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Levi und andere Tiere…

In diesem Beitrag geht es vor allem um Levi. Er war nun nämlich zwei Monate in Michelbach bei uns im Garten. In diesem Jahr war Levis Gesundheitszustand großartig. Er hatte kaum Nasenausfluss und hustete nie. Ich glaube er hat es wieder genossen, in Michelbach Urlaub zu machen, die Weide und den Stall mitsamt dem Heu ganz für sich zu haben. Umsorgt und versorgt zu werden, uns bei den Gartenarbeiten zuzuschauen und täglich Ausritte an ganz verschiedene Orte zu machen.
Zum Ende hin waren es oft auch Spaziergänge mit Levi und Mila im immer grüner werdenden Wald.
Ein Highlight war für Levi auch der Ausritt mit meiner Zweitreiterin und deren Reitlehrerin zum Adelbach. Dort stieg Levi mutig ins flache Wasser, er planschte vergnügt und wollte gar nicht mehr heraus aus dem frischen Nass.
Heute vormittag war der Urlaub zu Ende und Anna ritt Levi wieder zurück zum Pferdehof Habel. Wir sind sehr erleichtert, denn das Ankommen und Eingewöhnen heute verlief doch sehr harmonisch. Levi steht dort nun in der Herde mit den drei Schwarzwaldpferden und zusätzlich drei weiteren Wallachen. Diese Herde hat sich nun nochmals neu zusammengesetzt und so ist es immer spannend, wie sich die Pferde vertragen werden. Heute lief es zum Glück gut. Wir werden sehen, wie es sich die Tage gibt.

Mit Mila geht es auch immer besser. Zwei Monate sind seit der OP geschafft und mittlerweile geht vieles wieder seinen gewohnten Gang.

Auch den vier Meerschweinchen und der Schildkröte geht es prima. Alle freuen sich – einschließlich mir – dass das Wetter nun endlich sonniger, wärmer und freundlicher ist. Da sieht die Welt gleich anders aus.

Dieser helle Sonnenschein tut mir gerade besonders gut, denn meine gesundheitliche Baustelle ist leider noch in Warteposition. Ich hatte neulich wieder eine Untersuchung und es ist nun so, dass ich Ende Juni eine kleine ambulante OP brauche. Gewebe wird dabei entnommen und untersucht. Für mich ist das Warten auf einen Befund immer sehr schwierig. Aber ich muss lernen diese Situation anzunehmen. Ich hoffe einfach sehr, dass alles gut ausgeht und ich einen guten Befund bekommen werde.

Gerade in diesen „Warte-Zeiten“ ist es so hilfreich, meine Familie, meine Tiere und meinen Garten um mich zu haben. Gut, die Kinder sind meist weg beim Studieren. Aber gerade ist Anna mal wieder für zwei Wochen aus Wien da. Das ist auch wie ein heller Sonnenschein für mich.
Und in den nächsten Tagen arbeite ich ein wenig in einem Michelbacher Kindergarten. Das ist auch eine tolle Ablenkung.

Eine weitere Freude sind drei kleinen Eichhörnchen, die in unserem Garten wohnen und derzeit viel in unserem Kirschenbaum herumhüpfen. Sie scheinen nicht besonders schreckhaft zu sein. Es stört sie nicht, wenn wir im Garten unter dem Kirschbaum sitzen. Sie springen und hüpfen in den Ästen herum, sie holen sich ständig vom Vogelfutter, sie spielen Fangen und sind so herrlich lebensfroh. Ein Augenschmaus.

Zwei Monate machte Levi Urlaub bei uns im Garten.

Er liebte es, täglich für ein paar Stunden auf der Weide zu sein.

Levi tobt sich aus. Im Hintergrund sieht man Levis Stall.

Anna sattelt Levi. Denn heute reitet sie ihn zurück zum Pferdehof Habel.

Tschüß Levi. Es war eine richtig tolle Zeit mit dir in Michelbach!

Nach zwei Monaten Urlaub freut sich Levi nun aber auch wieder über den Kontakt mit anderen Pferden. Sein Freund Willi begrüßt ihn herzlich.

Wollen wir hoffen, dass sich die Herde verträgt. Gerade beim Fressen gibt es immer wieder Rangeleien und Zickereien. Doch heute benahmen sich alle vorbildlich.

Den vier Meerschweinchen geht es auch gut 😉

Alles wird gut – ja das will ich hoffen.

Die lebenslustigen Eichhörnchen machen mir gute Laune 😉

Monatsfoto Mai

21. Mai 2021. Viele kalte und nasse Tage liegen hinter uns. Und es scheint so schnell nicht besser zu werden. Stürmische Pfingsttage liegen vor uns. Naja, Sturm und Wind – das passt ja irgendwo zur Pfingstgeschichte 🙂

Heute gibt es nicht viel zum Lesen, dafür viel zum Schauen.
Viel Freude an den Fotos, wünschen Iris und Mila

Monatsfoto 21. Mai 2021

Einfach herzig, Milas Blick!!

So schön wohnen wir. Beim Kromispaziergang im Oktober kommen wir an dieser Aussichtsstelle auch vorbei.

Gleiche Stelle, dieses mal mit Model Mila mit im Bild 🙂

„Bist du mit dem Fotografieren bald mal fertig, Frauchen?“

Wir wünschen allen Mila-Blog-LeserInnen erfüllte und schöne Pfingsttage.

Nur noch Dose…

Mit dem Thema „Fütterung des Hundes“ habe ich mich immer wieder beschäftigt. Mila stammt aus einer Zuchtstätte wo das Barfen schon seit langer Zeit mit Überzeugung durchgeführt wird. Auch in zahlreichen homepages von Kromileuten konnte ich sehen, dass viele Kromibesitzer ihren Hund barfen.
Zu Beginn bekam Mila auch rohes Fleisch, dazu Öl, etwas Kohlenhydrate, etwas Hüttenkäse und klein gemixte Möhre oder Apfel. Je mehr ich über BARF las, umso mehr wurde mir klar, dass BARFEN zwar erlernbar ist, aber man sich durchaus einlesen und gut informieren muss.
Es kamen mehrere Gründe zusammen, z.B. vor allem auch dieser, dass Mila das Barfgericht gar nicht so gut vertrug. Und so hatte ich mich entschieden nicht weiter zu barfen.

Zuletzt bekam Mila nun am Morgen Trockenfutter von Platinum und am Abend Nassfutter von Festino. Die Tierphysiotherapeutin besprach mit mir nochmals die Sache mit dem Trockenfutter ohne dabei aufdringlich zu sein. Ich hatte sie um ihren Rat gefragt. Sie erklärte mir, dass Trockenfutter aus den Knochen des Hundes Flüssigkeit entzieht, die über das Trinken von Wasser nicht zurückgeführt werden kann.
Da Mila nun einen Bandscheibenvorfall hatte, möchte ich beim Thema Futter genauer hinschauen. Auf das Barfen kann ich mich weiterhin nicht einlassen. Aber ich werde Mila kein Trockenfutter mehr geben. Mila bekommt nun ausschliesslich Dosenfutter von Festino, dazu hin und wieder ganz wenig Kohlenhydrate (1%) in Form von wenig Kartoffel, Reis oder Haferflocken, dazu immer mal wieder etwas kleingemixtes Gemüse.

Beim letzten Kromi-Kurier des VRK gab es einen Artikel zum BARFEN wo erwähnt wurde, dass man darauf achten soll, dass bei einer fertigen BARF-Mischung kein Schlund erhalten ist, wegen der Schilddrüse.
Dies habe ich zum Anlass genommen, um heute mit dem Inhaber von Festino zu reden. Dort werden ausser Nassfutter auch viele BARF-Produkte angeboten. Er konnte mir versichern, dass alle Festino-Produkte frei von Schilddrüse sind. Das Hundefutter von Festino wird ausschließlich aus frischem, für die Lebensmittelproduktion zugelassenen Schlachtprodukten in Deutschland hergestellt und alles was mit der Region Schilddrüse zu tun hat, wird entsprechend entfernt.
Mila ist ernährungssensibel. Da sie das Dosenfutter von Festino bislang aber sehr gut verträgt ist das eine gute Wahl für mich.
Recht schnell war zu erkennen, dass Mila ohne Trockenfutter meist nur noch einmal am Tag Kot absetzen muss und selbst das „Häufchen“ ist recht klein. Bei Hunden die gebarft werden ist das ja wohl noch deutlicher so.

Ich habe echt Respekt und finde es toll, wie viele Leute sich in das BARFEN einarbeiten und ihrem Hund (oder Katze) damit eine gesunde, artgerechte Nahrung bieten. Ich bin aber auch dankbar über alle, die die Toleranz aufbringen und akzeptieren, dass BARFEN eben nicht alle Leute umsetzen mögen, können und wollen.

Bei Festino nachgefragt: Wie ist das mit der Schilddrüse im Hundefutter?
Entwarnung: Keine Schilddrüse im Futter. Alles wird entsprechend entfernt.

Kalter Mai

Sechs Wochen sind geschafft seit der Bandscheibenoperation. Nach und nach darf Mila wieder mehr machen. Die Spaziergänge werden ausgedehnter. Und da der Rücken nicht mehr ganz so fragil ist, sind ein paar Galoppsprünge nun auch langsam wieder erlaubt (Mila würde so gerne schon viel mehr Rennen).
Es gibt Phasen und Momente, da läuft Mila stacksig. Dann gibt es Zeiten, da läuft sie richtig klasse. Der Heilungsverlauf ist also „wellenmässig“.
Aber insgesamt sind wir enorm dankbar, wie gut es Mila geht. Und das liegt auch sehr daran, dass sie zweimal die Woche die tolle Massagen von der Physiotherapeutin bekommt. Heute haben wir nach der Massage gleich noch die Krallen geschnitten. Das traue ich mich nicht mehr alleine. Ich bin froh, wenn jemand Mila hält und ich in Ruhe schneiden kann. Jetzt klackert es nicht mehr auf dem Boden und Mila kann wieder gut laufen.

Levi geht es auch prima. In diesem Jahr hat er bislang noch gar nicht gehustet. Das freut mich auch riesig!!
Noch ca. zwei Wochen wird er wegen dem Raps bei uns am Haus wohnen. Dann geht es zurück zum Pferdehof. Ich hoffe er kann sich dort wieder gut in die Pferdegruppe integrieren. Bevor ich Levi zu uns holte gab es ja immer wieder Unruhe in der Herde. Seit Levi bei mir ist hat sich die Pferdegruppe nochmals verändert und ich bin somit gespannt, wie Levi mit dieser neuen Situation zurecht kommen wird, wenn er dort wieder einzieht.
Ich wünsche mir sehr, dass sich die Pferde tolerieren und irgendwann als Herde zusammenwachsen. Und dann sollte einfach mal kein weiterer Wechsel sein. Anscheinend dauert es bis zu einem Jahr bis Pferde sich richtig aneinander gewöhnen und akzeptieren. Eine stabile Herde ist also Gold wert.

Meine eigene Gesundheit weist so manche „Baustellen“ auf. Aber ich bin Ü50! Da ist es wohl normal, dass die Ärzte immer mal wieder etwas finden…
Zumindest bin ich nun auch schon das erste mal geimpft (Corona) mit dem Impfstoff Biontech und ich freue mich sehr darüber. Als Erzieherin konnte ich mich schon impfen lassen. Ende Juni arbeite ich vertretungsweise wieder für einige Zeit in einem Kindergarten und da bin ich froh, wenn ich dann komplett geimpft bin. Die erste Impfung habe ich super gut vertragen. Mir tat noch nicht einmal der Arm weh. Der Arzt sagte, dass man bei Biontech eher bei der zweiten Impfung leichte Probleme bekommt. Nun gut, ich werde sehen. Normalerweise sind diese Impfreaktionen nach zwei Tagen ja wieder vorbei.

Der Mai war recht kühl. Und doch ist es jedes Jahr traumhaft schön, wenn alles zu Grünen beginnt. Im Garten war ich auch sehr fleissig und ich bin gespannt was aufgeht und was nicht. Jedes Jahr komme ich im Gartencenter nicht an den hübschen Packungen vorbei mit der Aufschrift: Bienenwiese oder Schmetterlingswiese. Herrlich vielfältige Blumen sind auf den Packungen abgebildet. Mit viel Liebe säe ich alles in meinem Garten aus. Ich gieße und pflege. Noch NIE ist etwas aufgegangen. Fressen die Mäuse, Würmer, Vögel schon vorher alles auf???
Was soll ich sagen, auch in diesem Jahr wurde ich verführt und habe zwei dieser tollen Packungen gekauft. Diesesmal von einer anderen Firma. Mal sehen ob ich wirklich mal eine Bienenwiese in meinem Garten haben werde???
Die Eisheiligen sind nun bald vorbei und so wünsche ich uns allen wärmere Tage.

Ausritte ohne Mila – trotzdem schön.


Schlaues hübsches Köpfchen Mila – es geht ihr immer besser.

Zu gerne würde Mila über die Wiese fegen. Doch dazu ist die Zeit noch nicht reif.

Ich finde es gut!

Gerade habe ich es in den Nachrichten gehört: In Baden Württemberg müssen Hundehalter voraussichtlich zukünftig den Hundeführerschein nachweisen!
Was in den letzten 10 Jahren freiwillig umgesetzt werden konnte, wird nun Pflicht. Ich finde das gut! Gerade in Corona-Zeiten, wo sich anscheinend etliche Leute einen Hund anschaffen und sich erst danach mit dem Thema Hund (in Theorie und Praxis) beschäftigen, macht dieser Hundeführerschein Sinn.
Für manche Hundebesitzer ist diese Nachricht nun sicherlich aber auch ein Schreck. Denn dieses Unterfangen ist sowohl ein Zeitaufwand als auch ein finanzieller Aufwand.
Ich bin gespannt, wie die Hundeschulen es schaffen werden, den großen Ansturm zu bewältigen?
Vor genau 2 Jahren machte ich mit Mila den Hundeführerschein. Es hat mir damals viel Spaß gemacht und ich habe sehr viel gelernt.
Jetzt ist es ein gutes Gefühl diesen Führerschein schon in der Tasche zu haben 🙂

Das haben wir uns verdient

„Das hammer uns verdient…“ – geht euch auch gleich die Musik von Grooveminister im Kopf herum? 🙂
Mila hat es sich verdient mal wieder neben Levi spazieren zu gehen. Einen Monat ist die Operation nun her. Levi läuft rechts, Mila läuft links und ich laufe in der Mitte. Und so machen wir eine kleine Abendrunde, nicht am warmen Meer, sondern im kühlen Michelbach. Ich habe das Gefühl, dass sich Mila und Levi freuen wieder gemeinsam auf kleiner Tour zu sein. Ich freue mich auf jeden Fall 🙂
Das Spazierengehen mit Mila wird immer normaler. Es fühlt sich nicht mehr so an, als ob man ein rohes Ei neben sich hat. Und die Spaziergänge werden länger! 30 bis 40 Minuten dauert der Nachmittagsspaziergang mittlerweile wieder.
In den letzten Tagen war es sonnig, da war Mila auch wieder mehr mit im Garten dabei. Diese „Normalitäten“ tun uns allen gut.
Insgesamt gibt es aber noch immer viele Ruhezeiten für Mila. Durch diese Ruhe staut sich in Mila immer wieder Energie an, die sie unerwartet entlädt. Diese kurze „Hüpf-Aktionen“ lassen meinen Puls jedes mal in die Höhe schiessen. Zum Beispiel hüpfte sie neulich auf das Sofa und schoss wie eine Rakete wieder herunter. Ich hatte nur kurz meine Jacke vom Haken genommen und war in diesem Augenblick nicht ganz bei Mila, schon war es passiert. Einmal drehte ich mich in der Küche zum Spültisch, schon machte Mila ein Männchen, um zu sehen ob auf dem Küchentisch noch Futter für sie steht. Mila ist an der Schleppleine und plötzlich hüpft sie aus dem Stand in die Höhe. Ich weiss, das darf alles nicht sein!! Ich passe wirklich gut auf und trotzdem passiert es!
Ich überlege mir, wie ich Mila auf andere Weise müde bekomme. Ich lasse sie ihr Futter suchen, allerdings muss ich da auch aufpassen, dass sie dabei nicht zu quirlig wird.
Im Garten darf sie unter Aufsicht auch mal ohne Leine sein, damit sie ein bisschen mehr Freiheit spürt. Natürlich darf sie dabei nicht wie verrückt durch den Garten sausen, aber ein paar Galoppsprünge erlaube ich ihr mittlerweile.
Die Physiotherapeutin (die nach wie vor regelmässig zu uns kommt) meinte, ein bisschen Biegung im Rücken täte nun gut. So lasse ich Mila ab und an im Slalom durch meine Beine gehen. Das ist eigentlich eine gute Übung aber meist ist Mila zuerst ganz aufgekratzt (juhu, wir machen Tricks!!!), sodass sie zu Beginn wie eine Rakete durch die Beine schießt, sich riesig freut und am liebsten in die Höhe hüpfen würde.  Es ist also nicht einfach, sie ständig und immerzu unter Kontrolle zu halten. Zum Glück hatten diese „Ausrutscher“ bislang keine negativen Folgen im Heilungsprozess!
Eine schöne Abwechslung im Alltag sind die Massagestunden mit der Physiotherapeutin, die das einfach ganz toll macht! Bisher hatten wir dies 3 mal die Woche, bald kürzen wir es auf 2 mal die Woche. Im Juni haben wir wieder einen Termin für Osteopathie.

Mila hatte einige festgebissene Zecken und so machte ich ihr neulich ExSpot drauf. Ich mache dies wirklich sehr ungerne, denn mir ist klar dass dieses „Zeug“ nicht gesund sein kann! Aber durch Zeckenbisse können ernsthafte Krankheiten übertragen werden. Auch nicht gut 🙁
In den ersten Tagen zeigt Mila keine Reaktion auf das ExSpot. Aber nach ca. 5 Tagen beginnt sie, sich immer wieder zu schütteln und am Nacken zu kratzen. Dies dauert wiederum ein paar Tage, danach ist es gut.
Ich versuche mit zwei Spot On-Anwendungen im Jahr auszukommen.

Unserem Pferdchen Levi geht es prima. Toi, toi, toi hat er in diesem Jahr noch gar nicht gehustet. Rings um Michelbach blüht der Raps und ich muss genau schauen, wo ich hinreiten kann und wo nicht.

Im letzten Jahr hatte ich um diese Zeit Bindehautentzündung und tränende Augen. Ich war mehrfach beim Augenarzt und nahm allerlei Augentropfen.
Nun begannen die Augen auch wieder stark zu tränen. Somit ist mir klar, dass dies eine allergische Reaktion ist. Zum einen kommt es sicherlich von bestimmten Blüten, zum anderen vom Heu. Da ich hier nun täglich den Stall mache und Levi auch Heu bekommt, bin ich nahe in Kontakt mit Heustaub. Das stresst meine Augen ziemlich. Ende Mai kommt dann noch die Gräserallergie dazu, die mich auch jedes Jahr eine zeitlang plagt.
Der Mai ist ein so wundervoller Wonnemonat!! Es grenzt ja schon fast an Vergeudung was die Natur da alles aus sich herausholt. Eine Augenweide! Schade dass die Augen dann so tränen müssen…

Nun wünschen wir allen BlogleserInnen einen schönen und erholsamen Feiertag. Das nasse Wetter lädt zwar nicht unbedingt zum Wandern ein, aber der Regen ist enorm wichtig für die Natur. Freuen wir uns also am Regen.
Eure Iris und Mila

Das hammer uns verdient 🙂

Recht frisch ist es am letzten Apriltag, Winterjacke und Mütze müssen sein.

Der gemeinsame Spaziergang ist dennoch schön 🙂

Die Narbe heilt gut und so langsam wächst Fell über die Sache

Dabei sein ist das Schönste für Mila!

Aber das Liegen und Ruhen auf der orthopädischen Matratze ist eben auch wichtig!

Gegen Langeweile hilft: Futter suchen im Garten!

Monatsfoto April

Wer hätte beim Monatsfoto im März gedacht, dass Mila einen Monat später eine langen Narbe am Rücken hat?
Wir sind dankbar, dass sich Mila in kleinen Schritten von dem Bandscheibenvorfall und der schweren Operation erholt. Wobei die Fortschritte gerade eher stagnieren oder nur sehr klein sind. Aber so hatte es uns der Tierarzt auch erklärt: In den ersten Tagen nach der Operation sieht man deutliche Fortschritte, danach geht es nur sehr langsam vorwärts.
Mila kann laufen, aber sie läuft staksig. (Wir laufen nur kurze Strecken).
Die hinteren Beine können einfach noch nicht so gut mithalten. Meine Befürchtung ist, dass durch die Fehlhaltung die Vorhand zu sehr beansprucht wird und Mila dort irgendwann Probleme bekommt? Zum Glück kommt regelmässig die Physiotherapeutin und kann hier hoffentlich vorbeugen!!

Es gibt so manches was jetzt erst einmal anders laufen muss. Das Liegen auf dem Sofa fehlt Mila. Aber wir können es ihr nicht erlauben. Vielleicht geht es später einmal mit einer Art Rampe oder so.
Und das abendliche „mit ins Bett kuscheln“ geht nun auch nicht mehr. Ich könnte Mila zwar die Treppen zum Schlafzimmer tragen, aber ich vermeide es, Mila hochzuheben weil dies dem Rücken derzeit auch nicht gut tut.
Mila schlief von Anfang an in der Küche und nicht bei uns im Schlafzimmer. Aber es war immer schön, sie am Abend noch eine Weile neben sich im Bett zu haben. Hunde sind soziale Wesen, sie möchten gerne in der Nähe ihres Rudels sein.
Eine Umstellung ist es auch, ohne Mila auszureiten. Wir waren so ein tolles Dreier-Team.
Ich hatte darüber nachgedacht, ob ich später wohl wieder in die Hundeschule gehen könnte? Vielleicht gäbe es spezielle Kurse für rückengeschädigte Hunde? Das Nachdenken darüber hat sich insofern erledigt, als unsere Hundetrainerin beschlossen hat, ihre Hundeschule nach Corona nicht mehr weiterzuführen. Das ist schade, denn diese Hundeschule war wirklich super und die Trainerin machte ihre Arbeit ganz toll. Aber ihre Gründe sind absolut nachvollziehbar. Tausend Dank auch nochmals an dieser Stelle, liebe Sandra. Es war eine schöne Zeit bei dir!!

Eine weitere Herausforderung ist es, dass Mila nicht mehr mit anderen Hunden spielen darf. Nun, Mila möchte mit ihrem handicap jetzt ohnehin nicht spielen, aber andere Hunde wissen das nicht. Und erklären kann man es den Hunden auch nicht. Den Besitzern aber schon und so erzähle ich jedem, er möge bitte Abstand mit seinem Hund zu uns halten. Meist klappt dies, aber eben auch nicht immer. Erst heute im Wald kam ein fremder nicht angeleinter Hund auf uns zu. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als den Hund wegzuscheuchen und der Besitzerin zuzurufen sie möge bitte ihren Hund zu sich nehmen. Auch ohne kranken Hund möchte man es nicht, dass fremde Hunde ungefragt einfach so aufdringlich sind. Aber jetzt steht bei uns sehr viel auf dem Spiel! Wenn Mila jetzt bedrängt wird und sich wehren muss, dann kann das böse Folgen für ihren Rücken haben.
Ich habe mir tatsächlich schon überlegt zukünftig eine gefüllte Wasserspritzpistole mit mir zu tragen, um gegebenenfalls den anderen Hund mit Wasser erschrecken zu können 🙂
Geduld, Ausdauer und langer Atem sind in den nächsten Wochen gefragt.

Monatsfoto Mai 2021

Mila darf nur an der Leine im Garten sein. Das ist für uns alle eine große Umstellung.

Die Natur zeigt sich in den schönsten Farben. Das macht Mut und Hoffnung.

Ziel vor Augen

Mal abgesehen davon, dass kein Hund einen Bandscheibenvorfall braucht, war das Timing – zumindest von finanzieller Seite betrachtet – nicht perfekt. Denn ob eine Operation zwischen 2000 und 2500 Euro kostet oder letztlich 3400 Euro, nur weil es notfallmässig an einem Feiertag sein musste, der Unterschied in der Summe ist schon gewaltig!
Natürlich schmerzt es unseren Geldbeutel, diese Summe auszugeben.  Und doch bin ich sehr dankbar, dass es uns möglich war, diese Operation durchführen zu lassen. Was machen Hundebesitzer, die dieses Geld nicht locker haben???
Von großem Vorteil war es, dass wegen der Feiertage Hartmut mich bei allem begleiten konnte und ich nicht alleine mit Mila zur Klinik fahren musste! Der Adrenalinspiegel ist ja doch immens hoch.

Die Frage kam auf, warum wir Mila nicht in jungen Jahren versichert haben? Das Thema Hundekrankenversicherung ist nicht so einfach. Aber rückblickend hätte sich bei Mila so eine Versicherung mehr als gelohnt.
Riesiges Glück war es, dass der orthopädische Facharzt zufällig an Karfreitag in der Klinik war! Ich fürchte diese „Geschichte“ wäre sonst ganz anders verlaufen.

Glück haben wir auch trotz Coronazeiten eine Physiotherapeutin an unserer Seite zu haben, die regelmässig zu uns ins Haus kommt (mit Maske) um Mila zu behandeln. Durch spezielle Massagen soll Milas Vorhand gelockert und entspannt werden. Bei der Hinterhand geht es darum, die Nervenbahnen zu stimulieren und anzuregen. Mila liegt dabei auf unserem Esstisch 🙂
Zuerst ist sie etwas aufgekratzt, doch sie beruhigt sich schnell und die Behandlungen durch die erfahrenen Hände tun ihr sichtbar gut. Die Therapeutin zeigte mir, wie ich täglich mit Igelball und Massagebürste vor allem die rechte Hinterhand massieren soll, damit die Durchblutung angeregt wird. Verstärkt am rechten Hinterbein zeigt Mila Lähmungserscheinungen und läuft dadurch unrund, stacksig und teilweise wackelig.

Eine ganz tolle Sache ist die Rampe für das Auto, die ich neulich kaufte. Das Ein- und Aussteigen in die Hundebox ist für Mila nun gelenkschonend und selbständig machbar. Das Spazierengehen ist viel spannender, wenn es nicht immer die gleiche Runde um das Haus ist. Mila war so happy, mal wieder im Wald zu sein – und ich auch! 🙂
Ausserdem habe ich eine 5-Meter-Schleppleine gekauft. Auch eine super Anschaffung. So ist Mila zwar angeleint, hat aber die Möglichkeit, zwischendurch auch mal vor mir her zu traben. Diese kleinen Freiheiten tun Mila sehr gut und ich selber kann dadurch auch besser entspannen.
Tatsächlich frage ich mich, wie machen es Hundebesitzer mit großen, schweren Hunden nach so einer Operation? Bestimmt gibt es da auch Lösungen. Aber die praktische Größe und das 10kg-Gewicht von Mila erleichtern im eingeschränkten Alltag nun so manches.

An dieser Stelle möchte ich mich auch einmal herzlich bei euch allen bedanken! Für euer „an-uns-denken“, für eure guten Genesungswünsche, eure aufbauende und mutmachende Worte. Es tut sehr gut zu hören, dass sich andere Hunde in guter Weise von so einem Bandscheibenvorfall erholt haben und heutzutage ein normales Hundeleben führen können. Dieses Ziel haben wir auch vor Augen 🙂

Die Physiotherapiestunden haben begonnen. Bei uns zu Hause liegt Mila dazu auf unserem Esstisch und lässt sich massieren.

Mila spürt, dass ihr diese erfahrenen Hände gut tun.

Ein weiterer Schritt in Richtung „kleine Freiheit“: Diese rutschfeste Rampe ermöglicht es, dass Mila gelenkschonend und eigenständig ins Auto ein- und aussteigen kann.

Diese Rampe lässt sich einfach zusammenklappen und hat dann neben der Box im Auto Platz. (Zum Glück haben wir ein Auto, in welches Hundebox und Rampe so gut reinpassen!).

Glücklich trabt Mila im Wald an der langen Schleppleine vor mir her. Endlich mal wieder Waldluft 🙂
Mila läuft besser und sicherer auf festem Asphalt als auf weicher Wiese.

Zwischendurch ausgiebig schnüffeln ist auch sehr wichtig

Wieder zuhause muss erst einmal geschaut werden ob draussen alles in Ordnung ist.

Und dann ist wieder Ruhe und Erholungsschlaf angesagt.

13. April 2021

Auch wenn es schon 16 Jahre her ist: Der 13. April ist für mich ein besonderer Erinnerungstag. Heute vor 16 Jahren wurde unsere Alma (reinrassige Kromfohrländerhündin) geboren. 10 wirklich wunderschöne Jahre hatten wir mit dir zusammen, geliebte Alma. Und weil du unvergessen bleibst, denken wir heute an deinem Geburtstag ganz feste an dich 🙂

Als wir kürzlich mit Mila in der AniCura Heilbronn waren, kamen die Erinnerungen an die schlimme Krankheitszeit von Alma auch wieder hoch. Schwer mitgenommen von ihrer Autoimmunkrankheit brachte ich im Sommer 2015 Alma verzweifelt am späten Abend in diese Klinik. Zunächst half der Cortisoncocktail ganz gut und Alma durfte am nächsten Tag wieder nach Hause. Doch kurze Zeit später mussten wir sie einschläfern lassen.

Ob sich Mila gut vom operierten Bandscheibenvorfall erholen wird?
Ich denke das hängt viel damit zusammen, ob wir Mila in Schach halten können. Und das wird zunehmend mehr zur Herausforderung. Ich weiss gar nicht, wie wir das vier Monate lang schaffen sollen?

Meine Anspannung merkt Mila mit ihren feinen Antennen. Ich versuche entspannt zu sein, aber es ist halt ein Unterschied ob ich normal spazieren gehen kann, oder ob ich dabei ein rohes Ei auf dem Löffel trage.
Ungefähr so fühlt es sich für mich an, wenn ich mit Mila unterwegs bin.
Das fängt schon damit an wenn ich die Leine vom Haken nehme. Nun würde Mila nämlich gerne zu mir springen und vor Freude wild mit der Rute wedeln, ein paar Hüpfer machen, weil es nach draussen geht.
„Langsam Mila“ heisst es stattdessen. Langsam zu mir kommen und nicht an mir hochspringen! Langsam aus dem Haus über die Rampe gehen, langsam zur Strasse laufen, langsam den Fußweg entlang gehen…

Ich weiss nicht, wie oft ich am Tag „Langsam Mila!“ sage??
Für die Heilung des Rückens ist das richtig und wichtig. Aber es gibt ja auch die Psyche!
Es ist mehr als verständlich, dass die fünfjährige, ansonsten so agile und energiereiche Mila nicht 24 Stunden am Tag nur ruhig, kontrolliert und langsam sein kann. Ihre Impulskontrolle kommt an ihre Grenzen.
Und dennoch ist es eigentlich ganz großartig, wie sehr sich Mila die allermeiste Zeit kontrollieren lässt. Wie sehr sie ihre eigentlichen Bedürfnisse unterdrückt und darauf „hört“ was man ihr sagt.
Mila du bist so ein toller Hund!!

Der Alltag geht weiter. Und andere Aufgaben gibt es für uns auch zu tun. So will natürlich auch Levi versorgt sein. Unterstützung habe ich dabei ein bis zweimal die Woche von meiner lieben Zweitreiterin. Sie reitet Levi seit einem Jahr. Allerdings noch nicht alleine, sondern im Beisein ihrer „Reitlehrerin“. Die beiden N.&N. machen das absolut gut und ich kann ihnen Levi voll anvertrauen 🙂

Auch unsere Anna war mir eine ganz wichtige Stütze und Hilfe in diesen Tagen. Allerdings ruft die Uni – und Anna wird demnächst wieder nach Wien fahren.

Alma liebte es, auf dem schwarzen IKEA-Stuhl zu liegen. 
Mila hüpft zum Glück nicht auf diesen Stuhl und so steht er bei ihr in ihrer „Ecke“. Oft sitze ich dort und bin nahe bei Mila, während ich am Laptop arbeite.


Ich habe Milas Crunchie zusätzlich in ihre „Ecke“ gelegt. Mal liegt sie gerne im Crunchie, mal lieber auf der orthopädischen Matratze und oft auch gerne einfach nur auf dem Teppich. Ich denke sie weiss am Besten welches Liegen ihr jeweils gut tut. 


Bei schönem Wetter liegt es sich auch mal gut an der frischen Luft 🙂

Mila, du hast so ein schlaues Köpfchen. Und doch können wir dir nicht erklären warum sich dein Leben (und auch unseres) von heute auf morgen so verändert hat.

N.&N. beim Geländetraining

Nicht zu viel und nicht zu wenig

Mila erholt sich langsam, sie wird agiler und beweglicher. Darüber sind wir unendlich froh und dankbar. Gleichzeitig bedeutet es für uns aber auch, Mila „in Schach“ zu halten.
Auf der einen Seite ist es gut, wenn Mila wieder Selbständigkeit erlangt. Wenn sie z.B. selber zum Haus herauslaufen kann und nicht mehr in den Garten getragen werden muss. Die kleine Rampe am Hauseingang ermöglicht das.
Die Bewegungseinheiten werden jeden Tag ein klein wenig gesteigert. Mittlerweile bewegen wir uns auf kurzen Strecken auch ausserhalb unseres Gartens. So kann Mila Gerüche anderer Hunde erschnüffeln und ihre Welt wird wieder ein wenig interessanter.

Zwischendurch machen wir auch immer mal wieder ein kurzes Päuschen im Garten, damit Mila keinen Lagerkoller im Haus bekommt.

Ansonsten ist aber viel Ruhe und Liegen angesagt. Hier liegt Mila zum ersten Mal auf ihrer neuen orthopädischen Matratze (mit memory foam).
Zunächst legte ich ihre gewohnte Decke auf die Matratze, damit sich Mila traute die neue Matratze zu benutzen 🙂

Auch für ihren Nacht-Schlafplatz unterm Küchentisch hat Mila so eine gelenkschonende Matratze bekommen. Durch die Operation liegt Mila zur Zeit noch viel ausgestreckt (im Rücken gerade). Im bisherigen runden Crunchie könnte sie sich nicht so ausstrecken. Deshalb ist diese neue Schlafmatratze nach der Bandscheibenoperation nun sehr sinnvoll.

Es sieht aus wie im Zoo 🙂
Aber dieses Schutzgitter ist enorm hilfreich!! Mila hat sofort akzeptiert in ihrer „Ecke“ zu sein. Sie fühlt sich dort nicht eingesperrt und würde ohne Gitter ja auch dort liegen. Wir können nun beruhigt Mila auch mal eine zeitlang alleine lassen. Das gibt uns auch wieder Freiheit zurück. In dieser Ecke hat sie auch eine Napf zum Trinken.

Da Mila nun so ausgebremst ist und sie ihre Energie durch Bewegung nicht rauslassen kann, sucht sie sich natürlich Aufgaben. Das ist in dem Fall das wachsame Wachen am Fenster (was soll sie auch sonst tun?). Leider müssen wir sie auch hier einschränken. Denn es tut ihrem Rücken wahrlich nicht gut, wenn sie bei jedem vorbeilaufenden Gassi-Hund in die Höhe schiesst und wild bellend ans Fenster prischt. Wenn jemand von uns bei ihr in der Ecke sitzt, können wir ihr das durch unser „Kommando“ verbieten.
Aber wenn sie alleine ist, müssen wir ihr die Sicht verwehren. Dann machen wir die Jalousien runter. Hell ist es im Raum dennoch.
Um ein bisschen Abwechslung zu haben, wäre Nasenarbeit auch eine Möglichkeit. Aber Mila ist da gleich so aufgekratzt (juchhei, wo sind die Leckerlies??) – da bekomme ich echt Schnappatmung.
Ich kann Mila nicht in Watte packen, aber eine blöde falsche Bewegung könnte jetzt enorm schlimme Folgen haben.
So müssen wir immer wieder nach Lösungen suchen, damit der Rücken über die langen Monate hoffentlich unbeschadet ausheilen kann.

Die Frage nach dem „Warum“?

Nach dem ersten Schock fragt man sich: Warum? Warum kam es zu diesem Bandscheibenvorfall? Was habe ich falsch gemacht???

Zunächst kann ich freudig berichten, dass es Mila seit der OP täglich besser geht. Der Verlauf ist so, wie es mir mein Tierarzt vorgestern erklärte: In den ersten 10 Tagen nach so einer schweren OP erholt sich der Hund sichtbar jeden Tag mehr. Danach heilt es weiter, allerdings nicht mehr so rasant. Vier Monate müsse man im Durchschnitt rechnen, bis so eine OP ausgeheilt ist. Danach hat man einen fast gesunden Hund. Aber mehr Vorsicht und Umsicht ist lebenslang geboten.
Auch wenn so ein Bandscheibenvorfall oftmals wie aus heiterem Himmel kommt, so ist es meist ein langer, schleichender, oft unbemerkter Prozess.
Das geschulte Auge kann Vorzeichen erkennen. Ich habe in dieser Hinsicht kein geschultes Auge. Was ich aber schon sehr früh bemerkte, war der relativ lange Rücken bei Mila. Unsere reinrassige Kromfohrländerin hatte einen kompakteren Körperbau. Ich sprach dies beim Tierarzt an, da war Mila noch ein sehr junger Hund. Ob das mal Probleme geben könne, fragte ich damals schon. Auch ein Tierarzt kann nicht in die Zukunft schauen. Er meinte damals spaßeshalber, er könne ja eine Rippe entfernen, dann sei mein Hund kürzer. 🙂
Als junger Hund ließ ich Mila nicht aufs Sofa springen. Und ich wartete lange Zeit damit, bis sie mehrere Treppen steigen durfte. Die Knochen von Welpen und Junghunden sind weich. Hier habe ich also aufgepasst.
Beim Fell bürsten fiel mir auf, dass sich Mila von klein an ungern den Rücken bürsten liess. Auch das sprach ich einmal beim Tierarzt an. Er tastete den Rücken ab und meinte, im Brustwirbelbereich gäbe es evtl. eine kleine Unebenheit. Aber nichts Gravierendes.
Vor einigen Monaten, nachdem ich ihr die Krallen geschnitten hatte, lief sie etwas klamm. Nach zwei Tagen lief sie wieder völlig normal. Zum Krallen schneiden legte sich Mila auf die Seite oder auf den Rücken (weiche Unterlage). Ich war dies so von meiner reinrassigen Kromi-Hündin Alma gewohnt. Ihr musste ich aufgrund erkrankter Ballen häufig die Hornzapfen an den Ballen abschneiden. Dazu legte sich Alma auf die Seite und streckte mir ihre vier Füße entgegen. Das habe ich bei Mila von klein auf einfach so übernommen – doch vielleicht war das für ihre Rückensituation nicht förderlich?
Ich erinnere mich: Vor einiger Zeit gab es einmal die seltsame Situation, dass sich Mila plötzlich nicht mehr hinlegen wollte. Sie lief im Haus umher, legte sich kurz hin, stand wieder auf, legte sich an einen anderen Platz, stand wieder auf… ich fuhr direkt mit ihr zum Tierarzt. Er tastete den Rücken ab, aber Mila zeigte keinen Schmerz. Vielleicht hatte sie einfach nur Bauchschmerzen? Mila bekam ein Schmerzmittel und der Spuk war schnell wieder vorbei.
Dann kam die Situation, da wollte Mila in der Hundeschule bei einem Fun-Agility-Training nicht so geschmeidig über die Hindernisse hüpfen. Es waren sehr niedrige Hindernisse! Der Trainerin fiel es auf (sie hat ein geübteres Auge, denn sie hat selber einen Hund mit Rückenproblemen) und ich liess Mila nicht mehr springen. Kaum waren wir damals von der Hundeschule zu Hause, lief Mila freudig durch unseren Garten.
Im Stillen dachte ich darüber nach, ob irgendwann einmal die Zeit kommen würde, wo Mila wegen ihres Rückens eine Physiotherapie brauchen würde?
Sicherheitshalber goggelte ich schon einmal nach einer Therapeutin und schrieb mir ihre Nummer auf…

Manche fragen sich vielleicht, war es für Mila auf Dauer zu viel am Pferd mitzulaufen? Tatsächlich glaube ich nicht, dass dies die Ursache für den Bandscheibenvorfall ist. Mila ist ein agiler Hund, sie braucht und liebt Bewegung. Dem Alter angepasste Bewegung ist wichtig und notwendig.
Kritischer sehe ich die Treppen&Co. Bislang lief Mila innerhalb unseres Hauses oftmals die Treppen rauf und runter, sie sprang mehrmals am Tag auf das Sofa bzw wieder herunter (was für den Rücken besonders belastend ist), sie sprang aufs Bett, sie sprang täglich in die Autobox und wieder heraus. Vielleicht war das alles zusammen jetzt einfach zu viel?
Wie ich jetzt las, haben Hunde oft im Alter von 5 bis 7 Jahren einen Bandscheibenvorfall, weil sich ab diesem Alter die Knochenstrukturen langsam verändern und altern. Mila frisst Trockenfutter von hoher Qualität und am Abend Nassfutter. Trockenfutter kann einen Anteil daran haben, dass sich Knochenstrukturen ändern, weil bestimmte Flüssigkeiten aus der Knochensubstanz entzogen werden. Es gibt aber sicherlich sehr viel Hunde, die ihr Leben lang Trockenfutter fressen, Treppen steigen, ins Bett hüpfen und nie in ihrem Leben einen Bandscheibenvorfall haben!
Bandscheibenvorfälle können alle Hunde betreffen. Hunde jeder Rasse, jeder Größe, jeden Alters.
Warum es Mila nun getroffen hat, kann ich nicht beantworten. Es war bestimmt ein Prozess. Ich fürchte aber, der Ausschlag für den Bandscheibenvorfall war das Krallen schneiden am 27. März. Sie lag dabei wie immer auf der Seite, ich hatte ihr Hinterbein in der Hand, schnitt vorsichtig die Krallen und plötzlich riss sie mir das Bein aus der Hand und quietschte auf. Ich dachte ich hätte die Kralle zu kurz geschnitten, dem war aber nicht so. Danach lief Mila zunächst normal. Später beim Abendspaziergang fiel unserer Tochter auf, dass sie nicht ganz so willig mitlief… und alles nahm seinen Lauf, wie ich ihn ja schon beschrieben habe.
Ich frage mich ob es nicht passiert wäre, hätte ich die Krallen in einer anderen Haltung geschnitten??? Wahrscheinlich wäre es dann tatsächlich nicht passiert!!!
Vielleicht wäre es dann aber irgendwann bei einer anderen Situation passiert: Beim Hüpfen über den Bach, beim Sprung aus dem Auto, beim Spielen mit dem Nachbarshund…???

Das „Warum?“ lässt sich nicht abschliessend beantworten.
Jetzt heißt es nach vorne zu schauen und zu lernen, was nun für die Pflege und das Gesundwerden von Mila wichtig ist.
Eines weiss ich: das Krallen schneiden muss zukünftig anders gehen.

Heute war unsere erste Physiotherapie mit Frau Patricia Neumann. 90 Minuten hat sie mit Mila gearbeitet. Es waren vor allem Anteile aus der Osteopathie dabei und Mila machte gut mit. Sie ließ sich willig behandeln und Verspannungen konnten gelöst werden. Für mich ist diese Arbeit ein völlig neues Feld, ich war noch nie bei einer Tier-Physiotherapeutin.
Ich bin sehr froh, dass es so schnell mit einem Termin bei Frau Neumann klappte und Mila wird sicherlich immer wieder eine Therapiestunde bekommen.
Letztlich war auch Frau Neumann zufrieden darüber, wie gut Mila nach dieser schweren Operation schon wieder laufen kann.

Ich denke es wird eine große Herausforderung werden, Mila über viele Wochen eher „ruhig“ zu halten. Zu gerne würde sie jetzt schon wieder traben und schneller gehen, als dieser langsame „Schritt“ an der Leine.

Erste Physiotherapie mit Frau Patricia Neumann. Ihr Hände scheinen sehr gut zu tun und Mila macht willig mit.

Frauchen ist zur Sicherheit immer dabei. Wobei Mila auch schnell Vertrauen zu Frau Neumann hatte.

Auch die Narbe verheilt gut.

Für die Seele gut: Gemeinsames Ruhen und Entspannen.

Levi geht es gut 🙂 Er genießt sein Abendessen das ihm ganz alleine gehört.

Auch die Blumen haben sich erholt und können wieder blühen – wie schön!

Bandscheibenvorfall – der Bericht beginnt

Ostermontag. Draussen stürmt und schneit es. Die operierte Mila liegt bei mir in ihrem „Nest“. Nun versuche ich einmal von unserem Oster-Krimi zu erzählen.

Wer nicht so viel Zeit und Lust zum Lesen hat, der kann in diesem Blog auch „nur“ die neue Rubrik überfliegen: Milas Rücken, ein Krankentagebuch. Dort werde ich fortlaufend mit knappen Texten über den Verlauf von Milas Rückengeschichte berichten.

Hier im blog aber schreibe ich ausführlich, denn das Schreiben tut mir einfach gut 🙂 Und es gibt für mich einiges zu „verdauen“:

Ihr erinnert euch?
Heute vor einer Woche war Anna mit Mila bei unserer Tierärztin. Milas Rücken war nicht in Ordnung. Waren es Verspannungen, Blockaden oder gar ein leichter Bandscheibenvorfall???
Drei Tage später ging es Mila den ganzen Tag über deutlich besser und ich war happy. Die Blockade hatte sich wohl gelöst und wir würden entspannt Ostern feiern, dachte ich.
Pustekuchen!!!
Am Karfreitagmorgen um 7.00 Uhr stand Mila nur schwer auf. Ihre Hinterbeine knickten weg. SOFORT haben wir unsere Mila vorsichtig zum Auto getragen und los ging es nach Heilbronn in die Tierklinik. Die Fahrtzeit beträgt eine Stunde. Was war ich froh, als wir dort waren. Mir war klar, dass jetzt schnell gehandelt werden muss. Sollte es ein Bandscheibenvorfall sein (und was sollte es eigentlich sonst sein, wenn die Hinterbeine lahm werden?) dann muss zügig gehandelt werden. Zügig? Zuerst hieß es, wir sollten mal warten, im Auto. Klar, wir kamen unangekündigt. Es gab genügend andere Patienten, die über Nacht in der Klinik waren, zu versorgen. Nicht jeder kann der Erste sein, auch wenn Not ist.
Meine Blase sagte mir, dass ich sie vor Aufregung heute noch nicht beachtet hatte. Ich brauchte eine Toilette. Mit Maske ging ich in die Klinik. Kein WC, nirgends. Das kann doch nicht sein?!
Vor sechs Jahren war ich mit unserer Alma in dieser Klinik. Auch Alma musste damals über Nacht in der Klinik bleiben. Beim Abholen musste ich eine Etage nach oben laufen. Ob dort die Toiletten waren? Ich ging mutig nach oben, schaute mich um und traf auf eine sehr verdutzte Frau. Höflich fragte ich, wo denn die Toiletten seien? Die Frau schaute mich ungläubig an und sagte mir dann sehr barsch ich solle SOFORT wieder nach unten gehen!!! Hier oben hätte ich absolut nichts verloren!!! Sie hatte ja recht. Und in Coronazeiten muss noch mehr aufgepasst werden.
Schnell lief ich zurück zum Auto. Hoffentlich war diese Frau nicht die Ärztin, die sich gleich um Mila kümmern wird. Sonst hätten wir einen ganz schlechten Start!!!
Nach längerem Warten kam zum Glück eine sehr nette junge Ärztin. Sie zeigte mir wo die Toilette ist (dieser Raumbereich war bislang noch gar nicht zugänglich, deshalb konnte ich es nicht finden).
Sie meinte ich könne unseren Hund dann bringen und in Raum Nummer 1 gehen. Sie wäre im Raum Nummer 2 noch kurz beschäftigt.
Es war schon super aufregend für Hartmut und mich, Mila überhaupt aus der Auto-Box zu holen. Mila war ja stark verunsichert (und wir auch!), sie hatte Schmerzen und spürte ihre Hinterbeine nicht mehr. Ich stand in Raum Nummer 1 mit Mila auf dem Arm und dachte: Bitte, bitte, wann kommt endlich jemand?!!!
Die Zwischentür zu Zimmer 2 war halb offen und ich hörte das Gespräch. Ein alter Hamster hatte Kauprobleme und die Ärzin erklärte geduldig, dass sie keine Zahnbehandlung bei einem Hamster durchführen kann, weil er so klein ist. Bei Kaninchen gehe das… usw usw usw… Ich warte weiter mit meiner Mila auf dem Arm. Stellt euch das bitte vor: Der vordere Teil deines geliebten Hundes ist lebendig. Das Gesicht zeigt Schmerz, die Augen flehen dich an. Der hintere Teil ist leblos, wie tot. Zwei Hinterbeine stehen starr wie Stuhlbeine unterm Bauch hervor. Der Hund ist schwer, denn er ist ja halb leblos… Der Hamster bekommt noch Augentropfen und Schmerzmittel… Meine Güte, lasst doch diesen Hamster, denke ich.
Es wird genau besprochen wie der alte Hamster zu Hause weiterversorgt werden muss… Meine Geduld ist zu Ende. Mila muss geholfen werden! „Kommt mal bitte jemand“, rufe ich laut. „Ich habe hier wirklich einen Notfall!!“ Die nette Ärztin kommt zum Glück. Sie sieht Milas starre Beine und merkt, dass sie schnell handeln muss. Mila ist nun so aufgeregt, dass sie Kot ablässt. Nicht schlimm, sagt die Ärztin. Sie fragt mich ein paar Dinge und dann nehmen sie Mila mit zum Röntgen. Es dauert eine Weile und ich sitze mit meiner Maske da und merke plötzlich ganz deutlich, dass dies hier alles eine richtig üble Situation ist. Noch viel übler als der Gestank im Zimmer. Würde Mila wieder gesund werden? Was hat sie überhaupt? Wird man ihr jetzt und heute helfen können?? Und ich denke an den Hamster. Hat er nicht das gleiche Recht wie Mila? Philosophische Gedanken gehen mir durch den Kopf. Bilder von Krankenhäusern ziehen an mir vorbei, in denen schwerkranke Coronapatienten eingeliefert werden. Wer darf zuerst?…
Die Arzthelferin kommt irgendwann. Auf dem Röntgenbild würde man gar nichts sehen, keinen Befund. Die Ärztin wolle das Bild noch mit einer anderen Ärztin abklären (aha, sicher die Frau aus dem Obergeschoß).
„Wie geht es weiter?“ frage ich.
„Wir können heute wohl nicht mehr viel machen“, sagt die Arzthelferin. „Denn heute an Karfreitag können wir kein CT machen“.
Ich bin mehr als entsetzt!!! Ich kann doch den lahmen Hund nicht mit nach Hause nehmen. Bei Bandscheibenvorfall zählt jede Stunde!!
Das Handy der Arzthelferin klingelt. Ich merke, sie reden über Mila.
„Aha – und er würde sich den Hund anschauen?“ fragt die Arzthelferin.
Sie schaut mich fröhlich an und meint, wir hätten riesiges Glück. Der Facharzt für Orthopädie sei inoffiziell im Haus. Er wollte nur schnell etwas reparieren. Die Ärztin hatte ihn gebeten sich Mila mal anzuschauen. Und das tat er!!! Er war und bleibt für mich der Karfreitag-Engel!
Wie ein Doktor sah er nicht aus. Viel mehr wie ein fleissiger Handwerker im Handwerker-Dress. Er tastete Mila ab und meinte, man müsse ein anderes Röntgenbild machen. Mila wurde wieder mitgenommen und sie war anscheinend immer sehr sehr lieb und hat alles mit Bravour mit sich machen lassen. Während ich da sass, kullerten mir plötzlich die Tränen aus den Augen. Unter der Maske schniefte die Nase. Meine Nerven flatterten.
Auch auf diesem Röntgenbild gab es keinen Befund. „Jetzt müssen wir ihren Hund ins CT schieben. Falls sie einen Bandscheibenvorfall hat müssen wir sofort operieren“, erklärte der Facharzt. Den Karfreitag hatte er sich wohl anders vorgestellt und seine Bretter, die er irgendwo hinschrauben wollte, mussten nun auch warten.
„Normalerweise kostet so etwas zwischen 2000 und 2500 Euro“ erklärte er weiter. Aber da Sie sich einen Feiertag ausgesucht haben müssen sie mit 3500 bis 4000 Euro rechnen“.
„Bitte machen Sie das CT. Und bitte entschuldigen Sie mein Schniefen. Wenn es Sie beruhigt: Ich habe meine Bestätigung vom negativen Schnelltest dabei“ jammerte ich. Er winkte ab und ich durfte hemmungslos hinter meiner aufgeweichten Maske weiter weinen.
Weil ich noch Formalitäten ausfüllen musste, musste ich bei der Anmeldung warten. Dort standen zwei weitere weinende Familien. Eine totkranke Katze und ein verstorbener junger Hund.
Hartmut erzählte mir später, wie er beim Warten im Auto zuschauen musste, wie sie den jungen Hund im Auto wiederbeleben wollten. Erfolglos. Ja – an Karfreitag kommt niemand mit fröhlichen Tieren zum Impfen oder Krallen schneiden. Wer an so einem Feiertag in die Klinik kommt, bringt echte Notfälle mit. Ich habe großen Respekt vor diesen Tierärzten und Arzthelferinnen.  Sie müssen Ruhe bewahren und einen klaren Kopf behalten. Mila wurde durch die Not-OP das Leben gerettet.
Geschafft fuhren Hartmut und ich nach Hause. Während der Fahrt rief mich der Arzt an. Die Diagnose war nun eindeutig: ein massiver Bandscheibenvorfall. Mila wurde umgehend von ihm operiert. Zuhause bekam ich wieder einen Anruf: OP ist gelungen, Mila ist von der Narkose erwacht und muss über Nacht in der Klinik bleiben. Am nächsten Tag würden sie sich im Laufe des Tages wieder melden. Ich könne nicht anrufen um mich zu erkundigen, denn wegen der Feiertage wären sie nur im Notbetrieb und müssten sich vorrangig um die Patienten kümmern, anstatt zu telefonieren. Brav wartete ich. Um die Mittagszeit kam der erlösende Anruf: Mila könne laufen, aber sie würde nicht fressen und nicht pinkeln.
Ich sagte, dass ich gerne kommen würde. Ich würde davon ausgehen dass sie bei mir pinkelt. Kromfohrländer sind da eigen 😉
Ich bekam die Zusage dass ich Mila mit nach Hause nehmen dürfe, wenn sie Urin absetzt. Ich könne ein paar Meter am Neckar entlang laufen, sagte man mir am Telefon. Ich war doch sehr überrascht und erfreut. SO GUT konnte Mila schon wieder laufen, einen Tag nach der OP??? So gut, dass wir am Neckar entlang spazieren können???
Das Bild welches sich dann vor Ort zeigte, war dann ein ganz anderes. Mila wurde getragen und vor der Türe vor mir abgesetzt. Sie war völlig verunsichert, gleichzeitig auch hoch erfreut – aber von selbständigem Laufen war nichts in Sicht. Sie kippte sofort hinten um, sie taumelte wackelig. Mit diesem Anblick hatte ich nicht gerechnet und war überfordert. Die Arzthelferin machte Mila ein Handtuch als Schlinge unter den Bauch und so unterstützt, liefen wir die wenigen Schritte bis zum Pinkelplatz gleich bei der Kliniktüre. Mila pinkelte sofort! Immerhin!! Hartmut nahm Mila auf den Arm und setzte sie vorsichtig in ihre Hundebox. Ich sah, dass Mila am vorderen Bein einen Verband trug und dachte es sei ein Druckverband.
Ich musste eine Weile im Wartezimmer warten bis eine mir unbekannte Ärztin kam, die mich kurz aufklärte was wir zu Hause alles beachten müssen und wie es über die Ostertage mit Schmerzmittel weitergeht. Sie war im Stress, denn schon wurde der nächste Notfall eingeliefert. Wieder weinende Menschen im Flur. Ich dachte: Nur schnell weg hier! Ich schaute nochmals zu Mila in die Box und bemerkte dass sie ihr Halsband nicht trug. Das personalisierte Mila-Halsband, welches ich neulich erst zu meinem Geburtstag bekam! Ich ging zurück, störte leider schon wieder und fragte nach dem Halsband. Es war mir unangenehm, denn was ist schon so ein Halsband, wenn die Hütte brennt wegen ständiger Notfälle.
Die Arzthelferin suchte überall. Ich gab ihr nochmals den Tipp im CT-Raum zu suchen. Es wäre das Logischste wenn es dort läge. Tatsächlich, irgendwann hatte sie es dort gefunden. Jetzt aber wirklich nichts wie weg hier.

Am ersten Tag nach der OP war ich sehr nervös. Es hat mich enorm beängstigt weil die Hinterbeine von Mila noch so lahm waren. Ich hatte die Ärztin gefragt ob das normal sei nach der OP? Sie meinte, normal sei das nicht, man müsse jetzt einfach mal abwarten.
Dass ein Hund nach einer OP schwach und hilflos ist, dazu apathisch und unsicher, das ist mir klar. Aber wenn diese OP nun gar nichts geholfen hat? Wenn Mila ihre Hinterbeine nie mehr richtig einsetzen kann? Bilder von Hunden, die sich mit Hunde-Rollwagen durch die Gegend schleppen, schiessen mir durch den Kopf.  Es heißt, diese Hunde haben durchaus ein gutes und berechtigtes Leben. Aber unsere lauffreudige Mila im Rollwagen?
Mila auf den Arm zu nehmen um sie in den Garten zu tragen war auch eine große Überwindung für mich. Hartmut traute es sich besser. Man möchte ja auf keinen Fall etwas kaputt machen. Die riesen Narbe am Rücken! Wie nimmt man den Hund auf, wie trägt man ihn richtig in dieser Situation. Man hatte es uns kurz erklärt, aber es dann selber zu machen ist noch einmal etwas anderes. Irgendwann nahm ich all meinen Mut zusammen und schaffte es, Mila nach draussen zu tragen.

Am nächsten Tag, also gestern, sah es schon besser aus. Mila konnte im Garten wenige Schritte taumelnd laufen. Sie spürte ihre Hinterbeine wieder besser und konnte sie ein wenig benutzen.
Das gibt uns die Hoffnung dass sie eines Tages wieder normal laufen kann.
Jetzt ist Physiotherapie unendlich wichtig. Die Therapeutin, die mir neulich für den 11. Mai einen Termin anbieten konnte, ist so lieb und wird uns in diesem Notfall schon viel früher unterstützen. In drei Tagen haben wir unseren ersten Termin bei ihr 🙂
Nun war es an der Zeit den Druckverband abzumachen. Ich wickelte die erste Schicht des Verbandes ab und bekam einen Schreck: Da steckte ja noch der Katheter drin!! Zum einen war ich mir nicht sicher ob er durch meine Abwickelaktion noch am richtigen Ort sass, zum anderen sollte dieser doch einen Tag nach der OP gezogen werden. Das hatten sie dort sicherlich durch die vielen Notfälle und das Halsband suchen total aus dem Blick verloren. Gut, ich hätte ja auch fragen können, ich war aber auch nicht so klar im Kopf gewesen.
Ich rief in der Klinik an. Der AB war dran: Sie können nicht ans Telefon weil sie sich um die Patienten kümmern müssen, bei Notfällen dürfe man einfach vorbeikommen.
Ein Katheter im Bein ist kein Notfall. Und nun extra wieder eine Stunde nach Heilbronn fahren?
Da ich meinen Tierarzt von hier auch privat etwas kenne, war ich so unverschämt und rief ihn an Ostern privat an. Er sagte es sei überhaupt kein Problem wenn ich den Katheter selber ziehe. Er erklärte mir wie ich es zu machen habe – und schwupps, so habe ich es dann auch gemacht. Ist echt nicht schwer. Wieder eine Aufregung gut überstanden.

Heute ist nun Ostermontag und Mila läuft noch immer wackelig und stacksig. Da ich keinerlei Erfahrung mit Bandscheibenvorfällen habe, kann ich nicht einschätzen ob Mila schon gut läuft oder nicht.
Morgen sind wir bei meinem Tierarzt und ich bin gespannt wie er die Lage einschätzt. Ich hoffe er hat dann auch den Bericht von der Klinik.
Ansonsten treffen wir hier Vorkehrungen und Entscheidungen. Wir haben zwei orthopädische Matratzen für Mila bestellt. Ausserdem ein Gitter. Sie bekommt eine Ecke im Wohnzimmer, eingezäunt mit diesem Gitter. So ist sie mitten unter uns, an ihrem geliebten Fensterplatz, kann aber im unbeobachteten Moment nicht aufs Sofa springen oder die Treppen im offenen Treppenhaus benutzen. Hier müssen wir sie leider einschränken, denn sonst war die ganze OP und die kommende Reha umsonst. Das Sofa zieht sie schon jetzt magisch an und sie würde zu gerne da oben liegen.  Solange das Gitter nicht da ist, können wir Mila keine Minute aus den Augen lassen. Wir teilen es uns ein, jeder sitzt mal bei ihr. Die Zuwendung und das „nicht alleine sein“, tun ihr jetzt ohnehin gut. Sie ist ja auch ziemlich durch den Wind und weiss sicherlich gar nicht was ihr da geschehen ist.
Tapfere Mila – du bist eine wahre Kämpferin und wirst es hoffentlich schaffen!

Karsamtag. Wir dürfen Mila mit nach Hause nehmen.

In der Klinik hat Mila nichts gefressen. Im Auto frisst sie gierig.

Heftige Narbe am Rücken


Wackelig steht Mila auf vier Füßen. Die Näpfe stehen nun erhöht. Das entspannt den Rücken. 

Plötzlicher Wintereinbruch an Ostermontag – Levi freut sich am Schnee. Ich freue mich nicht.

Und die Blumen freuen sich auch nicht. Aber wir müssen es nehmen wie es kommt…im Leben scheint nicht immer die Sonne.

Mila wurde operiert

Heute morgen war es deutlich: Wir mussten mit Mila in die Klinik.
Die Röntgenbilder ergaben keinen Befund. Im CT sah man das Übel: Ein massiver Bandscheibenvorfall. Mila wurde sofort operiert.
Die Operation verlief anscheinend gut und Mila ist auch wieder gut aus der Narkose erwacht. Sie ist natürlich noch in der Klinik. Wie alles weitergeht wissen wir noch nicht. Jetzt sind wir erst einmal froh, dass Mila die OP hinter sich hat.

Ein ausführlicherer Bericht folgt…

Geliebte echte Mila. Wir vermissen dich. Hoffentlich kommst du bald wieder nach Hause. Wir denken feste an dich.

1. April

Zum Scherzen (Aprilscherz) ist mir heute nicht zumute. Ich bin frustriert. Obwohl die Sonne so herrlich scheint, der Mirabellenbaum ganz wunderbar blüht, die Bienen summen, die Vögel zwitschern und die Tulpen um die Wette blühen.
Mila!
Am Montag war Anna mit ihr beim Tierarzt, nachdem Mila akut Probleme mit dem  Rücken hat. Die Schmerzspritze half nicht viel. Am Dienstag telefonierte ich deshalb nochmals mit der Tierärztin. Sie meinte ich solle vor den Feiertagen noch zur Tierklinik zum Röntgen fahren. Es war wirklich nicht einfach, einen Termin in der Klinik zu bekommen. Doch dann bekam ich eine Zusage, ich könne am Mittwochnachmittag kommen (und solle viel Wartezeit mitbringen).
Am Mittwochmorgen (also gestern) begrüßte mich Mila in einem völlig anderen Zustand. Sie kam locker zu mir, die Rute wedelte, ich war erstaunt. Beim kurzen Morgenspaziergang ging es gerade so prima weiter, Mila lief sehr entspannt und trabte freiwillig, schnüffelte, war fast die Alte. Ich rief die Klinik an. Da es nun kein Notfall mehr war bei Mila, sagte ich den Termin ab.
Und heute?!! Heute geht es Mila – warum auch immer – wieder so wie am Montag und Dienstag. Nicht völlig schlecht, aber auf keinen Fall gut. Sie läuft langsam und vorsichtig (ist ja auch richtig, dass sie sich schont). Ich telefonierte mit einer Hundephysiotherapeutin. Ich kann erst am 11. Mai zu ihr kommen, vorher hat sie keinen Termin frei.
Nun hoffe ich, dass wir halbwegs gut über die Feiertage kommen (Schmerztabletten habe ich ja vorrätig) und dann geht es wohl gleich am Dienstag nochmals zum Tierarzt – und womöglich eben doch auch bald zum Röntgen??? Wir werden sehen.

Gestern war mein letzter „Arbeitstag“ beim Landschaftpflegehof. Dort war ich für zwei Monate angestellt. Meine eigentliche Aufgabe, nämlich bei der Lämmeraufzucht zu helfen, habe ich allerdings an keinem Tag gemacht 🙂
Stattdessen war ich all die Zeit für das homeschooling zuständig. Mit Benjamin lernte ich in den letzten Wochen bei mir im Haus. Mila lag entspannt neben dem Lerntisch und strahlte Ruhe aus. Sie war echt ein guter Schulbegleithund.
Am letzten Tag zeigte mir Benjamin auf seinem Hof aber noch seine Welpen. Es sind kleine wuschelige Herdenschutzhunde. Benjamin darf mit ihnen kuscheln. Ansonsten haben die Welpen fast keinen Kontakt zu Menschen. Das ist wichtig, damit sie entsprechend geprägt werden und später ihren Job richtig machen können.

Unsere Schildkröte Lina ist kürzlich aus dem Winterschlaf erwacht. Ihr geht es bestens.
Auch unsere vier Meerschweinchen freuen sich über das herrliche Wetter und genießen es, draussen im großen Freistall zu sein.

Levi, unser Pferdchen, kam heute zu uns nach Michelbach. Bis Anfang Juni bleibt er bei uns im Garten.
Nun hoffe ich so sehr, dass es mit Mila bald aufwärts geht. Im Moment kann ich mir gar nicht vorstellen, dass sie eines Tages wieder flink und flott über die Wiesen fegt…
Ich wünschte ich könnte zaubern.

Ostern steht vor der Türe. Mit meinem Mann und dem Team der Kinderkirche habe ich auch in diesem Jahr einen Gottesdienst-Film gemacht. An Ostersonntag kann man ihn sich ab 10.00 Uhr anschauen.
Der Film bleibt lange online, so kann man ihn sich auch erst später einmal anschauen.
Unglaublich, auch ein reinrassiger Kromfohrländer ist als Gast bei dem Gottesdienstfilm dabei 🙂
Osterfilm

Und nun wünschen Mila und ich euch ein frohes und buntes Osterfest!

Fröhliche Ostern, ihr Lieben!

Gestern ging es Mila überraschend gut – heute war leider wieder kein so guter Tag. Mila hat Probleme mit dem Rücken.

Lina, die Schildkröte kennt keine Rückenschmerzen. Sie ist wohlbehalten aus dem langen Winterschlaf erwacht.

Die Meeries freuen sich: Endlich wieder im großen Freistall, draussen an der frischen Frühlingsluft.

Seit heute ist Levi wieder in Michelbach bei uns am Haus.

Gestern war der letzte Tag mit Benjamin. Ich unterstützte ihn die letzten Wochen bei mir im Haus beim homeschooling.

Benjamin und seine Herdenschutzwelpen.

Der Wurm ist drin…

Aktuell machen wir uns mehr Sorgen um Mila als um Levi.
Aber der Reihe nach: Unser Pferdchen Levi wurde, nachdem er sich mehrfach das Hufeisen heruntergetreten hatte, vom Schmied wieder beschlagen. Der Schmied meinte, man müsse nicht kleben, sondern könnte nochmals beschlagen. Ich war froh, denn dieser Vorgang ist sehr viel einfacher als ein Eisen zu kleben.
Die Freude war nur von kurzer Dauer. Wenige Stunden später war der neu beschlagene Huf spürbar warm. Die Hofbesitzerin half mir und wir machten einen kühlenden Umschlag um den Huf und gaben Levi zusätzlich entzündungshemmendes Mittel. Ausserdem entfernten wir einen Hufnagel weil der doch ziemlich weit oben im Huf sass.
Am nächsten Tag war zufällig die Tierärztin vor Ort und ich bat sie, auch Levi anzuschauen. Das Auge (das neulich dick war und einen kleinen Kratzer auf der Hornhaut hatte) war wieder in Ordnung. Die TÄ untersuchte den Huf und meinte wir können das Eisen drauflassen. Es wäre nun eben die Frage, ob sich durch den erneuten Beschlag im Huf evtl ein kleines Geschwür bildet oder nicht. Da müsse man abwarten und sehen wie sich alles entwickelt. Ich bekam den Rat, den Huf mit Sauerkraut einzuwickeln. Und ich sollte noch weitere Tage das entzündungshemmende Medikament geben.
Mittlerweile hoffe ich, wir sind über den Berg. Vorsichtig reite ich Levi wieder und das ist auch nötig, denn Levi braucht die Bewegung, weil sich sonst zu viel Schleim in seinen Bronchien ansetzt.
In drei Tagen holen wir Levi übrigens nach Michelbach.

Vorgestern war es sehr windig und kalt. Mit Levi und Mila machte ich einen Spaziergang. Mila hatte in der letzten Zeit wieder öfters Popo gerutscht, wegen ihrer Analdrüsen. Ich dachte noch, dass ich direkt nach Ostern wieder danach schauen lasse. Abends schnitt ich noch ihre Krallen und dachte, alles sei gut. An dem Abend kam Anna für zwei Wochen von Wien nach Hause und Mila freute sich. Die beiden liefen eine Runde spazieren und da fiel Anna auf, dass Mila nicht so gerne mitlief.
Am nächsten Morgen (gestern) war es ersichtlich: Mila lief sehr klamm. Ich hatte sofort den Verdacht, dass es vom Rücken kommt. Ich gab ihr eine Schmerztablette. Heute Nacht weckte mich Mila. Ich gab ihr nochmals eine Schmerztablette und sie konnte wieder schlafen. Natürlich rief ich heute gleich beim TA an. Weil ich heute vormittag arbeiten musste, fuhr Anna mit Mila zum TA. Der Verdacht wurde bestätigt: Mila hat ein Problem im Rücken. Sie bekam eine Spritze und wir bekamen nochmals Schmerztabletten mit. Wenn es nach Ostern nicht deutlich besser ist, müssen wir Mila genauer untersuchen lassen, bei Fachleuten für Rückenthemen. Die TÄ vermutet, dass der kalte Wind und das häufige Poporutschen für die Verspannungen verantwortlich sind. Jetzt darf Mila nur wenig gehen und nur auf gerade Flächen. Auf keinen Fall Treppen, dafür viel Wärme usw.
Sollte es schlechter werden, heißt es in die Tierklinik zu fahren…

Ostern steht vor der Türe…bitte nicht Tierklinik über Ostern!!!
Im Moment liegt Mila bei ihrem Herrchen, der im homeoffice arbeitet. So ist sie nicht alleine. Durch die Scheibe dringt Wärme auf ihren Rücken. Ein gutes Plätzchen zum sich erholen.
Es tut mir so leid. Ich würde Mila gerne viel mehr helfen aber letztlich muss man jetzt auch hier gewisse Geduld haben. Die TÄ sagte, das geht nicht von heute auf morgen weg.


Mila sichtlich mitgenommen. Sie liegt bei ihrem Herrchen. So ist sie nicht alleine wenn ich mich solange ums Pferd kümmere…