Mila am Meer – mit Film!

Seit unsere Drillinge 5 Jahre alt sind, fahren wir Jahr für Jahr nach Holland in den Sommerurlaub. Immer auf die Halbinsel Walcheren, nach Vrouwenpolder. Dort gibt es kleine, gemütliche Ferien-häuschen, nahe am Meer, umgeben von alten Bäumen und grünen Hecken. Für Mila war es nun der erste Urlaub am Meer. Glücklicherweise war sie nicht läufig!! Und so erlebten wir eine erholsame Woche mit herrlichstem Sommerwetter.
Allerdings gab es kurz vor dem Urlaub Aufregung. Vier Tage vor Abfahrt hatte ich Mila nach längerer Zeit mal wieder einen Rinderknochen zum Nagen gegeben. Mit dem Ergebnis, dass sie in der Nacht die Küche mit Durchfall und Erbrochenem „geschmückt“ hat. Trotz Reismahlzeiten blieb der Durchfall. Und so fuhr ich sicherheitshalber zwei Tage vor Abfahrt mit Mila zum Tierarzt. Milas „Häufchen“ waren zu Beginn geformt, darüber kam dann mit einem „Platsch“ der Durchfall. „Das spricht für eine Enddarmreizung“, prognostizierte mein Tierarzt. Dies behandle man nicht mit Reis (keine Kohlenhydrate!), sondern mit Möhrenbrei. Zusätzlich könne ich etwas Weizenkleie geben und ich solle das normale Hundefutter reduzieren. So habe ich es gemacht. Leider spuckte Mila am Abend vor unserer Abfahrt dann unglücklicherweise auch noch zwischen die Koffer. Mir wurde mulmig. Konnte ich Mila in dieser Verfassung mit nach Holland nehmen? Ich hatte verschiedenste Medikamente parat. Und so gab ich Mila schon mal die Magentabletten, die ich eigentlich vorsorglich für Holland gekauft hatte. (Meerwasser, toter Fisch, Möwenkacke – wer weiss, was Mila in Holland so zu sich nehmen würde?). Glücklicherweise hat sich Mila dann in Holland rasch erholt. Möhre gab es weiterhin und bald schon waren Magen und Darm wieder in Ordnung.
Die Autofahrt war für Mila ein Stress. Die Geräusche unseres alten klapprigen Autos auf der Autobahn verunsicherten Mila sehr. Ich hoffte, sie würde sich an das Geklapper gewöhnen. Nein, das tat sie nicht. Und so sass der arme Hund 7 Stunden Fahrtzeit (!) hechelnd im Auto. (Natürlich machten wir zwischendurch auch Pausen). Meine Bemühungen, Mila zu einem entspannten Hinlegen zu bewegen, schlugen alle fehl. Als wir die Autobahn verliessen, legte sich Mila übrigens sofort hin. Auf der Rückfahrt dann das Gleiche…
Ansonsten meisterte Mila ihren ersten Urlaub aber ganz toll. Kein „Fremdeln“ im neuen Haus, keine Probleme mit den vielen Menschen und Urlaubshunden. Auch Städtebesuche, Schifffahrt, Hundestrand und Grillfest, machte sie super mit.

DSC01752.JPGVrouwenpolder, 2005

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Vrouwenpolder, 2016

Zur Erinnerung an Milas ersten Urlaub habe ich ein Filmchen gemacht. Viel Spass beim Anschauen!

dies und das…

  1. Das Histiozytom ist verschwunden! Überhaupt scheint Milas Immunsystem gefestigter zu sein. Augen- und Ohrentropfen haben wir schon lange nicht mehr gebraucht 😉
  2. Mila nörgelt nicht mehr beim Trockenfutter. Es geht sogar ohne Hüttenkäse und Co. Ich weiche die Kugeln einige Minuten in Wasser ein, stelle Mila den Napf vor die Nase und schon beginnt sie zu fressen. Ob das nur eine „gute Phase“ ist, ob sie meine Sturheit akzeptiert hat, oder ob sie das Trockenfutter eben doch gar nicht sooo schlecht findet, weiss ich nicht.
  3. Mila war noch nicht läufig, aber es wird nun wohl bald soweit sein. Hoffentlich nicht ausgerechnet während unserem Urlaub. (Ich werde berichten).
  4. Hat Mila einen Jagdtrieb oder nicht? Im Vergleich zu unserer reinrassigen Kromihündin Alma, zeigt sie weitaus mehr Interesse an allem was da vor ihrer Nase rennt und fliegt. Im Wald treffen wir in der Regel keine Waldtiere, somit kann ich da sehr entspannt mit Mila ohne Leine laufen, Rad fahren, oder Hartmut kann sie zum Joggen mitnehmen. Doch bei unserem Ausreitgelände wimmelt es nur so von Hasen, Vögeln, Rehen und Füchsen. Erst gestern sprang 3 Meter vor uns ein junger Fuchs aus dem Maisfeld. Zack, rannte Mila auch schon zum Fuchs, so schnell konnte ich gar nicht rufen! Mir stockte der Atem. Was macht der Fuchs mit Mila, bzw umgekehrt? Die beiden rannten vor meinen Augen ein paar Meter nebeneinander her, dann schoß der Fuchs seitlich in eine Hecke und ward verschwunden. Mila rannte fröhlich zu mir zurück.
    Vor wenigen Tagen war es nicht ein Fuchs sondern ein Hase, der unseren Weg kreuzte. Zack, Mila hetzte hinterher! Ich rief sie nicht (weil sie mein Rufen sowieso ignoriert hätte), sondern kehrte postwendend mein Pferd und galoppierte in die andere Richtung davon. Ich versteckte mich samt Pferd hinterm Maisfeld. Es dauerte nicht lange und Mila war da. Das heißt: Im ersten Moment kann sie das Nachhetzen nicht lassen. Aber immerhin kommt sie schnell wieder zurück.
    Neulich ritt ich an einem abgelegenen Hof vorbei, die Hühner liefen frei herum. Da diese Hühner nicht plötzlich vor uns auftauchten, konnte ich Mila wunderbar bei mir halten. Sie lief brav neben dem Pferd her, wobei ich ihr immer wieder ein Leckerlie zuwarf um mich interessanter zu machen als die Hühner. Ich denke bei einem ausgeprägtem Jagdtrieb hätte Mila sich ein Huhn gefangen und geköpft. Vielleicht mache ich trotzdem mal bei einem Rückruftraining mit, um den Rückruf in Einzelschritten richtig zu trainieren…
  5. Das „Hausbewach-Gen“ ist in Mila drin. Meine Bemühungen, ihr beizubringen, dass sie nicht alles und jeden anbellen muss, sind zum Glück nicht ganz erfolglos. In der Stadt bellt sie übrigens nie Menschen an. Aber wehe da steht jemand an unserem („ihrem“) Gartentor oder es kommt ein einzelner Spaziergänger im Wald unvermittelt um die Kurve. Dann steht Madame Mila auf den Hinterbeinen und kläfft. Naja, wir üben weiter, genau wie auch das „Nicht-Hochspringen“ an Menschen!
    Toll ist auf jeden Fall, dass Mila keinen Stress hat, wenn bei uns Freunde und Besucher ein- und ausgehen. Die dürfen gerne alle ins Haus kommen. Nur am Gartenzaun sollen sie nicht entlanggehen!
    P1060731„Genau – hier wohne ich! Und mein Haus bewache ich fleissig. Mein Frauchen ist der Meinung ich müsse die Aufgabe nicht übertreiben“.
  6. Manchmal tut es gut, den Blick zu weiten. In der Hundeschule sehe ich z.B. die wohlerzogenen Hunde der Trainerin. Das gibt Hoffnung und ein Ziel: Das wollen wir auch mal können!
    Ich begegne im Alltag aber auch Hunden, die mir zeigen, dass Mila (im Vergleich zu diesen Hunden) für ihr Alter schon richtig viel gut macht! Also, immer schön entspannt bleiben, Iris, und die Erwartungen an einen jungen Hund nicht so hoch schrauben.

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„Klar bin ich ein braver Hund. Das sieht man doch!“

4. Film: Fresslust!

Ein „Hoch“ auf meinen Tierarzt!! Seine Vermutung war richtig: Das Histiozytom ist deutlich kleiner geworden! Noch eine kleine Weile, dann ist der Tumor sicherlich verschwunden! Das freut mich so sehr, dass ich gleich einen neuen Mila-Film schneiden musste.
Fresslust“ ist der Titel des Filmes und er zeigt u.a. wie gerne Mila als junger Hund morgens ihr Trockenfutter gesucht und gefressen hat. Doch dann kam der Tag, da schnupperte Mila nur zögerlich am ausgestreuten Trockenfutter, um sich dann seufzend in ihr Crunchie fallen zu lassen. Ihr Blick schien zu sagen: „Frauchen, ich habe keine Lust mehr auf das morgendliche Suchspiel. Vor allem: Das Trockenfutter langweilt mich! Laß dir bitte etwas Neues einfallen!“
Während ich die geschätzten 82 Futterkügelchen im Flur, Wohnzimmer und Küche einsammelte, hatte ich Zeit zum Nachdenken. Ich hörte die Stimmen der Barf-Überzeugten: „Iris, werde zur Barferin. Mila wird das Rohfutter lieben und gesund ist es obendrein!“ Ich hörte die Stimmen der Kromi-Erfahrenen: „Iris, du weisst doch, du hast keinen Hund, sondern einen Kromfohrländer! Da kannst du doch nicht mit Trockenfutter kommen!“ Ich hörte die Stimmen der Ernährungsratgeber: „Iris, du solltest das Trockenfutter umstellen. Die exclusiven Marken x, y und z kann ich dir empfehlen“. Grundsätzlich höre ich gerne auf gute Ratschläge. Doch nun mischte sich meine Stimme ein: „Iris, willst du so schnell aufgeben?“ Nein, will ich nicht. Ich habe Verständnis, dass die Meinungen zu Trockenfutter in Hundekreisen sehr verschieden sind. Ich selber finde Trockenfutter jedoch gut und möchte es nicht missen. Mila bekommt ja ohnehin nicht ausschließlich Trockenfutter, sondern auch regelmässig Dose und vor allem jeden Abend Rohfutter (mit Gemüse ect)! Also, einen gewissen Anteil Trockenfutter soll Mila meiner Meinung nach schon fressen. Mein Kompromissvorschlag an Mila: Ich weiche das Trockenfutter einige Minuten in Wasser ein. Hinzu gebe ich etwas Hüttenkäse o.ä. Und als „Schmankerl“ lege ich noch zwei, drei Leckerlies oben drauf. Manchmal frisst Mila dieses Trockenfuttermenue sofort, manchmal dauert es eine Weile. Gefressen hat sie es bislang immer. Mal sehen wie lange noch?…

P1060915„Mein Frauchen ist sehr stur! Also fresse ich eben das Trockenfutter“.

Der Tierarzt ist übrigens der Meinung, dass Mila dazu neigt Zahnstein anzusetzen. Zähne putzen ist deshalb nun doch angesagt! Ich schaffe es nicht täglich, aber sehr regelmässig. Auch das ist im Filmchen zu sehen.

Und nun viel Spaß mit dem Film „Fresslust!“

3. Film: Mila rennt!

Heute werden Mila und ihre Geschwister 8 Monate alt! Pünktlich gibt es zu diesem Anlass einen neuen Film: Mila rennt! Nicht nur Mila sieht man rennen, sondern u.a. auch ihre Brüder Karlo und Krümel sowie ihren Papa Bjarne.
Mila wiegt mittlerweile 10 kg und hat eine Schulterhöhe von 41 cm. An den heißen Sommertagen freut sie sich über Abkühlung sowohl im kleinen Pool im Garten als auch im schönen Adelbach bei uns im Wald. Eine richtige Wasserratte ist sie allerdings nicht. Die Pfoten vorsichtig kühlen – das reicht (bitte nicht zu viel mit dem Wasser spritzen!)
Wie im Film zu sehen ist, hat Mila viel Energie und liebt es, sich zu bewegen! Ob Fangen spielen mit anderen Hunden, Wettlauf mit dem Pferd, oder neuerdings kleine Strecken am Fahrrad mitlaufen – das alles macht Mila große Freude. Und wenn sie mal nicht rennt, dann liegt sie der Länge nach ausgestreckt auf dem Sofa und sammelt Kräfte fürs nächste „Renn-Abenteuer“.

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„Ich bin jetzt schon 8 Monate alt und kann auch so nett gucken wie mein Papa Bjarne!“

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„Echt cool so ein Bach! Aber ich passe auf, dass ich nicht zu nass werde!“

Keine OP!

Heute, am voraussichtlich heißesten Tag des Jahres, rückten Anna und ich mit Mila zum Tierarzt an. Die OP stand bevor! Das Histiozytom in der Fesselbeuge sollte entfernt werden. Unsere Tierarztpraxis ist eine Gemeinschaftspraxis. Die letzten zwei Wochen war unser Tierarzt im Urlaub und so besprachen wir alles mit seiner netten und erfahrenen Kollegin.
Als unser Tierarzt heute das Histiozytom anschaute sagte er, dass wir das gar nicht operieren müssen. Ich war von den Socken!! Er sagte, das Histiozytom sei im Moment dabei, sich selber aufzulösen. Es würde noch einige Zeit dauern, aber er sei sich sehr sicher, dass sich dieser gutartige Tumor von alleine zurückbilden wird. Falls dies doch nicht passieren sollte, könne man in einigen Wochen auch noch operieren. Ich müsse keine Sorge haben, auch in diesem Falle wäre dann noch genügend Haut zum Zusammennähen da. Uff!
Sehr gerne nahmen wir unsere Mila in der Hitze unoperiert wieder mit nach Hause. Dort wurde erst mal kräftig gefressen (Mila war ja noch nüchtern), dann musste unser Hund Löcher buddeln und sich im Pool erfrischen.
Wir danken euch fürs Daumen drücken – ihr seht, ihr habt eine super Leistung vollbracht!!

P1060746Vor der Operation!
„Komisch, mein Frauchen ist heute so nervös. Anscheinend weil ich operiert werde. Ich weiss gar nicht was das ist!“

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„Hallo Leute, die Operation ist ausgefallen. Das ist mir auch recht, denn dann kann ich gleich weiter in meinem Sandkasten am großen Loch buddeln!“

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„Im Pool kann ich mir den Sand von den Pfoten waschen. Seht her, so saubere Pfoten habe ich!“

Histiozytom

Bei dem Wort „Familienhund“ hat man gerne eine glückliche Familie vor Augen, die mit ihrem quirligen Hund über die grüne Wiese rennt. Weniger denkt man wohl an eine volle Tierarztpraxis, in der „Frauchen“ mit dem Familienhund weilt. Mila und ich sind leider häufiger beim Tierarzt. Vor zwei Wochen habe ich bei Mila in der Fesselbeuge am Hinterbein einen roten „Knubbel“ entdeckt. Ich dachte, sie hätte sich verletzt und behandelte mit Jodsalbe. Nach einer Woche war der Knubbel größer. Also ging es zur Tierärztin. Sie meinte, es könne tatsächlich von einer Verletzung kommen und gab mir eine andere Salbe mit. Damit wurde es leider auch nicht besser und so war ich nach ein paar Tagen wieder beim Tierarzt. Nun schauten sich gleich zwei Tierärztinnen den Knubbel an und waren sich rasch einig: Ein Histiozytom, also ein gutartiger Tumor, den vor allem Hunde im ersten Lebensjahr gerne mal bekommen. Weil der Tumor bei Mila an so einer ungünstigen Stelle sitzt, muss man nun rasch operieren, bevor das „Ding“ immer noch größer wird.

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Das Histiozytom in der Fesselbeuge

Am 20. Juli wird Mila nun operiert (11.00 Uhr). Wir hoffen, dass sie alles gut übersteht und dass die Wunde hinterher gut verheilt. Und natürlich hoffen wir, dass dies wirklich so ein gutartiger Tumor ist!
Von unserer Züchterin Frau Krahs-Dugger bekam ich gute Tipps, wie ich Mila vor und nach der OP mit Globuli unterstützen kann. Ausserdem gab sie mir den Tipp, Mila schon mal ans „Socke tragen“ zu gewöhnen. Denn nach der OP darf sie nicht an den Fäden schlecken. Deshalb kommt dann eine Socke über die Wunde. Ich kaufte gleich mal Kindersocken und probierte es aus.

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„Oje, was hat mein Frauchen denn jetzt schon wieder mit mir vor? Erst muss ich eine Hose tragen, jetzt eine Socke?!“

Mila stört die Socke wenig. Sie hat sich sehr schnell daran gewöhnt. Sie muss jetzt nicht den ganzen Tag mit Socken rumlaufen, das reicht ja noch nach der OP. Bitte drückt uns alle die Daumen, dass alles gut verläuft!

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„Schaut her, ich kann sogar mit der Socke Treppen steigen!“

Kromi-Spaziergang

Zum ersten mal habe ich heute (10. Juli 2016) zusammen mit Mila bei einem Kromfohrländerspaziergang teilgenommen. Die lange Anfahrt nach Stuttgart/Bonlanden bei einer Affenhitze hat sich gelohnt. Nette Hundeleute samt entspannten Kromis haben uns in Empfang genommen. Mila war mit ihren 7 Monaten die zweitjüngste. Das absolute „Küken“ war die kleine Birdy, gerade mal 10 Wochen alt. Mutig und völlig unaufgeregt spazierte diese kleine Welpin mit den Großen mit (und wurde zwischendurch natürlich auch viel getragen). Mila fand sofort Gefallen an dem jungen Hund. Nach und nach nahm Mila Kontakt zu allen Hunden auf. Im schattigen Wald konnten die Hunde von der Leine genommen werden. Echt schön, wie friedlich die Hunde miteinander umgingen. Das Highlight war auf jeden Fall der tolle breite Bach. Abkühlung war das wichtigste Unternehmen an diesem heißen Tag. Nicht nur die Hunde erfreuten sich am kühlen Nass. Auch die Hundebesitzer kneippten gerne durch den Bach. Herrlich dann der Ausklang im Garten des Gasthofes mit netten Gesprächen zwischen uns Hundefreaks.
Großer Wermutstropfen: Mein Fotoapparat war falsch eingestellt. Somit sind alle meine Fotos für den Müll.
Trotzdem hier nun wenigstens ein Erinnerungsfoto:

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Nicht alle Hunde hatten Lust auf ein „Sitz-Bleib-Foto“. Doch diese fünf Kromi-Mixe haben sich der Aufgabe gestellt.

Hund mit Hose

Modeschöpfer haben es längst erkannt: Mit Klamotten für den Hund lässt sich gutes Geld verdienen. Abartig, was Mr. Hund heute alles so (er-)tragen muss!!
Doch es gibt durchaus auch sinnvolle Erfindungen: Die Läufigkeitshose zum Beispiel. Hier geht es nicht um modischen Schnick-Schnack, sondern um die Schonung von Sofa und Teppich, wenn die Hundedame läufig ist.
Bei Mila kann die erste Läufigkeit in der nächsten Zeit beginnen. Und somit habe ich vorsorglich Läufigkeitshosen besorgt. Beim VRK (Verein rauhaariger Kromfohrländer) konnte ich diese selbstgenähten Hosen bestellen. Damit Mila sich vorab an die Hose gewöhnt, ziehe ich sie ihr immer mal wieder an. Dann ist sie bei ihrer ersten Läufigkeit durch die Hose nicht zusätzlich gestresst, sondern kennt dieses „Teil“ schon. Zunächst war Mila ziemlich verwundert über die Hose. Bei der Anprobe hat Anna Mila deshalb mit Leckerlies abgelenkt.

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„Hilfe, was soll denn das nun schon wieder? Ein „Halsband“ am Hinterteil oder was ist das??“

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Die Läufigkeitshose passt perfekt. 

Noch gibt es keine Anzeichen für die erste Läufigkeit. Doch wir freuen uns, dass Mila ihre Hose mittlerweile entspannt akzeptiert. Mal sehen wann wir sie dann tatsächlich einsetzen müssen.

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„Ach, so schlimm ist diese Hose gar nicht. Wozu die gut sein soll habe ich allerdings noch nicht begriffen!“

Erinnerung

Der 27. Juni 2015 war für unsere Familie ein sehr trauriger und schmerzvoller Tag. Unsere geliebte Kromfohrländerhündin Alma musste eingeschläfert werden. Alma und mich verband eine ganz innige, tiefe, vertrauensvolle Beziehung (typisch Kromi eben!). Und so fühlte ich mich nur noch als „halber Mensch“, als Alma nicht mehr da war.
Die Hundedecke blieb leer, der Napf blieb leer, das Haus war leer, die Leine blieb am Haken hängen, ein Spaziergang ohne Hund war sinnlos, das Heimkommen war schrecklich denn da war niemand mehr der einen voller Freude begrüßte.
Sieben Monate waren wir ohne Hund – es war eine Zeit zunächst der Trauer, später des Recherchierens, Informierens und des Wartens auf einen neuen Hund.
Wir werden Alma, unsere großartige Hündin, nicht vergessen.
Doch jetzt freuen wir uns, dass nun Mila unser Leben bereichert.

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Erinnerung an Alma (13. April 2005 – 27. Juni 2015)

 

„Mila, such!“

Seit über 50 Jahren sind wir im Besitz einer griechischen Landschildkröte. Als wir sie bekamen war sie schon ausgewachsen. Somit wird ihr Alter zwischen 70 und 80 Jahre geschätzt. Lina, die Schildkröte, hat in unserem Garten ein großes Gehege. Trotzdem ist es mir wichtig, dass sie an warmen Tagen noch mehr Freiheit zum Spazierengehen bekommt. Wenn ich mich im Garten aufhalte darf Lina aus dem Gehege. Strammen Schrittes marschiert sie freudig drauf los.

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Lina, unsere Schildkröte ist schon sehr alt!

Allzulange darf man sie nicht unbeobachtet lassen, denn Schildkröten haben an warmen Tagen ein gutes Tempo drauf. Um sie leichter finden zu können hat Lina einen Ring am hinteren Panzerblatt. An diesen Ring clipse ich eine bunte Hundeleine. So kann ich Lina im Garten besser wieder finden. Und dennoch gab es in all den Jahren schon viele Suchaktionen mit der ganzen Familie. Stundenlang, sogar tagelang haben wir Lina gesucht – und glücklicherweise immer wieder gefunden, irgendwo in Nachbars Gärten oder auch im entfernten Wald.
Seit kurzem gibt es große Hoffnung! Mila kennt den Begriff „such!“ vom Leckerlie suchen, Kinder suchen, Spielzeug suchen. Den Begriff „Schildkröte“ kennt sie, weil ich immer wenn sie an Lina geschnuppert hat, langsam und deutlich „Schildkröte“ gesagt habe. Nun setzte ich die Begriffe zusammen: „Such die Schildkröte“ sagte ich am Ausgangspunkt wo ich Lina abgesetzt hatte. Und tatsächlich, Mila setzte ihre Nase auf den Boden und verfolgte die Spur. Ich lief hinterher und forderte immer wieder auf „such die Schildkröte“.

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Mila nimmt die Spur auf und sucht die Schildkröte

Als Mila bei der Schildkröte ankam belohnte ich sie überschwenglich!! War das erfolgreiche Suchen und Finden Zufall, oder hatte Mila diese Übung tatsächlich verstanden? Am nächsten Tag probierte ich es wieder. Und Mila fand Lina wieder zielsicher. Die letzten Tage hat Mila unsere Schildkröte nun immer brav gesucht und gefunden. Ich bin sehr sehr stolz auf dich, liebe Mila!

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„Ich habe Lina gefunden!“

Ach ja, wenn Mila gerade keine Schildkröte sucht, dann schaut sie auch gerne mal bei den Meerschweinchen vorbei. Die haben keine Angst vor Mila. Sie wissen sich in ihrem Freistall sicher aufgehoben.

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Wer hier wohl wen beobachtet?

Ein neuer Film!

Es gibt einen neuen Film: Mila & Levi!
In knapp vier Minuten sieht man Aufnahmen von unserer Kromidame Mila und unserem Ponymischling Levi.
Bald ist Mila 7 Monate alt. Sie darf mittlerweile zwischen 20 und 30 Minuten mit dem Pferd mitlaufen. Viel Schritt, wenig Trab und ein bisschen Galopp. Oft reitet Anna auf Levi und ich laufe mit Mila nebenher. Doch hin und wieder reite ich auch selber und habe Mila dabei. Dies ist natürlich eine viel größere Herausforderung, denn dann muss Mila auf mich hören, obwohl ich in gewisser Entfernung auf dem Pferd sitze. Ich kann sie dann nicht mal schnell an die Leine nehmen, oder ihr direkt das Leckerlie vor die Nase halten.
In vielen kleinen Schritten lernen sich Mila und Levi immer besser kennen. Levi ist ein sehr geduldiges Pony und ist es gewohnt, dass ein Hund um ihn ist. Levi hat großes Vertrauen zu mir und nimmt es deshalb gelassen, wenn Mila im jugendlichen Übermut um ihn herumsaust (solange ich in der Nähe bin).
So geduldig sind nicht alle Pferde! Pferde können nach allen Seiten ausschlagen (auch nach vorne) und es ist in der Regel gefährlich, wenn sich Hunde fremden Pferden zu sehr nähern. (Also bitte das, was im Film zu sehen ist, nicht einfach nachmachen).
Noch hat Mila als Reitbegleithund viel zu lernen, aber der Anfang ist gemacht 😉
Und nun viel Spaß mit dem Film!

Kraftvoll zubeißen

Damit mein Hund auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann, braucht er saubere und gesunde Zähne. Das Zubeißen bezieht sich natürlich ausschließlich auf die Nahrung! Mila hat an einem Reißzahn einen Zahnschmelzdefekt. Wahrscheinlich hatte sie sich während des Zahnwechsels am Milchzahn verletzt. Durch die dadurch entstandene Entzündung kann es zum Defekt des bleibenden Zahnes gekommen sein. Die Tierärztin gab Entwarnung: Der Fleck sei nichts Schlimmes. Doch ganz grundsätzlich sei Zahnhygiene beim Hund ein wichtiges Thema.
Und es gibt sie ja tatsächlich: Die Zahnbürste und die Zahnpasta für den Hund! Ich muss bei Mila schon regelmässig die Ohren säubern, die Augen tropfen, die Zecken entfernen, das Fell pflegen – und das alles findet sie eher lästig als angenehm. Das Zähneputzen möchte ich also eher umgehen. Und somit fand ich den Ratschlag gut, dem Hund immer mal wieder einen rohen Hühnerhals zum Kauen zu geben. Oder Rinderknochen. Durch das Kauen putzen sich die Zähne von selbst.
Beim Bio-Geflügelhof kaufte ich (zum ersten mal in meinem Leben) 10 frische Hühnerhälse. Einen behielt ich bei mir, die anderen 9 kamen in die Gefriertruhe. Ich legte Mila den Hühnerhals in ihren Napf. Sachte nahm sie ihn ins Maul und trug ihn erst einmal ins Wohnzimmer. Ohh, das war mir nicht so recht. Immerhin ist es ja rohes Fleisch! Sie legte den Hühnerhals ab und betrachtete ihn skeptisch. Was soll ich damit machen, schien sie sich zu fragen.

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„Hilfe, was soll ich mit diesem Hühnerhals nur machen??“

Sie trug den Hals fiepsend durch die Wohnung. Als sie Löcher ins Sofa graben wollte um den Hals dort zu vergraben, ging ich mit ihr nach draussen in den Garten. Es kam wie es kommen musste: Mila vergrub den Hühnerhals postwendend im Blumenbeet. Schade, das war ja nun wohl nichts mit dem Zähne putzen!!! Mit meiner kleinen Gartenschaufel wollte ich den Hühnerhals wieder ausgraben. Doch wo war er? Ich grub und grub. Das Loch wurde immer tiefer und breiter. Unzählige Blümchen wurden umgegraben. Kurios!! Ich konnte den Hühnerhals nicht mehr finden. Um nicht noch mehr Blumen zu vernichten, gab ich die Suche auf. Möge der Hühnerhals – wo auch immer – in Frieden ruhen!!
Am nächsten Tag wagte ich das nächste Experiment: Roher Rinder-knochen, frisch zugesägt vom Bio-Metzger. Um auf weitere kleinere Blut-Fleischspuren in unserem Wohnzimmer zu verzichten, gab es den Knochen von vornherein im Garten. Mila umkreiste den Knochen, knabberte vorsichtig – und fand Gefallen daran! Sie kaute und nagte, es krachte und knarrte. Jaaa – das ist Zähneputzen! Rinderknochen wird es nun öfters mal geben, damit Mila auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann.

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„So macht Zähneputzen Spaß!“

GNTD

Neulich besuchte eine Hobbyfotografin unsere Hundeschule, um ein paar schöne Fotos von unseren lieben Vierbeinern zu machen. Hier ein paar Ergebnisse von Mila (GNTD = Germanys next top dog) 😉
Wenn man auf das Foto klickt, wird es größer (das ist bei allen Fotos auf diesem blog so).

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„Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund!“
(Hildegard von Bingen)

Wuff!!

„Auf diese Steine können Sie bauen – Schwäbisch Hall“. Wer kennt ihn nicht, diesen eingängigen Werbeslogan. Schwäbisch Hall ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Der Grund ist die berühmte Bausparkasse! Aber auch die alten Fachwerkhäuser, die großartige Kunsthalle Würth und nicht zuletzt die Freilichtspiele auf der großen Treppe vor St. Michael machen die Stadt sehenswert.
Neulich hatten wir Besuch von Maddie, einer jungen Studentin aus den USA. Und natürlich besuchten wir Schwäbisch Hall.

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Schwäbisch Hall, eine sehenswerte Stadt!

Und weil auf der großen Treppe vor St. Michael gerade das Drama „Die Räuber“ von Friedrich Schiller geprobt wurde, schleckten wir unser Eis sitzend auf der Mauer, mit Blick zur Theaterprobe.

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Theaterprobe vor St. Michael

Für Mila war dies eine ganz neue Situation! Da rannten und pöbelten, weinten und schrien seltsam gekleidete Menschen auf dieser Treppe herum. Mit großen Augen beobachtete Mila alles sehr genau! „Komisch, diese lauten Menschen! Aber Frauchen und das gesamte Rudel sitzen entspannt da und schlecken Eis. Da kann das Ganze wohl nicht allzu schlimm sein, oder?“ Mila ist hochkonzentriert…

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„Warum reden diese komischen Leute denn so laut?!“

Und dann stellt sich der Räuberhauptmann in die Mitte und lässt seinem Unmut freien Lauf: Er entrüstet sich, wie ungerecht die Welt doch sei. Immer träfe es die kleinen Leute, während die Edelmänner ungeschoren davonkämen. Er holt Luft – kurze dramaturgische Pause um Spannung zu erzeugen – …UND GENAU in diese Pause setzt Mila ein klares und deutliches „Wuff“. Es wirkt wie ein Ausrufezeichen. Zack, zur rechten Zeit ein lautes Wuff!
Normalerweise lassen sich die Schauspieler von äußeren Einflüssen nicht ablenken. Aber da mussten sogar die wilden Räuber schmunzeln. Alle Blicke richteten sich plötzlich auf Mila. Ui, na so was. Vielleicht spielt Mila später mal bei den Freilichtspielen mit, wer weiss das schon?

Mila - Hartmut Lang -- 2016-06-09.jpgDie Räuber proben – und werden von Mila unterstützt.