aus den Fugen fressen, damit ich es nicht von Hand rauszupfen muss.

So richtig lecker findet er es nicht. Schade.

Lieber frisst er die frischen Haselnussblätter.

Lina tankt Sonnenstrahlen. Mitte Oktober geht es in die Kiste um Winterschlaf zu halten.

Der Sturm letzte Nacht hat die Nüsse abgeworfen. Heute sammelte ich über eine Stunde lang die Walnüsse ein. Der Herbst ist da!

Heute habe ich der Polizei geholfen

Gestern hat die Wellensittich-Geschichte ihr gutes Ende gefunden, heute gab es schon das nächste Abenteuer!!
Ich komme mit dem Blogschreiben ja kaum nach 😉

Was war heute passiert? Beim Ausreiten bemerkte ich in der Ferne eine Frau, die auf einem Feldweg in seltsamer Weise auf und ab schritt. Suchte sie etwas? Irgendwie sah die Frau wie eine Polizistin aus…
Ich ritt meines Weges. Doch als ich nach Hause ritt, sah ich diese Frau wieder. Und nun sah ich auch das Polizeiauto. Ein Polizist war auch dabei.
Die Polizistin lief mir entgegen. Ui – was war denn da passiert? Hier gab es doch nur Felder und Wiesen.
Und dann sah ich noch etwas: Einen großen Schäferhundmischling vor dem man sich fürchten konnte. Groß, breit, dicker Schädel.
Die Polizistin klärte mich auf. Diese schwarz-braune Hündin sei von einigen Leuten an verschiedenen Orten als streunender Hund gesehen worden. Nun waren sie beauftragt, die Hündin einzufangen. Doch die Hündin sei sehr schreckhaft und ängstlich. Es würde ihnen nicht gelingen, die Hündin anzulocken. Ca. zwei, drei Meter könnten sie sich ihr nähern, mehr ließ die Hündin nicht zu. Sie wirke aber sehr durstig und müde. Sie würden nun schon über eine Stunde versuchen, die Hündin einzufangen.
Ob ich eine Idee hätte??
„Es gibt mehrere Möglichkeiten“, meinte ich. „Vielleicht flüchtet die Hündin wenn sie das Pferd sieht. Vielleicht bleibt sie auch da – aber lässt sich auch von mir nicht anfassen. Oder sie findet meine Mila interessant und attackiert sie (das wäre ganz schlecht)! Im besten Fall findet sie Mila toll und bekommt durch sie Zutrauen.“

Die Polizistin meinte, sie wäre mir sehr dankbar, wenn ich mein Glück versuchen würde.
Ok, sagte ich – und übernahm mal kurz das Kommando: „Sie beide bleiben nun erst mal im Hintergrund. Mit Ihnen hat die Hündin nun eine Stunde lang keine so guten Erfahrungen gemacht. Ich gehe mit Mila alleine Richtung Hündin, Sie passen solange bitte auf mein Pferdle auf“.
Die Hündin stand verängstigt auf dem Acker. Sie sah Mila und wurde sofort neugierig. Sie machte einen wachen aber keinen drohenden Eindruck. Zum Glück hatte ich vor wenigen Monaten erst den Hundeführerschein gemacht. Da lernte man ganz gut, die Hunde in ihrer Haltung zu lesen. Ich erlaubte Mila zur Hündin zu gehen. Beide umkreisten sich, schnupperten sich ab. Mila zeigte Dominanz an, das macht sie gerne bei großen Hunden, um gleich mal zu sagen: Halt dich bloss zurück! Die Hündin zeigte Unterwerfungsgesten. Sehr gut! Zwischen den beiden würde es nicht knallen. Ich wäre mit meiner Gerte sofort dazwischen gegangen. Dieses „Risiko“ habe ich ja sonst auch (also dass ich nicht genau weiss ob sich Mila mit einem fremden Hund versteht oder nicht). Ich gehe deshalb aber nicht jedem Hund konsequent aus dem Weg, sondern beobachte die Hunde in ihrer Haltung genau.
Der erste Schritt war schon mal super. Die Hündin war aufgeschlossen und rannte nicht davon! Nun rief ich Mila zu mir und die Hündin lief tatsächlich auch in meine Richtung. Sie war nur noch einen Meter entfernt. Ich liess Mila wieder zurück zur Hündin, rief Mila dann wieder zu mir, schickte sie wieder zu Hündin… – und jedes mal kam die Hündin ein Stück näher mit zu mir. Ich lockte mit meiner freundlichsten Stimme, setzte mich auf den Boden und wartete, bis beide Hunde ganz nah bei mir waren. Ich streichelte Mila und – so ganz nebenbei – streichelte ich die Hündin. Ganz langsam steckte ich einen Finger ins Halsband, dann zwei, drei und umfasste es schliesslich. Als die Hündin merkte, dass ich sie festhielt bekam sie kurz Panik und ich war innerlich drauf gefasst, dass sie nun auch beissen könnte. Hat sie aber nicht gemacht. Ich streichelte sie weiter, war freundlich mit der Stimme und schaute ihr nicht in die Augen. Nun war eher das Problem, dass Mila eifersüchtig wurde und nun versuchte, die Hündin zu verscheuchen.
Mila dachte womöglich, jetzt ist der Tirilli endlich weg, da kommt mir nicht dieser riesige Hund mit ins Haus 😉
Mila hörte auf mein „Nein!“ und liess die Hündin in Ruhe. Und da stand ich nun ganz stolz und rief zum Polizei-Duo: Jetzt kann einer kommen mit dem Seil. Wir schauten, ob die Hündin am Halsband irgendwelche Daten hat, dem war aber nicht so. Die Polizistin fragte unsicher: „Und wenn die Hündin nun nicht in unser Auto einsteigt?“
Ich meinte: „Klar steigt die da ein“. Ich führte die Hündin locker zum Polizeiauto, öffnete die Tür, sagte „Hopp“ und schon war die Hündin auf der Rückbank des Autos. Ich sagte „Sitz“ (mit Sichtzeichen) und schon sass die Hündin auf der Rückbank. Die Polizistin war sehr beeindruckt 😉
Der Polizist stand noch immer bei meinem Pferdle und hielt es fest. Ich sah ihm an, dass er froh ist, wenn ich mein Pferd wieder selber übernehme.
„Wir haben nun über eine Stunde versucht, den Hund mit dem Seil wie mit einem Lasso einzufangen. Bei Ihnen sah das alles nun so einfach aus!“sagte die Polizistin.
„Erfahrung und Hundeschule“, antwortete ich cool.
Die Hündin wurde zum Tierheim gefahren. Nun hoffe ich, dass sich auch hier rasch der Besitzer findet. Wie diese Geschichte ausgeht werde ich wohl nie erfahren.

Happy end

Karli ist wieder zu Hause. Karli, der Wellensittich!
Heute kam der erwartete Anruf der Besitzer. Im Amtsblatt hatten sie von unserem „Fund“ gelesen.
Karli wohnt auch in Michelbach, er flog also gar nicht so weit. Er konnte entfliegen, weil seine Besitzer den Käfig bei schönem Wetter auf die Terrasse gestellt hatten. Sie wollten Futter ins Käfig tun und beim Türchen öffnen war der freche Karli auch schon weg.
Was mich sehr beruhigt und freut: Karli hat eine Wellensittich-Freundin. Er lebt also nicht alleine. Sehr gut!
Beide Vögel gehören einem 1o-jährigen Jungen. Ach, was war der glücklich, als er seinen Karli gesund und munter wieder mit nach Hause nehmen konnte.
Tatsächlich gab es auch noch einen zweiten Anruf: Eine Familie vermisst ihren blau-gelben Wellensittich. Als ich sagte, unser Fund sei nicht blau-gelb gab es lautes Weinen des Kindes im Hintergrund. Der arme Vogel Luki. Ob Luki auch von jemandem gefunden wurde und versorgt wird? Man möchte es hoffen.
Jetzt gibt es zumindest bei uns kein Gezwitscher und Tirilli mehr im Haus. Doch im Garten zwitschern die Vögel weiter…

Jetzt ist meine Hundewelt wieder in Ordnung. Kein Tirilli mehr. Der Karli konnte ganz schön laut zwitschern!

Ohne Namen

Es gibt Neues zu berichten vom Tirilli.
Über die Ringnummer konnten wir über die Ringnummerzentrale in Wiesbaden herausfinden wer unseren Fund, den Wellensittich, gezüchtet hat. Es ist eine Familie aus dem Nachbarort.
Diese Vogelzüchter konnten uns nicht sagen, wem sie diesen Vogel verkauft hatten, weil sie da nicht Buch drüber führen (viele Züchter notieren sich zur Ringnummer auch den neuen Besitzer). Sie würden oft Wellensittiche an Interessenten aus Michelbach verkaufen.
Nun warten wir ab, ob der Besitzer sich meldet wenn am Wochenende in unserem Amtsblatt etwas über Tirilli steht.
Wenn sich niemand meldet, so ist der Züchter bereit, den Wellensittich zurück zu nehmen. Das würden wir gut finden, denn dort lebt er dann artgerecht in Gesellschaft mit anderen Vögeln in einer schönen sehr großen Voliere. Hoffen wir, dass der Besitzer – sollte er sich melden – ihm auch ein so schönes Vogelleben beschert.
Fazit: Unser blauer Freund bekommt von uns keinen Namen, weil er uns in ein paar Tagen wieder verlässt. Wobei, Tirilli klingt doch ganz nett 😉

Tirilli

Gestern Abend kam mein Mann ganz aufgeregt nach Hause. Ich solle mal schnell in den Garten kommen. Er hatte auf Nachbars Zaun einen erschöpften Wellensittich gesehen. Der Vogel ließ sich gut einfangen und nun sass er in einer kleinen Pappkiste.
Vor dreißig Jahren hatte ich mal zwei Wellensittiche, aber den Käfig gibt es nicht mehr. Wohin nun mit dem blauen Vogel? In dem Karton konnte er keinesfalls die Nacht verbringen.
Mein Mann lief in der Nachbarschaft herum, ob jemand seinen Vogel vermisst? Ich telefonierte und versuchte einen Käfig aufzutreiben. Niemandem gehörte der Vogel, niemand hatte ein Käfig für uns. Ein Papageienkäfig, welchen uns Nachbarn vorbeibrachten, eignete sich nicht. Der Wellensittich hätte sofort rausschlüpfen können.
Ich rief bei meiner Tierarztpraxis an und hatte Glück, dass überhaupt noch jemand da war. Tatsächlich konnte ich dort einen Käfig ausleihen. Futter wurde auch noch rasch gekauft und so konnte unser kleiner blauer Freund die erste Nacht nun sicher im warmen Haus bei uns verbringen.
Heute morgen rief ich gleich beim Rathaus an und meldete unseren Fund.
Bislang hat sich niemand bei mir gemeldet. Ich bin sehr gespannt, ob sich der Besitzer finden wird? Zumindest wird unser Fund am Wochenende nun auch im Amtsblatt stehen.
Im Internet las ich, welche frischen Gartenkräuter ein Wellensittich fressen darf. Zu seinen Körnern legte ich ihm nun gleich mal Ringelblume, Basilikum, etwas Petersilie, Schnittlauch und Löwenzahn. Er frisst und trinkt, das ist ein gutes Zeichen. Überhaupt scheint er an den Menschen gewöhnt zu sein. Und so bin ich mir ziemlich sicher, dass irgendwo ein trauriger Mensch sitzt und seinen Wellensittich vermisst.
Da dieser Blog ja auch von Michelbachern gelesen wird: Vielleicht habt ihr eine Idee, wem der Vogel gehört?
Sollte sich niemand finden, weiss ich schon, dass ich den Vogel behalten würde. Noch hat er keinen Namen bekommen. Namen verbinden so sehr. Einen Namen bekommt er erst, wenn er für immer bleibt.
Ich bin gespannt wie diese Geschichte weitergeht und werde berichten.

Mila versteht die Welt nicht mehr. Was zwitschert und tirilliert da so?  Warum redet das Frauchen soooo lieb mit diesem Tier? Muss man da als Hund eifersüchtig sein? Alles sehr seltsam!

Der Wellensittich frisst und trinkt. Das ist ein gutes Zeichen. Wir lassen ihm viel Ruhe, vor allem darf Mila nicht ständig so nah zu ihm, damit er nicht so viel Stress hat. Heute lasse ich das Radio etwas dudeln, das gefällt ihm anscheinend, denn er zwitschert lauthals mit.

Mal sehen, ob sich der Besitzer findet? Wer diesen hübschen Vogel kennt oder vermisst, bitte melden.

Heute kann ich nicht gelassen sein…

„Der gelassene Hund“ heißt ein neues Buch, welches ich im Urlaub las. Gülay Ücüncü zeigt auf, welch vielerlei Wünsche der Hund heutzutage erfüllen soll. Seelentröster, Sportprofi, Kinderersatz oder Lifestyleobjekt um nur manches zu nennen.
Nun las ich aktuell in einer homepage einer Kromfohrländer-besitzerin, dass sie als Heilpraktikerin und Therapeutin ein neues Konzept entwickelt hat: Im „Gespräch“ mit ihrem Hund erfahren die Hundebesitzer in der therapeutischen Stunde über sich und ihre tiefste Seele. Denn ihr Hund kann alles spiegeln und in der Therapie wiedergeben. Aha…
In diesem Fall bekommt der Hund also eine weitere sehr verantwortungsvolle Aufgabe: Er ist Co-Therapeut und zeigt an, wo Weg und Ziel seines Menschen liegen.
Ich gebe zu, mich bringt dieses Konzept zum Nachdenken.

Noch viel mehr wundere ich mich aber, dass diese Therapeutin und Heilpraktikerin im nächsten Jahr zeitgleich mit ihren beiden Hündinnen einen Wurf plant. Das Erschreckende daran: Eine der Hündinnen ist dann schon fast 9 Jahre alt. Ich meine, das ist doch schon sehr alt.
Wenn heutzutage (prominente) Frauen meinen, sie müssten mit 50 Mutter werden ist das ihre Sache. Die Frauen können selbst entscheiden.
Die Hunde nicht. Sie müssen darauf vertrauen, dass man das Richtige mit ihnen tut. Und eine so alte Hündin, die schon zwei Würfe in ihrem Leben aufgezogen hat, hat schlichtweg Ruhe verdient.
Es wundert mich, dass eine Heilpraktikerin das nicht weiss? Sieht sie vor lauter Therapie, Globuli, Kräuter und Tee die Realität nicht mehr?

Das Buch vom gelassenen Hund kommt mir wieder in den Sinn. Ein zufriedener Hund ist meist auch ein gelassener Hund. Zufrieden ist der Hund, wenn er Hund sein darf. HUND – und nicht Projektionsfläche für menschliche Wünsche.
Manchmal verrennen wir Menschen uns mit unseren Wünschen. Klar, Welpen sind „süüüüß“ (und ehrlicherweise muss man sagen, sie bringen auch meist Geld). Doch nicht alle Hunde haben die stimmigen Voraussetzungen für eine Zucht.
Gerade die „Züchter“ die keinem Verein angehören, basteln sich gerne ihre eigenen Wahrheiten zurecht.

Das musste ich hier mal so offen und ehrlich niederschreiben. Damit ich meine Gelassenheit wieder finde.

Mila in Holland 2019 mit FILM

Der erste Urlaub, seit unsere Drillinge auf der Welt sind, ohne Kinder.
Nur mein Mann Hartmut, ich und natürlich Mila, unsere Kromi-Mix-Dame.
Es war anders. Aber sehr schön.
Wie in den vergangenen Jahren, waren wir wieder in Holland, im Gebiet Zeeland, in Vrouwenpolder.
Einen kleinen Urlaubsfilm gibt es auch wieder. Nur Mila und ich sind zu sehen (nicht jeder möchte im Internet seinen Auftritt haben 😉
Gefilmt haben wir in diesem Jahr nicht, nur Fotos haben wir gemacht. Und einige dieser Fotos sind nun in dem Filmchen zu sehen.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Zuschauen!
Eure Iris und Mila

Monatsfoto August

Auch von Holland aus kann ich an Milas Blog arbeiten. Und so gibt es heute das Monatsfoto für den August, vorsorglich schon vor der Abfahrt nach Holland aufgenommen 😉
Mitte September gibt es dann natürlich wieder einen neuen „Mila-Holland-Urlaubsfilm“ hier im Blog zu sehen.
Monatsfoto im August – Mila beim Gurkenbeet

Einfach schön, so ein Gärtchen, zum sich freuen und ernten.

Pfefferminze und Brennnessel – dieses mal habe ich die Teeblätter richtig getrocknet.

Holland ist super! Mila lässt sich brav fotografieren, für den Mila-Holland-Film, den es ab Mitte September hier im Blog zu sehen gibt.

Kuddel

Kuddel ist ein Bruder von Mila. Neulich war Kuddel beim Hundefriseur. Schaut mal unten: So einen hübschen Bruder hat Mila! Die beiden sehen sich ziemlich ähnlich, vor allem wenn Kuddel getrimmt ist (also frisch vom Friseur kommt). Nicht nur optisch sind sich die beiden ähnlich: Sie verbindet auch die Liebe, Katzen und Hasen nachzurennen. Bei beiden müssen regelmässig vom TA die Analdrüsen entleert werden, sie haben beide Raubtierkrallen, die häufig gekürzt werden müssen. Beide mögen das Wasser nur bis zum Bauch – aber auf keinen Fall wollen sie schwimmen.
Beide sind sehr sportlich, fröhlich, manchmal etwas dickköpfig. Sie fressen brav und gerne ihr Futter. Großartige Hunde eben!!
Schön, dass wir mit einigen von Milas Brüdern nach wie vor im Kontakt sind. So erfährt man, wo die Ähnlichkeiten aber auch die Unterschiede bei den Hundegeschwistern sind. Das ist immer wieder interessant, auch wenn unsere Hunde im November schon 4 Jahre alt werden. Kuddel, ein Bruder von Mila. Links vor dem Trimmen, rechts danach.

Schwimmen ist nichts für Mila. Auch ihr Bruder Kuddel mag das nicht.
Mila in der Blumenwiese. Noch ist Sommer, doch die Gräser und Blumen werden langsam herbstlich.

Denkwürdiger Tag

Heute ist für uns Langs ein denkwürdiger Tag. Heute endete die Kindheit unserer Kinder. Wie das??
Nun, heute kam die Säge zum Einsatz! Das Schaukelgerüst, welches nun viele Jahre treu in unserem Garten stand und ein wundervoller Spielort für unsere Kinder samt ihren Freunden war, dieses Gerüst musste „gehen“.
Die Pfosten total morsch, stand das Gerüst in letzter Zeit nur noch sehr wackelig auf den Beinen. Aber man trennt sich nur ungern von schönen Kindheitserinnerungen. Wie viele Lieder wurden geträllert, beim luftigen Schaukeln im Sommer? Wie oft diente das Gerüst als Manege für Zirkusvorstellungen? Wie herrlich war das leichte Wiegen in der Hängematte? Wie spannend war der Wettbewerb, wer kann höher schaukeln und weiter von der Schaukel springen? Und das soll nun alles vorbei sein?
Ja. Aus Kindern werden Leute.
Nicht nur das Schaukelgerüst kam weg. In den letzten Tagen haben wir auch in den verstaubten „Kämmerchen“ ausgeräumt und aussortiert. Welche Puppe, welches Feuerwehrauto, welches Kinderbuch möchte ich als Erinnerung behalten? Was kann verschenkt werden, was muss zum Müll? So einiges ist angefallen, doch jetzt ist alles wieder übersichtlich, neuer Platz für neue Dinge ist entstanden. Denn – wie neulich hier schon erwähnt: Das Leben gleicht einem Fluss. Man kann die Zeit nicht aufhalten, alles fliesst beständig weiter.
Die Ferien nutzen unsere drei „Großen“ mit verschiedenen Reisen. Jeder reist für sich mit Freunden. Reiseziele sind: Hamburg, Teutoburger Wald, Norwegen, Prag, Florenz und Venedig. Und Hartmut, Mila und ich reisen wieder nach Holland 😉
Rahel wird übrigens mit ihrer Freundin mit dem Fahrrad nach Venedig fahren. Start ist Michelbach. Wow, so sportlich war ich nie, obwohl ich früher auch gerne Sport gemacht habe. Rahel hat ihr Bufdi erfolgreich beendet.
Sie wird erst 2020 mit dem Studium beginnen, so wie auch Jakob und Anna.
Jakob beginnt sein Bufdi im September in einem Museum. Und Anna beginnt ein ökologisches Praktikum bei einem Landschaftspflegehof (Schäferei). Beide können in dieser Zeit noch bei uns wohnen bleiben. So verschwindet zwar die Kindheit, aber unsere „Kinder“ bleiben uns noch ein Weilchen erhalten, was wir sehr schön finden.

Einiges fällt an, wenn man ausmistet!

Der Schaukelplatz: Über viele Jahre ein wundervoller Spielort für unsere kids samt ihren Freunden.

Doch das Holz ist definitiv morsch. Da kann man nichts mehr retten.

So muss die Säge zum Einsatz kommen. Die Zeit vergeht und bringt neue Lebenssituationen.