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Kuddel

Kuddel ist ein Bruder von Mila. Neulich war Kuddel beim Hundefriseur. Schaut mal unten: So einen hübschen Bruder hat Mila! Die beiden sehen sich ziemlich ähnlich, vor allem wenn Kuddel getrimmt ist (also frisch vom Friseur kommt). Nicht nur optisch sind sich die beiden ähnlich: Sie verbindet auch die Liebe, Katzen und Hasen nachzurennen. Bei beiden müssen regelmässig vom TA die Analdrüsen entleert werden, sie haben beide Raubtierkrallen, die häufig gekürzt werden müssen. Beide mögen das Wasser nur bis zum Bauch – aber auf keinen Fall wollen sie schwimmen.
Beide sind sehr sportlich, fröhlich, manchmal etwas dickköpfig. Sie fressen brav und gerne ihr Futter. Großartige Hunde eben!!
Schön, dass wir mit einigen von Milas Brüdern nach wie vor im Kontakt sind. So erfährt man, wo die Ähnlichkeiten aber auch die Unterschiede bei den Hundegeschwistern sind. Das ist immer wieder interessant, auch wenn unsere Hunde im November schon 4 Jahre alt werden. Kuddel, ein Bruder von Mila. Links vor dem Trimmen, rechts danach.

Schwimmen ist nichts für Mila. Auch ihr Bruder Kuddel mag das nicht.
Mila in der Blumenwiese. Noch ist Sommer, doch die Gräser und Blumen werden langsam herbstlich.

Denkwürdiger Tag

Heute ist für uns Langs ein denkwürdiger Tag. Heute endete die Kindheit unserer Kinder. Wie das??
Nun, heute kam die Säge zum Einsatz! Das Schaukelgerüst, welches nun viele Jahre treu in unserem Garten stand und ein wundervoller Spielort für unsere Kinder samt ihren Freunden war, dieses Gerüst musste „gehen“.
Die Pfosten total morsch, stand das Gerüst in letzter Zeit nur noch sehr wackelig auf den Beinen. Aber man trennt sich nur ungern von schönen Kindheitserinnerungen. Wie viele Lieder wurden geträllert, beim luftigen Schaukeln im Sommer? Wie oft diente das Gerüst als Manege für Zirkusvorstellungen? Wie herrlich war das leichte Wiegen in der Hängematte? Wie spannend war der Wettbewerb, wer kann höher schaukeln und weiter von der Schaukel springen? Und das soll nun alles vorbei sein?
Ja. Aus Kindern werden Leute.
Nicht nur das Schaukelgerüst kam weg. In den letzten Tagen haben wir auch in den verstaubten „Kämmerchen“ ausgeräumt und aussortiert. Welche Puppe, welches Feuerwehrauto, welches Kinderbuch möchte ich als Erinnerung behalten? Was kann verschenkt werden, was muss zum Müll? So einiges ist angefallen, doch jetzt ist alles wieder übersichtlich, neuer Platz für neue Dinge ist entstanden. Denn – wie neulich hier schon erwähnt: Das Leben gleicht einem Fluss. Man kann die Zeit nicht aufhalten, alles fliesst beständig weiter.
Die Ferien nutzen unsere drei „Großen“ mit verschiedenen Reisen. Jeder reist für sich mit Freunden. Reiseziele sind: Hamburg, Teutoburger Wald, Norwegen, Prag, Florenz und Venedig. Und Hartmut, Mila und ich reisen wieder nach Holland 😉
Rahel wird übrigens mit ihrer Freundin mit dem Fahrrad nach Venedig fahren. Start ist Michelbach. Wow, so sportlich war ich nie, obwohl ich früher auch gerne Sport gemacht habe. Rahel hat ihr Bufdi erfolgreich beendet.
Sie wird erst 2020 mit dem Studium beginnen, so wie auch Jakob und Anna.
Jakob beginnt sein Bufdi im September in einem Museum. Und Anna beginnt ein ökologisches Praktikum bei einem Landschaftspflegehof (Schäferei). Beide können in dieser Zeit noch bei uns wohnen bleiben. So verschwindet zwar die Kindheit, aber unsere „Kinder“ bleiben uns noch ein Weilchen erhalten, was wir sehr schön finden.

Einiges fällt an, wenn man ausmistet!

Der Schaukelplatz: Über viele Jahre ein wundervoller Spielort für unsere kids samt ihren Freunden.

Doch das Holz ist definitiv morsch. Da kann man nichts mehr retten.

So muss die Säge zum Einsatz kommen. Die Zeit vergeht und bringt neue Lebenssituationen.

Gewonnen

Auch in diesem Jahr besuchten Mila und ich den Kurs „Fun-Agility“ in unserer Hundeschule. An 8 Abenden versuchten sich die Mensch-Hunde-Teams an den unterschiedlichsten Parcours.
Gestern war der letzte Abend und wir starteten einen kleinen Wettbewerb: Welches Team schafft den Parcours am Schnellsten?
Mit dabei waren Cairn-Terrier Berta, eine fröhliche Hündin mit teilweise eigenem Kopf (wie es sich für diese Hunderasse gehört). Gratulation an Berta und ihr Frauchen, sie gewannen den dritten Platz!
„Hahn im Korb“ Rüde Cajo ist ein ganz hübscher Sheltie, der super schnell durch den Parcours fliegt. Gestern war er allerdings ein wenig abgelenkt, weil eine Hündin noch etwas verführerisch gerochen hat. Immerhin: Cajo schaffte Platz 2!
Auch dabei war die junge Beagle-Hündin Tilda, die für ihr Alter alles schon ganz prima mitgemacht hat.
Und die kleine Susi, die über den Tierschutz enorm verängstigt nach Deutschland gekommen ist. Sie hat eine großartige Familie gefunden und hat mittlerweile richtig Freude beim Fun-Agi 😉
Gefehlt hat gestern leider Kromfohrländer-Rüde Neo, der gerne die Hindernisse kommentiert, was uns immer wieder zum Lachen bringt.
Mila, mein kleiner schneller Pfeil, hat den Wettbewerb (zusammen mit mir) gewonnen.
Es hat wieder großen Spaß gemacht und wir hoffen, dass es auch im nächsten Sommer das Fun-Agility in unserer Hundeschule Pfoteplus geben wird.

Manchmal hat Berta ihren eigenen Kopf, wie es sich für einen Cairn-Terrier eben gehört. Doch sie machte super mit und schaffte den dritten Platz.

Sheltie-Rüde Cajo musste mit Leckerlies etwas unterstützt werden, denn eine Hundedame roch noch etwas verführerisch. Doch Cajo und Frauchen sind ein super Team und schafften Platz 2!

So viele neue Eindrücke für die Jüngste in der Gruppe. Beaglehündin Tilda lernt schnell und gerne. Hundetrainerin Sandra hat immer alles gut im Blick und gibt uns die richtigen Hilfestellungen.

Wer hätte das gedacht, dass die kleine Susi mal so glücklich durch die Hindernisse hüpft? Tolle Leistung von Frauchen und Susi!

„Den Tunnel haben wir, was kommt jetzt, Frauchen?“ 
Mila ist meist mit Konzentration und viel Spaß dabei.

So sehen Gewinner aus 😉

Monatsfoto Juli

Eigentlich hatte Mila keine große Lust sich fotografieren zu lassen. Das ist sooo langweilig und es ist sooo heiß und überhaupt… Und so schaute Mila auch ganz gelangweilt in die Kamera. Neee, keine Lust!
Aber da habe ich einen „Trumpf“ 😉 Da muss ich nur das „Reizwort“ sagen und schon ist Mila hellwach und kann plötzlich auch ganz interessiert schauen. Das Reizwort heißt übrigens „Katze“.
Na – und da ist uns doch noch ein nettes Foto gelungen, mit einer wachen Mila. „Katze – wo? Was soll ich machen, wie soll ich schauen?“.
Aufmerksame Mila – Monatsfoto im Juli

Einen schönen Sommer haben wir in diesem Jahr. Viel Sonne aber immer wieder auch den nötigen Regen. So grünt und blüht der Garten.

Rote Rosentupfer im frischen Grün.

Strahlendes Gelb und duftendes Blau leuchten um die Wette.

Herzlich willkommen

Die Armut in Portugal ist groß. Die Wirtschaftskrise beutelt das ganze Land. Diese Not führt zu vielen einsamen Strassenhunden in Portugal. Tierschutzvereine vor Ort versuchen, sich um die Tiere zu kümmern. Regelmässig werden Hunde auch nach Deutschland vermittelt.
Und hier beginnt meine wunderbare Geschichte:
Eine kleine Hündin wurde Anfang 2019 in Portugal geboren. Wieder ein Hund, dessen zukünftiges Leben völlig im Unklaren lag, denn der Start ins Leben war nicht liebevoll von einem Züchter geplant und erwartet worden.
Doch die kleine Hündin hatte Glück: Über den Tierschutz kam sie nach Deutschland zu einer tollen Pflegefamilie.
Und dann stolperte völlig zufällig Ilka über das Foto dieser Hündin und war sofort tief berührt. Das Schicksal nahm seinen Lauf!
Man darf sich fragen, ob nicht Papa Bjarne, der wundervolle Rüde von Ilka und Roland, der im Dezember 2018 über die Regenbogenbrücke gehen musste, ob nicht er seine Pfoten mit im Spiel hatte?
So spannend, turbulent und emotional waren die Ereignisse, bis Lillit tatsächlich bei Ilka und Roland einzog. Lillit hat definitiv das große Los gezogen. Ein Zuhause bei Ilka und Roland! Was kann es Besseres geben? Schon Papa Bjarne hatte ein so großartiges Hundeleben bei den beiden. Vielleicht hat alles so kommen müssen…
Auf jeden Fall freuen auch wir uns riesig für Lillit aber auch für Ilka und Roland, dass die drei sich auf diese wundersame Weise gefunden haben.
Liebe Lillit, wir begrüßen dich auch hier in Milas blog ganz herzlich! Genieße dein Glück und dein Hundeleben. Du bist ein echtes Bjarne-Mädel, obwohl Bjarne gar nicht dein Papa ist. Trotzdem siehst du ihm ähnlicher als teilweise seine echten Nachkommen. Bjarne ist natürlich nicht zu ersetzen, dennoch freuen wir uns, dass du nun neues Leben und viel Freude zu Ilka und Roland bringst.
Und wir finden, du und Mila sehen sich auch ähnlich. Mila könnte deine große Schwester sein 😉
Wer weiss, vielleicht erleben wir dich auch mal live? Ansonsten freuen wir uns über hübsche Fotos von dir – und dürfen hier auch gleich mal welche einstellen:

Das Schicksal meinte es gut mit ihr: Lillit hat ein traumhaftes Zuhause gefunden!

Lillit ist „angekommen“. Sie freut sich ihres Lebens.


Man könnte dich glatt mit dem jungen Bjarne verwechseln, liebe Lillit.

Besonderer Gutschein!

Zu meinem runden Geburtstag vor zwei Jahren bekam ich einen ganz besonderen Gutschein geschenkt: Eine Übernachtung in einem Baumhaus!
Die Wochen und Monate vergingen unverrichteter Dinge – doch ENDLICH haben Hartmut und ich diesen großartigen Gutschein eingelöst. Gestern fuhren wir eine gute halbe Stunde nach Rosenberg zum Baumpalast. Dort stehen zwischen hohen Bäumen 7 charmante Baumhäuser. Jedes Baumhaus bietet Platz für zwei Erwachsene und zwei Kinder. Auch Hunde dürfen mitgebracht werden. Hartmut und ich liessen Kinder und Mila zu Hause. Es sollte ein Kurzurlaub nur für uns beide sein.
Sofort waren wir begeistert von unserem Baumhotel: So liebevoll und gemütlich eingerichtet! Der Rundumblick von der Terrasse! Komfort im Baumhaus und doch mittendrin im Wald. Da kann man die Seele baumeln lassen!
Am späten Nachmittag fuhren wir weiter nach Dinkelsbühl, eine herrliche, kleine Stadt mit einem tollen Theater. Von Schwäbisch Hall sind wir beeindruckendes Theater gewohnt, sind die „große Treppe“ vor St. Michael als Freilichtbühne und auch das neue Globe-Theater im Herzen von Schwäbisch Hall doch sehr berühmt. Doch schon seit Jahren sind wir auch treue Theaterfans in Dinkelsbühl. Und da hat es sich super ergeben, dass sich die Baumhausübernachtung in der Nähe von Dinkelsbühl befand.
Das Musical „Sommer – Sonne – 79“ hat uns mitgerissen. Einzig die gigantische Hitze machte uns zu schaffen. Wobei wir als Zuschauer ja nur auf unseren Plätzen sassen und geniessen durften, während die Darsteller bei 35 Grad über zwei Stunden lang in ihren Kostümen tanzten, sangen, spielten. Beeindruckend!
Gerade als wir gemütlich in unserem Baumbett lagen, kam die ersehnte Abkühlung in Form von Regen und Gewitter. Zum Glück waren Blitz und Donner nicht direkt über uns. Den Regen konnte man nicht nur hören und riechen, sondern auch sehen, denn genau über dem Bett ist ein Dachfenster.
Am nächsten Morgen wurde um 8.00 Uhr ein Frühstückskorb auf unsere Terrasse gestellt. Mittlerweile regnete es nicht mehr und wir konnten schön draussen frühstücken.
Ein Kurzurlaub mit so schönen Eindrücken, dass man echte Erholung hatte.
„Das machen wir auf jeden Fall mal wieder“, ist unser Fazit.
Du hast nun auch Interesse bekommen? Hier gibt es mehr Infos: www.baumpalast.de

Wir übernachten im Baumhaus Nummer 5

Man fühlt sich sofort willkommen – und wie in einer anderen Welt.

Das Baumhaus ist gemütlich eingerichtet und der Mückenschutz an den Fenstern lässt lästige Schnaken und Bremsen draussen bleiben.

Es gibt nicht nur dieses längliche Fenster, sondern auch ein Fenster im Dach. So kann man vom Liegen aus in den Himmel schauen.

Mal schauen, was in dem Frühstückskorb alles drin ist.

Noch ziemlich verschlafen schaue ich aus der Wäsche. Doch das Frühstück war richtig lecker und einfach herrlich auf der Baumterrasse.

Gefahren

Als wäre es nicht genug, dass die afrikanische Jagdzecke Hyalomma durch Zugvögel auch zu uns ins Schwabenländle gebracht wurde! Nein, auch die Eichenprozessionsspinner machen uns zu schaffen. In unseren Wäldern rund um Michelbach fühlen sie sich heimisch, die Raupen, aus denen später ungefährliche Schmetterlinge werden. Doch die Haare der Raupen sind hochgiftig und können beim Menschen heftige allergische Reaktionen auf der Haut auslösen sowie Atemnot verursachen.
Für Hunde ist der Kontakt mit den Brennhaaren auch gefährlich. Vor allem, wenn die Schleimhäute damit in Kontakt kommen. Das passiert z.B. wenn der Hund an seinem Fell schleckt, weil es ihn wegen der Gifthaare dort juckt. Die Schleimhäute können so rasch anschwellen, dass der Hund daran ersticken kann. Manchen Hunden musste man ein Stück der Zunge amputieren, weil sie so geschädigt war, so las ich im Internet.
Unglaublich, was so feine unscheinbar aussehende Haare für schlimme Folgen haben können. Das Problem: Oft sieht man diese Nester zu spät bzw man sieht gar nichts, sondern der Wind bläst einzelne Haare zum Mensch oder Hund – und schon kann die Allergie ausbrechen.
Da in unserer Region in letzter Zeit vermehrt Leute Probleme mit diesen giftigen Haaren hatten, meide ich nun mal lieber diese Waldstücke. Bis Ende Juli muss man besonders aufpassen. Zwar sind die Haare bis zu 10 Jahre lang giftig, das ganze Jahr hindurch. Aber von Mai bis Juli sind die Raupen aktiv, somit verschärft sich in dieser Zeit das Problem.

Da Levi nun wieder beim Pferdehof Habel steht, ist mein Reitgebiet nicht der Wald, sondern Feldwege. Felder sind im Moment sicherer, dachte ich. Dort gibt es keine Giftraupen und viel weniger Zecken.
Doch gestern morgen bekam ich dennoch einen großen Schrecken!
Ich ritt gemütlich vor mich hin auf einem Feldweg. Links und rechts waren Maisfelder. Mila lief wie üblich einige Meter vor mir. Plötzlich taucht ca. 20 Meter vor uns ein riesiges Tier auf. Eine Wildsau!!! Wow, war die groß und imposant. Und hinterher wuselten 6 kleine Frischlinge. Die Bache sah uns sofort. Und mir schoß direkt in den Kopf, was mir mein Försterfreund einschärfte: Halte bloss Abstand zu einer Bache! Wenn die sich bedroht fühlt tut sie alles, um ihre Frischlinge zu schützen. Die rennt alles um und macht alles nieder.
Ich zischte Mila zu, sie solle SOFORT zu mir kommen. Meine größte Sorge: Mila verwechselt die kleinen Schweine mit Feldhasen und meint, sie könne doch mal ein lustiges Hetzspiel mit ihnen veranstalten. Das hätte sehr schlimm für Mila enden können.
Mila hörte auf mich, was war ich froh! Ich wendete Levi und wir ritten langsam von dannen. Die Bache hatte uns noch eine Weile beobachtet, dann schlurfte sie mit ihren Schweinen ins nächste Maisfeld.
Fuchs, Rehe, Hasen, das alles ist für uns schon normal. Das sehen wir häufig in den Maisfeldern. Aber ein Wildschwein in dieser Nähe – das war ein echtes Abenteuer. Da ich keine Lust auf ein Wiedersehen mit der Bache habe stellt sich die Frage: Wo kann ich derzeit gefahrenlos reiten?

Heute habe ich Milas Ohr getrimmt. Die Zeit reichte tatsächlich nur für ein Ohr 😉
Auf den Fotos sieht man es: Ein Ohr hat noch die Zusseln, das andere Ohr ist getrimmt. Da hat man mal schön den direkten Vergleich. Doch bald wird Mila wieder beide Ohren gleich haben…

Familiär gibt es zu berichten, dass nun auch Jakob und Anna ihr Abitur mit tollen Noten zum Abschluss gebracht haben. Bei so einem Abitur-Abend spürt man es deutlich: Das Leben ist ein Fluss!
Die Zeit tickt immer weiter, man wird täglich älter, es gibt kein Aufhalten.
Vor kurzem wurden die Kinder eingeschult, mit großer Freude wurde der erste Schulranzen gekauft. Und jetzt? Jetzt sitzen Jakob und Anna da und sortieren großzügig ihr Schulzeug aus. Enorm viel Altpapier fällt an. Die Schulzeit ist vorbei. Ordner, Bücher, alte Aufschriebe, sie werden wohl nicht mehr gebraucht. Neue Türen werden sich öffnen, neues Wissen wird erworben. Alles fliesst weiter…
Rahel hatte letztes Jahr ihr Abitur gemacht und bald ist bei ihr das Bufdi vorbei. Ein knappes Jahr war sie am Goehte-Institut in Schwäbisch Hall tätig. Und was kommt jetzt?
Es gibt viele Ideen, doch noch ist nicht alles in trockenen Tüchern. Was schon sicher ist: Rahel wird mit einer Freundin im August und September mit dem Fahrrad über die Alpen radeln, nach Italien.
Jakob verbringt einige Tage in Hamburg, später noch in Prag und auch einige Zeit im Tetoburger Wald. Im September beginnt er sein Bufdi im Hällisch Fränkischen Museum.
Annas Reiseziele sind Norwegen, Italien und Holland. Und danach möchte sie ein FÖJ (freies ökologisches Jahr) machen. Wo genau ist noch nicht sicher.

Mila mit zwei unterschiedlichen Ohren. Links mit Zusseln, rechts getrimmt.

Mila ist ein Landei. Von klein auf kennt sie auch Kühe. Deshalb ist so ein Fotomotiv für sie kein Problem.

Und noch ein nettes Foto auf den Baumstämmen. Auch immer wieder ein beliebtes Fotomotiv!

Vorsicht im Maisfeld. Man weiss nie, wer einem da begegnet!!

Monatsfoto Juni

Wir sind in der Mitte des Jahres angekommen. Heute gibt es schon wieder ein neues Monatsfoto. Mila verändert sich nur unwesentlich, der Garten hingegen schon. So langsam wachsen die Gurken. Das freut mich, denn Gurken aus dem eigenen Garten schmecken mir besonders lecker.
Ansonsten sind wir etwas schlapp durch die Hitze. Wobei ich es schön finde, wenn im Sommer die Sonne scheint und man dadurch den Sommer auch richtig spüren kann. Wir haben ja (bisher) das Glück, ständig ausreichend Wasser um uns zu haben.
Was zum Sommer auch dazu gehört: Die vielen Stechmücken im Wald. Da ich mit Mila viel im schattigen Wald unterwegs bin, sehe ich mittlerweile aus wie ein Streuselkuchen, so viele Stiche habe ich. Aber auch das gehört eben mit zum Sommer.
Weil es bei uns in der Gegend enorm viele Zecken gibt, behandle ich Mila mit Expot. Ich weiss, es ist in Hundekreisen sehr umstritten, ob diese Chemiekeule angebracht ist. Viele Hundebesitzer verzichten auf dieses giftige Zeckenschutzmittel. Sie versuchen es mit Schwarzkümmelöl, Kokosöl, Bernsteinketten u.v.m. Bei Mila zumindest nutzten diese Alternativen nichts und somit nehme ich Expot. Es wäre mir lieber, es gäbe eine zuverlässige, gesündere Alternative, aber bislang kenne ich keine. Expot hilft nicht nur gegen Zecken, sondern vernichtet auch Flöhe. In letzter Zeit gab es in Michelbach immer wieder Hunde mit Flöhen. Da bin ich ganz froh, dass sich Mila da nicht „anstecken“ kann.

Mila – das Monatsfoto im Juni

Zur Zeit ist es ganz schön heiß!

Aus fliessenden Gewässern darf Mila ein paar Schlucke trinken, aus stehenden Pfützen aber nicht (Gefahr von Magen-Darm-Infekten).

Trotz vielem Gießen (Wasser von unserer Quelle) sind die Iris in diesem Jahr schnell verblüht – die Hitze war zu stark.

Viel Freude machen mir die Mohnblumen in unserem Garten. Sie sehen aus wie Flamenco-Tänzer.

Wie ist das mit der Garantie?

Heute vor vier Jahren war ein sehr trauriger Tag für uns. Wir mussten uns von Alma verabschieden – für immer.
Alma, unsere geliebte Kromfohrländerhündin, die im Alter von 10 Jahren scheinbar über Nacht unheilbar krank wurde.
Immer wieder fragte ich mich: Hätten wir etwas anders machen sollen?

Irgendwie passt dazu folgende wahre Geschichte. In dem kleinen Haus (Foto siehe unten), einsam am Waldrand gelegen, wohnten vor längerer Zeit zwei Schwestern. Sie pflegten einen gesunden Lebensstil. Immer in Bewegung. Besorgungen wurden zu Fuß oder mit dem Fahrrad unternommen. Gemüse und Obst wurden vom eigenen Garten geerntet. Frische, saubere Waldluft direkt um sich.
Beide Schwestern starben an Krebs, die eine an Magenkrebs, die andere an Lungenkrebs.
Die Geschichte der Schwestern stimmt mich nachdenklich.  Macht es Sinn, auf die Gesundheit zu achten, wenn diese fiesen Krankheiten einfach so vom Himmel fallen? Jeden treffen können, jederzeit?
Ich denke ein gesunder Lebensstil macht Sinn, aber er ist keine Garantie.

Das Haus – so idyllisch gelegen. Doch Idylle ist nicht alles…

Diesen Gedanken transportiere ich auch auf die Hundehaltung und die Hundezucht: Es ist gut, seinem Hund ein gesundes Leben zu ermöglichen. Allerdings wurden meine beiden Mischlings-hunde Maika (geb. 1988) und Sari (geb. 1993) älter als unsere Alma (geb. 2005), obwohl die beiden zu einer Zeit lebten, als die Hundekunde noch längst nicht so differenziert war wie heute. Internet gab es nicht, Hundeschule auch nicht (zumindest nicht in der Nähe unseres Dorfes). Maika und Sari bekamen einfaches Trockenfutter vom Dorfladen, frassen bevorzugt das Katzenfutter unseres Katers (ich wusste lange Zeit nicht, dass dies für Hunde nicht gut ist), dazu die Essensreste vom Mittagstisch. Besonders ungesund: Eine Nachbarin steckte den beiden immer wieder Hustenbonbons zu (wenn meine Mutter mit den Hunden unterwegs war). Unzählige Bonbons wurden von den Hunden zerkaut und gefressen. Dennoch hatten die beiden ein normal langes Hundeleben.
Hundefutter heutzutage? Ein riesiges Thema!  So hochwertig, artgerecht, abwechslungsreich und individuell wie das Hundefutter heute käuflich ist (bzw viele kochen es ja auch selber), da sollten unsere Vierbeiner doch alle gesund sein, meint man. Tatsache: Immer mehr Hunde leiden an Futterallergien. Das passt doch nicht zusammen?!
Die Formel aus der Werbung: Gesundes Futter gleich gesunder Hund – so einfach ist es leider nicht. Dazu ist der Hund zu komplex. Garantie gibt es keine.

Als wir 2005 Alma bekamen, gab es schon viel mehr Hundeliteratur. Ich besuchte eine Hundeschule, im Internet konnte ich einiges über die Rasse des Kromfohrländers lesen. Ich bemühte mich, Alma ein gesundes Hundeleben zu bescheren. Die Autoimmunkrankheit brach dennoch aus. Man kann froh sein, dass Alma zumindest 10 Jahre alt werden durfte.

Mit Mila begann wieder eine neue Ära. Das Netz floriert! In unzähligen homepages von engagierten Kromfohrländer-besitzern, Züchtern und Vereinen konnte ich mir immer mehr Wissen aneignen. Überhaupt das Internet: Einen blog oder eine homepage für seinen Hund zu haben scheint normal zu sein. Manchmal frage ich mich, ist das wirklich normal, oder bin ich schon zu crazy? Nun, wenn ich an meine syrischen Nachbarn denke, für die es schon sehr verwunderlich ist, einen Hund mit im Haus zu haben, für sie ist die Vorstellung, dass ein Hund seinen eigenen blog hat, sicher sehr fremd.
Was wird wohl in 20 Jahren im Zusammensein mit Hunden als normal gelten? Vielleicht sind dann alle Hunde Veganer?…Garantie gibt es keine.

Die drei verschiedenen deutschen Kromfohrländervereine, die es derzeit gibt, sind in höchstem Maße gefordert. Eigentlich bräuchten sie ihre ganze Energie, um die Rasse des Kromfohrländers auch in ferner Zukunft zu erhalten. Doch es menschelt. Bei Ansichten zu Zuchtthemen gehen die Meinungen der Vereine auseinander. Die Fronten sind hart, die Wege unüberbrückbar, die Scherben nicht mehr zu kitten. „Gemeinsam zum Wohle und Erhalt des Kromis“ – scheint aussichtslos. Wird es den Kromfohrländer in 30 Jahren auch noch geben? Wünschen und Hoffen darf man es sich. Vielleicht heißen die Kromis dann Kromfrohländer 😉 Sicher ist: Eine Garantie gibt es nicht.

Heute denke ich an Alma.
Und an alle Hunde, die in den letzten Monaten von uns gingen, angefangen bei Papa Bjarne.
An Hunde, die ich persönlich gar nicht kannte, nie ihr Fell kraulte, aber deren homepage mich faszinierte, deren Geschichten ich liebte die sie dort erzählten.
Ich denke an die Hunde aus meinem Dorf, fast täglich gesehen und plötzlich nicht mehr da.
Sie alle mögen gehalten sein, geborgen an einem Ort der Liebe. Ich persönlich glaube an diesen Ort – mit Garantie.

Alma zuckersüß, 11 Wochen alt.

Alma, geduldige Zuhörerin (ihr wurde viel vorgelesen!)

Alma, immer gerne beim Hollandurlaub dabei.

Zwei die zusammen gehörten. Die Erinnerungen werden blasser, doch ganz verblassen werden sie hoffentlich nie.

Morgenstund hat…

Was tun, wenn es am Tage über 30 Grad heiss wird? Früh aufstehn!
Um 7.00 Uhr beim Pferdestall sein und den goldenen Morgen genießen. Noch sind die Wiesen feucht. Die lästigen Fliegen sind noch schlaftrunken und eine angenehme Kühle schwingt durch die Luft. Doch nicht mehr lange! Bald schon setzt sich die Hitze durch. Und so ist es gut, wenn man um 8.30 Uhr wieder zu Hause ist. Levi stellt sich unter einen Apfelbaum. Mila legt sich lang ausgestreckt ins kühle Haus. Lina, die Schildkröte rennt durch den Garten als sei sie ein Duracell-Hase, Batterie frisch eingelegt, laufen wie ferngesteuert. Man kommt kaum nach, sie wieder einzufangen. Ja, diese warmen Temperaturen bringen Lina in Hochform.
Den Kirschen kann man beim Reifen zuschauen. Gestern haben wir geerntet und leckere Marmelade gekocht.

Kommt gut durch die heiße Woche! Vergesst das Trinken nicht, wir wollen ja nicht so zittern müssen wie unsere Bundeskanzlerin.

Morgenstund hat gold im Mund!

Noch sind die Wiesen feucht – Mila liebt es, durchs nasse Gras zu rennen.

Und ich liebe den herrlichen Ausblick vom Pferd auf die Ährenfelder und den Klatschmohn.


Eine Augenweide…

Wir reiten zum Hof zurück. Mila hat gelernt immer auf dem Gehweg zu bleiben. Gerne läuft sie ein paar Meter voraus.


Aber sie weiss auch, dass sie immer wieder stehen bleiben muss und warten muss, bis Levi und Frauchen bei ihr sind. Das ist einerseits Erziehung, doch ihre Kromi-Gene helfen natürlich auch mit, dass sie selber die Nähe zur Bezugsperson möchte. 

Mila steht zwischen den Pfefferminzblättern die ich zum Trocknen ausgelegt habe. Im Advent können wir dann wieder unseren Lieblingstee trinken.
Oh – wichtiger Nachtrag. Nachdem ich meine Pfefferminzblätter so schön in der Sonne getrocknet hatte, habe ich mal nachgelesen, wie man eigentlich die Minze trocknen sollte. Leider habe ich alles falsch gemacht, denn niemals darf man Tee in der Sonne trocknen!! Im Herbst gibt es eine zweite Chance zum Ernten – und dann lese ich mich vorher ein!!
Die Kirschen wurden auch geerntet…… und Mila muss genau zuschauen!

Zwischendurch hilft Mila die Schildkröte zu suchen, die hier – gerade unter der Hecke durch – schon wieder unser Grundstück verlassen will.

Mittagsstunde

Der treue Blogleser stellt fest: Iris schreibt fleissig.
Nach einer Operation gibt es die „Schon-Tage“. Zeit zum Genesen, Zeit zum Ruhen, Zeit zum Lesen. Mit größter Begeisterung lese ich derzeit das Buch „Mittagsstunde“ von Dörte Hansen.
Bei unserem letzten Hollandurlaub hat ein Urlauber das Buch „Altes Land“ von Dörte Hansen im Ferienhaus zurückgelassen. Ohne große Erwartung begann ich dieses Buch zu lesen und mochte es sofort.
Von „Mittagsstunde“ bin ich noch mehr fasziniert. Ein großartiges Buch!
Wer also noch Lektüre für seinen Sommerurlaub sucht, dem kann ich diesen Roman wärmstens empfehlen.
Es ist übrigens kein Hundebuch 🙂 – aber durchaus so sympathisch wie ein Hund.
Gesundheitlich geht es mir immer besser. Sogar Reiten kann ich wieder.
Noch ein paar Tage, dann kann/darf/muss ich auch die Haus- und Gartenarbeiten alleine wieder erledigen.  Doch bis dahin genieße ich meine Mittagsstunde mit „Mittagsstunde“.

Summertime

Bei fast 30 Grad war der Sommer heute hautnah zu spüren. Alle schwitzten, Mensch und Tier. Doch trotz Hitze habe ich den Sommertag sehr genossen. Beim Spaziergang mit Mila roch ich den Sommer überall: Der Duft nach Heu, nach würzigem Wald, nach Blumenwiese und frischem Gerstenfeld – das macht glücklich, das ist Sommer!
Bei Levi war heute der Hufschmied da. Wegen meiner Narbe durfte ich natürlich noch nicht selber die Hufe aufheben. Das hat netterweise Anna übernommen. Dafür kürzte ich bei Mila mal wieder die Krallen. Diese wachsen in einer unglaublichen Geschwindigkeit. Auch einige ihrer Wurfgeschwister haben diese raubtierähnlichen Krallen.
Um besser überprüfen zu können, dass die Krallen kurz genug sind, stelle ich Mila auf einen Tisch. Die Krallen dürfen die Oberfläche des Tisches nicht berühren. Es muss etwas Luft sein, zwischen Kralle und Tisch.
Zu kurz darf ich auch nicht schneiden, damit die Kralle nicht zu bluten beginnt.
Von meiner OP habe ich mich schon prima erholt. Und so konnte ich heute einen langen Spaziergang mit Mila unternehmen.
Hier ein paar Fotos von heute:

Levi „wohnt“ nun wieder bei seinen Pferdekumpels auf dem Pferdehof, denn die Rapszeit ist vorbei. Heute wurde Levi frisch beschlagen.

Auch Milas Krallen habe ich gekürzt. Wenn sie auf dem Tisch steht, kann ich überprüfen ob die Krallen kurz genug sind.

Milas Krallen wachsen sehr schnell. Vor allem die beiden mittleren Krallen an den Vorderpfoten. Die Krallen dürfen den Boden nicht berühren, weil es sonst zu Schäden im Laufwerk kommen kann.

Heute ist es richtig heiß. Mila hatte trotzdem Spaß am Laufen.

Könnte es sein, dass sich im Kleefeld ein interessantes Tier versteckt?

Mila schaut mal kurz nach. Aber nee – da ist nichts.

Herrlich, wie der Sommer duftet!

Kirschen, Erdbeeren und Himbeeren im eigenen Garten naschen – auch das ist Sommer!

Jubel!

Pure Erleichterung, riesige Freude, tiefe Dankbarkeit, all das schoss mir durch Körper und Geist, als ich gestern den Befund bekam: Der kalte Knoten in der Schilddrüse war noch gutartig. Jubel!!!
Die Operation verlief gut, nach zwei Tagen wurde ich vom Krankenhaus schon wieder entlassen und gestern kam nun der wunderbare Befund.
Noch bin ich hölzern und etwas wackelig auf den Beinen, schone mich, mache viele Pausen, aber es geht bergauf.
Nach so einer Operation sollte man sich 2 Wochen lang schonen, damit im Halsraum – und auch die Narbe – schön heilen kann.
Mila hatte mich vermisst, aber sie war auch mit den anderen Leuten von unserem Familienrudel zufrieden.
Als ich nach Hause kam war sie sich nicht sicher, ob ich es auch wirklich bin? Dieser steife Gang, diese dünne Stimme, das bleiche Gesicht! War das wirklich das Frauchen??? Unsicher umkreiste sie mich. Mittlerweile genießt sie es wieder, in meiner Nähe zu sein und mich beim gesund werden zu unterstützen.
Kleine Spaziergänge sind für mich auch schon wieder möglich, aber eben alles noch langsam und behutsam.
An alle, die an mich gedacht haben und mir die Daumen gedrückt haben, ganz herzlichen Dank!! Diese Verbundenheit bedeutet mir viel.
Und nun wünsche ich euch ein schönes, entspanntes Wochenende. Bleibt fit und gesund,
eure Iris mit Mila

„Komisch – wo ist mein Frauchen?!“

„Na endlich – mein Frauchen ist wieder da! Sie redet leise und sie hat so eine komische Narbe am Hals. Aber das wird alles wieder gut“.

„Noch läuft mein Frauchen langsam und vorsichtig. Aber ich bin ja in ihrer Nähe, da kann nichts passieren“.

Monatsfoto und Frauchens Gesundheit

Im Wonnemonat Mai gibt es natürlich auch das Monatsfoto von Mila.
Levi ist noch bei uns in Michelbach. Doch vor den Pfingstferien wird Levi umziehen, zurück zu seiner Pferdeherde beim Habel-Pferdehof.

Während in den Pfingstferien viele Leute in den Urlaub fahren, werde ich in den Ferien für einige Tage ins Krankenhaus müssen. Bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckte der Arzt einen kalten Knoten in der Schilddrüse, welcher womöglich schon bösartig ist.
Doch wir gehen nun Schritt für Schritt: In den Pfingstferien ist die Operation, dann heisst es auf den endgültigen Befund warten. Ein Schilddrüsenkarzinom ist in der Regel übrigens sehr gut heilbar.
Natürlich würde ich in den Ferien auch lieber in den Urlaub fahren, als ins Krankenhaus zu gehen, andererseits bin ich doch sehr dankbar in einem Land zu leben, wo die Medizin so viel Gutes leisten kann.
Und ich merke mal wieder: Vorsorgeuntersuchungen machen durchaus Sinn!

Und Mila? Sie wird ein paar Tage ohne mich auskommen müssen (und ich ohne sie). Ich bin froh, dass Mila unsere gesamte Familie ins Herz geschlossen hat und nicht allein auf mich fixiert ist (wie es bei Kromis ja doch öfters der Fall ist). Mir wurde jetzt wieder bewusst, wie wichtig es ist, den Hund von klein auf mit weiteren Bezugspersonen vertraut zu machen, damit man selber auch mal verzichtbar ist.
In den Pfingstferien sind meine kids zu Hause und können sich um Mila kümmern. Das macht die ganze Situation einfacher.

Monatsfoto im Mai

Schöne Spaziergänge überbrücken die Zeit bis zum OP-Termin.

Im Schafsmeer

Gestern gab es für Mila und Levi nach dem Ausritt ein besonderes Leckerlie. Schließlich sind die beiden seit gestern meine Schafs-Helden. Wie es dazu kam?
Wir drei ritten gemütlich aus und befanden uns auf einem Feldweg. Neben uns war auf der einen Seite eine Hecke und auf der anderen Seite ein schmales Weizenfeld. Vor uns eine Kurve. Plötzlich nahm ich Schafsgetrappel war und ich stieg rasch vom Pferd. Kaum unten, bogen auch schon die ersten zwei Schäferhunde um die Kurve und die ersten Schafe kamen auch schon um die Ecke. Huch – das ging alles super schnell. Ich hatte keine Zeit mehr, Mila anzuleinen, sondern führte Levi ins Feld so weit es eben ging. Die Schafherde hatte echt Tempo drauf! Der Schäfer war nun auch zu sehen und die Herde wurde immer größer und breiter. Levi blähte die Nüstern und stellte den Schweif. Mit der rechten Hand hielt ich Levi fest, mit der linken Hand schnappte ich Milas Halsband. In dieser gebückten Haltung hätte ich Levi (hätte er weglaufen wollen) gar nicht halten können.
Und dann war er auch schon da, der erste Schäferhund! Er lief so knapp an Mila vorbei (es war ja kein Platz da zum Ausweichen), dass er Mila fast streifte. Mila blieb aber wunderbar still sitzen. Und der Schäferhund? Der hatte uns nur kurz aus dem Augenwinkel wahrgenommen und festgestellt, dass er uns nicht zu hüten hat. Der Schäferhund war voll im Dienst!! Er wusste was seine Aufgabe ist. Nämlich sich nicht für kleine Kromfohrländer-Mix-Hunde zu interessieren oder Pferde anzuschnüffeln. Nein, ein Schäferhund im Dienst schaut nur nach seinen Schafen! Und diese Aufgabe führte er korrekt aus. Und da kam auch schon Schäferhund zwei an uns vorbei. Die Herde hatte so ein Tempo drauf dass ich einen richtigen Fahrtwind im Gesicht spürte. Dazu das Geraschel, Geblöke, der Geruch der Schafe – wir waren mittendrin im Schafsmeer.
Levi und Mila behielten voll die Nerven!!! Levi versuchte nicht zu flüchten (ich hätte absolut verstanden, wenn er in dieser Situation reißaus genommen hätte) und Mila kläffte nicht, obwohl über hundert Schafe und vier Schäferhunde ganz dicht an ihr vorbeizogen.
Also, wenn die beiden mal nicht Schafs-Helden sind, dann weiss ich auch nicht.

Schafe auf der Weide zu betrachten ist eine schöne Sache. Aber mitten im Schafsmeer zu stehen  – mit Pferd und Hund – ist dann schon ein kleines Abenteuer.